Nachhaltigkeit in der KI-Infrastruktur Nadiki macht Umweltauswirkung von KI sichtbar

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Das Leuchtturmprojekt „Nadiki“ erfasst den Ressourcenverbrauch von KI-Anwendungen und macht sie damit transparenter. Das Projektteam prüft zudem die Möglichkeit eines Umweltsiegels für nachhaltige Künstliche Intelligenz (KI).

Ein Umweltsiegel für KI-Anwendungen? Durch ein solches könnten Nutzer von KI-Anwendungen einsehen, wie nachhaltig die Systeme sind. Das Projekt „Nakidi“ prüft aktuell, ob das möglich ist.(Bild: ©  The Little Hut - stock.adobe.com)
Ein Umweltsiegel für KI-Anwendungen? Durch ein solches könnten Nutzer von KI-Anwendungen einsehen, wie nachhaltig die Systeme sind. Das Projekt „Nakidi“ prüft aktuell, ob das möglich ist.
(Bild: © The Little Hut - stock.adobe.com)

Der Anspruch des vom Bundesumweltministerium geförderte Vorhaben „Nadiki“ ist es, die Umweltauswirkungen von KI-Anwendungen messbar zu machen und die Daten in Echtzeit abzubilden. Zum Projektabschluss zog der Projektkoordinator Max Schulze eine erste Bilanz:

Mit Nadiki hat das Team eine Plattform aufgebaut, die Verbräuche und Umweltwirkungen über die gesamte digitale Infrastruktur zusammenführt. Die Plattform ist nun für Rechenzentren und KI-Anbieter als Open Source Software verfügbar.

Konzept und Zielsetzung

Nadiki steht für „Nachhaltigkeitsindikatoren für digitale Infrastruktur und KI Anwendungen“. Das Projekt ist von der Sustainable Digital Infrastructure Alliance (SDIA) und die Universität Stuttgart umgesetzt worden. Die Laufzeit: vom 1. Juni 2023 bis zum 30. November 2026.

Das Fördervolumen hat 884.394 Euro betragen und ist Teil der Förderinitiative „KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen“, mit der das Bundesumweltministerium seit 2019 KI-Projekte unterstützt, die ökologische Herausforderungen aufgreifen.

Energieverbrauch im Blick

Nach Angaben von Max Schulze, Projektleiter des KI-Leuchtturms Nadiki und Mitgründer der SDIA, liege die Herausforderung darin, dass viele Daten zum Ressourcenverbrauch bislang geschätzt würden. Mit dem Projekt Nadiki soll sich genau das ändern: Die Plattform erfasst Messwerte aus der gesamten Infrastruktur und stellt sie über eine Schnittstelle bereit.

Laut Schulz reicht das Spektrum der erfassten Werte vom Treibstoffverbrauch der Dieselgeneratoren über Kühlsysteme bis zu den Servern. Tatsächlich sei bislang die größte Herausforderung der Werte-Erfassung die Heterogenität der Rechenzentrums- und IT-Umgebungen gewesen.

Daher hat Nadiki einen Lösungsansatz erarbeitet, um die Messwerte, die in verschiedenen Formaten, Einheiten und Zeiträumen erfasst werden, zu standardisieren. Hierfür haben die Universität Stuttgart und die SDIA gemeinsam eine Integrationsschnittstelle und ein Datennormalisierungssystem erarbeitet, das die Messdaten zusammenführt und so belastbare Nachhaltigkeitskennzahlen liefert. Für Betreiber und Anwender kann so sichtbar werden, wie hoch der tatsächliche Energie-, Ressourcen- und Emissionsbedarf einer KI-Anwendung tatsächlich ist.

Ein Umweltsiegel für energie-effiziente KI-Anwendungen?

Nadiki liefert nicht nur Infrastrukturwerte, sondern übersetzt diese auch in konkrete Nachhaltigkeitskennzahlen. So soll der Fußabdruck von KI transparent gemacht werden, statt nur mit Annäherungswerten zu arbeiten. Das Prjektteam prüft nun eine mögliche Umweltkennzeichnung für KI-Anwendungen, die mit etablierten Siegeln wie dem „Blauen Engel“ vergleichbar wäre.

Für Endanwender werde damit auch sichtbar, welche Umweltwirkung die Nutzung einer KI-Anwendung auslöst.

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