Quantum Brilliance verspricht alltagstaugliche Quantenhardware Neue Investitionen sichern Entwicklung von Quanten­computern auf Diamantbasis

Quelle: Pressemitteilung Quantum Brilliance 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Quantum Brilliance aus Stuttgart hat aus der Seed-Finanzierung herausgetreten in einer neuen Runde Investoren überzeugt, die Weiterentwicklung kompakter Quantenhardware mit 20 Millionen Dollar zu unterstützen. Mit synthetischen Diamanten will das Unternehmen stabile, effiziente und mobile Quantencomputer marktreif machen.

Alltagstaugliche Quantenbeschleuniger wie dieser sind das Ziel von Quantum Brilliance (Bild:  Quantum Brilliance)
Alltagstaugliche Quantenbeschleuniger wie dieser sind das Ziel von Quantum Brilliance
(Bild: Quantum Brilliance)

Mit den gesicherten Investitionen will das Stuttgarter Unternehmen Quantum Brilliance miniaturisierte, stabile und bei Raumtemperatur operierende Quantencomputer sowie Sensoren und Netzwerk-Hardware marktreif machen. Dafür setzt das Unternehmen auf synthetische Diamantensubstrate. Diese sollen eine stabile Kohlenstoffbasis für die Qubits bilden, die durch platzierte Stickstoff-Atome und „Fehlstellen“ erzeugt werden.

Damit sei ein stabiler und effizienter Betrieb bei Raumtemperatur möglich, die Grundlage sowohl für den mobilen Einsatz von Quantencomputern als auch für eine nahtlose Integration in bestehende Infrastrukturen wie Server-Racks.

Ein Zeichen der nahenden Marktreife

Die erfolgreiche Investitionsrunde positioniert Quantum Brilliance als Vertrauensvotum für die nahende Marktreife diamantenbasierter Quantencomputer. So betont einer der Investoren, Bill Partee aus dem australischen Deep-Tech-Fonds Main Sequence, Quantum Brilliance könne mit der zugesicherten Unterstützung „Quantencomputer in großer Zahl und für verschiedene Anwendungen“ bereits „in naher Zukunft“ verfügbar machen.

Tatsächlich liefert das Unternehmen bereits alltagstaugliche Modelle - vorerst aber überwiegend an Forschungsinstitute. Im November 2024 erwarb das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik (IAF) einen ersten Quantenbeschleuniger in einem 19-Zoll-Server-Rack von Quantum Brilliance. Auch das US-amerikanische Oak Ridge National Laboratory (ORNL) hat angekündigt, mehrere Quantenbeschleuniger von Quantum Brilliance in bestehende Hochleistungsrechner zu integrieren.

Mehr zum Wettbewerb um alltagstaugliche Quantencomputer ist im eBook auf DataCenter-Insider zu finden:

Quantencomputer ziehen ins Rechenzentrum ein

Quantencomputer ziehen ins Rechenzentrum ein

Weltweit tüfteln Rechenzentren und Forschungseinrichtungen fieberhaft an der Integration von Quantenprozessoren mit klassischen Systemen. Es ist ein wahrer Goldrausch um den Quantenvorteil ausgebrochen.


Die Highlights des eBook:

  • Mit Quantenbeschleunigung zur Quantenüberlegenheit

  • Der Quantensprung ins Rechenzentrum

  • „Kernfusion“ der Quanteninformatik mit klassischem HPC

>>> eBook „Quantencomputer ziehen ins Rechenzentrum ein“ zum Download

Eine breite Investorenbasis

Das 2019 gegründete Startup erwuchs aus gemeinsamen Forschungen an der Universität Stuttgart und der Australian National University. In einer ersten Seed-Runde im Jahr 2021 sicherte sich Quantum Brilliance knapp zehn Millionen Dollar und in einer zweiten Finanzierungsrunde 2023 weitere 18 Millionen.

Zusammen mit ParityQC aus Innsbruck partizipiert Quantum Brilliance zudem in der mit insgesamt 35 Millionen Euro dotierten dritten Phase des Forschungsprojekts „Mobiler Quantencomputer“ der Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur). Zu den Investoren der neuen Runde gehören bedeutende Risikokapitalfonds wie das australische Main Sequence, das US-amerikanische In-Q-Tel und das australisch-japanische Intervalley Ventures, aber auch zwei australische staatliche Fonds und private Investment-Gesellschaften.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:50297514)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu RZ- und Server-Technik

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung