Quantinuum zieht mit Ionenfallen-Computer im Riken ein Morgenröte für hybrides Quantenrechnen in Japan

Quelle: Pressemitteilung Quantinuum 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

'RIKEN' ist die größte Forschungseinrichtung in Japan, hierzulande vor allem bekannt durch seinen Supercomputer. Die Einrichtung hat nun auf seinem Campus in Wako, Saitama, .den Quantencomputer „Reimei“ von Quantinuum, der auf dem Prinzip der Ionenfallen basiert, in Betrieb genommen. Das System soll mit dem HPC-Cluster vor Ort zusammenarbeiten.

Der Quantencomputer von Quantinuum „H1“ basiert auf Ionenfallen. (Bild:  Quantinuum)
Der Quantencomputer von Quantinuum „H1“ basiert auf Ionenfallen.
(Bild: Quantinuum)

Der Quantencomputer „Reimei" von Quantinuum, ehemals „H1“ von Honeywell, erfolgreich vor Ort installiert. Nun hoffen die Forscher auf einen wissenschaftlichen Fortschritt im Quantencomputing und damit eine Beschleunigung in der Forschung für Physik, Chemie und anderen Anwendungen.

Diese hochmoderne Maschine sei nun voll funktionsfähig und läutet eine neue Ära der Entdeckung und Innovation ein, heißt es von Quantinuum. Die japanischen Forscher haben nun direkten Zugang zu hochmoderner Quantencomputertechnologie. Die von Quantinuum gilt als einer der leistungsfähigsten Systeme.

Die Hardware von Quantinuum zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine einzigartige Architektur verwendet, die Qubits physisch bewegt und so neue Werkzeuge und Möglichkeiten erschließt, die auf anderen Plattformen nicht verfügbar sind. Die Leistung und Konsistenz des Systems werden durch die Stabilität der Umgebung unterstützt, die so konzipiert, gebaut und gewartet wird, dass die Fähigkeiten der Quantencomputer maximiert werden, so Quantinuum.

Das System mit der Bezeichnung „Reimei", was auf Japanisch „Morgenröte" bedeutet, wird mit dem berühmten japanischen Flaggschiff-Supercomputer „Fugaku“ vom RIKEN zusammenarbeiten und eine Quanten-HPC-Hybridplattform schaffen, die für Berechnungen ausgelegt ist, die die Fähigkeiten herkömmlicher Supercomputer übertreffen.

Mitsuhisa Sato, Division Director der Quantum-HPC Hybrid Platform Division, RIKEN Center for Computational Science, sagte „Reimeis hochpräzise Qubits und die All-to-All-Konnektivität werden die Forschungsmöglichkeiten unserer Quanten-HPC-Hybridplattform erheblich verbessern. Wir freuen uns darauf, mit dem Quantinuum-System und unserem Fugaku neue Wege in der wissenschaftlichen Forschung für hybride Quanten-HPC-Anwendungen zu beschreiten."

Die Anlage ist Teil eines ehrgeizigen Projekts, das von der New Energy and Industrial Technology Development Organization (NEDO), einer nationalen Forschungs- und Entwicklungseinrichtung des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie, in Auftrag gegeben wurde. Die nächste Phase dieser Zusammenarbeit wird sich auf die Integration einer Quanten-HPC-Hybridplattform im Jahr 2025 konzentrieren.

Darüber hinaus wird Quantinuum die Zusammenarbeit mit RIKEN-Forschern fortsetzen, um die wissenschaftliche Forschung in verschiedenen Anwendungsbereichen voranzutreiben. Das Unternehmen wird mit lokalen Zulieferern zusammenarbeiten, um die Quantenlieferkette zu verbessern und das Wachstum des japanischen Quantencomputer-Ökosystems durch maßgeschneiderte, persönliche Workshops und Tutorials zu fördern.

Es ist das erste Mal, dass ein Quantencomputer von Quantinuum außerhalb der USA installiert worden ist. Rajeeb Hazra, President und CEO von Quantinuum, betont die Bedeutung dieses Meilensteins: „Diese Installation stellt einen entscheidenden Moment für unsere globale Strategie dar und markiert den ersten Einsatz unserer Quantentechnologie außerhalb der USA vor Ort. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den herausragenden Forschern von RIKEN, deren Fachwissen entscheidend dazu beitragen wird, beispiellose wissenschaftliche Durchbrüche voranzutreiben.“

Im DataCenter-Diaries-Podcast #45 „Matthias Reidans: Was darf die Welt 2025 im Quantencomputing erwarten?“ nehmen Ulrike Ostler und Matthias Reidans von Rosenberger OSI auch Neulinge mit in die Welt der Verschränkung und der Superposition.

Sie ergründen den tatsächlichen Stand der Entwicklung und erste Anwendungsbeispiele sowie Potenziale der Quantensensorik und einer quantensicheren Kommunikationstechnik, aber auch Gefahren wie den Wettlauf mit Cyber-Kriminellen.

Die Podcast-Folge #45 von DataCenter Diaries findet sich auf Spotify, Apple Podcasts, Deezer und Amazon Musik.

Das Riken und Quantinuum

RIKEN, eine nationale Forschungs- und Entwicklungsagentur, ist zugeich die größte Forschungseinrichtung in Japan, die für qualitativ hochwertige Forschung in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen weltweit geschätzt wird. Das im Jahr 1917 zunächst als private Forschungsstiftung gegründete RIKEN ist in Größe und Umfang rasch gewachsen und umfasst heute ein Netz von Forschungszentren und Instituten von Weltrang in ganz Japan.

Das Modell      „H1“  ist die erste Generation von Quantencomputern mit einer linearen Architektur und zahlreichen laut Hersteller einzigartigen charakteristischen Merkmalen,  darunter:      die höchste kommerziell verfügbare Zwei-Qubit-Gate-Treue     All-zu-All-Verbindung,     Messung mitten im Schaltkreis,     Bedingte Logik und     Qubit-Wiederverwendung.(Bild:  Quantinuum)
Das Modell „H1“ ist die erste Generation von Quantencomputern mit einer linearen Architektur und zahlreichen laut Hersteller einzigartigen charakteristischen Merkmalen, darunter: die höchste kommerziell verfügbare Zwei-Qubit-Gate-Treue All-zu-All-Verbindung, Messung mitten im Schaltkreis, Bedingte Logik und Qubit-Wiederverwendung.
(Bild: Quantinuum)

Quantinuum leistet Pionierarbeit bei leistungsstarken Quantencomputern und Software. Die Technologie von Quantinuum treibt Durchbrüche in der Materialforschung, der Cyber-Sicherheit und der Quanten-KI der nächsten Generation voran. Mit über 500 Mitarbeitern, darunter mehr als 370 Wissenschaftler und Ingenieure, gehört Quantinuum auf allen Kontinenten auf dem Gebiet des Quantencomputing zu den führenden Unternehmen.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:50319080)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu RZ- und Server-Technik

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung