Powershell warnt vor Web-Inhalten Neue Sicherheitsabfrage bei Invoke-WebRequest

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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„Powershell 5.1“ zeigt in Zukunft eine zusätzliche Sicherheitsabfrage bei Abrufen von Web-Inhalten an. Der Mechanismus greift beim so geanneten Invoke-WebRequest ohne Schutzparameter und adressiert Risiken aus eingebetteten Skripten im HTML. Die Änderung betrifft primär verwaltete Umgebungen mit Automatisierung.

„Powershell“ warnt nun vor Web-Zugriffen. (Bild:  Thomas Joos)
„Powershell“ warnt nun vor Web-Zugriffen.
(Bild: Thomas Joos)

Mit Updates ab dem 09.12.2025 erweitert Powershell 5.1 das Verhalten des Cmdlet Invoke-WebRequest. Der Befehl stoppt und fordert eine Entscheidung an, sobald kein Schutzparameter gesetzt ist.

Hintergrund bildet die bisherige vollständige DOM-Verarbeitung über mshtml, die beim Parsen Skriptcode laden und ausführen kann. Die neue Abfrage weist auf dieses Risiko hin und bricht standardmäßig ab, sofern keine explizite Zustimmung erfolgt.

Downloads müssen in der Powershell jetzt bestätigt werden

Die Konsole verlangt vor Downloads eine Bestätigung. Ein Abbruch verhindert jede weitere Verarbeitung. Die Zustimmung erlaubt das bisherige Parsen mit vollständigem HTML-Zugriff. Damit akzeptiert die Ausführung bewusst das Risiko aus Skriptanteilen der abgerufenen Seite.

Powershell empfiehlt im Abbruchhinweis die erneute Ausführung mit „-UseBasicParsing“. Dieser Parameter erzwingt eine sichere Textverarbeitung ohne DOM und ohne Skriptausführung.

Interaktive Sitzungen zeigen die Abfrage unmittelbar. Nicht interaktive Kontexte wie geplante Aufgaben oder CI-Läufe blockieren ohne Anpassung, da eine Eingabe ausbleibt. Skripte für Automatisierung setzen daher explizit Schutzparameter. So bleibt der Ablauf deterministisch und ohne Unterbrechung.

Skripte sollten aktualisiert werden

Viele vorhandene Skripte bleiben unbeeinflusst. Reine Downloads oder Textauswertungen ohne DOM benötigen keine Änderung, sofern der sichere Parameter aktiv ist. Kritisch bleiben Abläufe, die Eigenschaften des HTML-Dokuments auswerten. Diese Funktionen erfordern entweder die bewusste Zustimmung im Einzelfall oder eine Umstellung der Logik auf sichere Verarbeitung.

Für langfristige Sicherheit empfiehlt sich die Überarbeitung betroffener Skripte. Die Verarbeitung von Web-Antworten erfolgt dann als Text oder strukturierte Daten ohne HTML-DOM. In vertrauenswürdigen Szenarien bleibt die bewusste Freigabe möglich, sollte jedoch dokumentiert und begrenzt erfolgen.

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