Datentransport in Hochgeschwindigkeit Modulare Datacenter (be)fördern die Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft

Ein Gastbeitrag von Delta Electronics 5 min Lesedauer

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Ein robustes Glasfasernetz-Management ist von entscheidender Bedeutung; denn eine schnelle und stabile Netzverbindung ist für Telekommunikation, Gesundheitswesen, Bank- und Versicherungswesen, Militär und vor allem die Industrie unabdingbar. Wie das kosteneffizient funktionieren kann, hat Delta Electronics mit individuell angepassten Modulen des „Xubus Node“ beim B2B-Technikunternehmen Eurofiber gezeigt.

Auch die Grundlage von Glasfasernetzen sind Rechenzentren - im Fall von Eurofiber seit jüngster Zeit Datacenter-Container mitsamt Stromversorgung und Kühlung von Delta Electronics, die als Verstärkerstationen dienen. (Bild:  Delta Electronics)
Auch die Grundlage von Glasfasernetzen sind Rechenzentren - im Fall von Eurofiber seit jüngster Zeit Datacenter-Container mitsamt Stromversorgung und Kühlung von Delta Electronics, die als Verstärkerstationen dienen.
(Bild: Delta Electronics)

Nicht nur aber insbesondere sind digitale Transformationen, Kommunikations- und Automatisierungstechniken auf eine stabile und störungsfreie Netzwerk-Infrastruktur mit hervorragender Geschwindigkeit, Kapazität, Zuverlässigkeit und Datensicherheit angewiesen. Eurofiber hat das erkannt und es sich zur Aufgabe gemacht, die Digitalisierung voranzutreiben und das unter anderem mit dem rasanten Ausbau des Glasfaser-Netzes.

Der spezielle Grund: Die internationale Glasfaserstrecke Amsterdam-Groningen-Brüssel stößt allmählich an ihre Kapazitätsgrenzen. Aktuell ist die Strecke zwischen Amsterdam und Brüssel rund 600 Kilometer lang und ein wichtiges Glied im europäischen Netz der Glasfaser-Backbones.

Damit das so bleibt, führt Eurofiber einen umfangreichen Ausbau dieser wichtigen digitalen Verbindung durch. Neben dem Ausbau der Glasfaserkapazität, werden zunehmend aber auch die Verstärkerstationen (ILAs oder Inline Amplifier) erweitert und mit neuer Technik ausgestattet. Diese werden auf Langstreckenverbindungen benötigt, um das Glasfaser-Signal etwa alle 75 Kilometer zu verstärken.

Hochgeschwindigkeitsdatentransport und Kosteneffizienz

Damit steht fest, dass der stetige Ausbau des Netzes ist wichtig ist; denn aufgrund der exponentiell wachsenden Anzahl an Datenraten und Netzteilnehmern, unter anderem getrieben durch das Internet of Things (IoT), steigt der Druck auf die Netzbetreiber, Glasfaserverbindungen in bestehende Verteil- und Rechenzentren zu managen, immer weiter an. Das Ziel: kontinuierlicher Hochgeschwindigkeitsdatentransport und Kosteneffizienz.

Um Dienstleistungen durchgängig bereitstellen zu können, hat sich Eurofiber Unterstützung von Delta Electronics geholt, Anbieter von Strom- und Wärme-Management sowie von Produkten für die Infrastruktur von Datacenter. Zur Technik, die Eurofiber für seine ILAs verwendet, gehören Xubus Node des Herstellers.

Bei Eurofiber hat Delta Electronics angepasste Modulen des „Xubus Node“aufgestellt, mitsamt Strom- und Wärme-Management. (Bild:  Delta Electronics)
Bei Eurofiber hat Delta Electronics angepasste Modulen des „Xubus Node“aufgestellt, mitsamt Strom- und Wärme-Management.
(Bild: Delta Electronics)

Es sind nach Unternehmensagaben schlüsselfertigen, modularen Rechenzentren, die sich durch hohe Leistung und vor allem durch Mobilität auszeichnen. Sie sind in standardisierten Containern unterschiedlicher Größe untergebracht und können so schnell an denjenigen Standorten eingesetzt werden, die noch nicht über eine voll ausgebaute Infrastruktur verfügen, aber dennoch Rechenleistung benötigen.

Mehr Rechenzentren!

Cloud-Computing, Big Data, IoT und jüngst KI machen den Bau neuer Rechenzentren erforderlich. Herkömmlichen Rechenzentren fehlt es an Flexibilität und Erweiterungsfähigkeit. Ihre Nachteile treten im Verlauf von Geschäftsentwicklungen und einer steigenden Zahl von Anwendungen auf: Bau und Bereitstellung erfolgen in der Regel nach den Grundsätzen ‚ein Projekt – eine Entwicklung‘ und ‚eine Anwendung – eine Maschine‘.

Die Bereitstellung dauert lange – allein der Bau kann bis zu zwei Jahre in Anspruch nehmen und auch die Dichte solcher Rechenzentren ist gering. Die enge Kopplung des Servers an Zusatzmodule wie Stromversorgung oder Kühlung erschwert das Wachstum und führt dazu, dass kleine Änderungen große Auswirkungen auf die gesamte Einrichtung haben können.

Das modulare Rechenzentrum von Delta hingegen entspricht hohen Branchenstandards und kann so zu den Tier-3-Rechenzentren gezählt werden. Das gesamte Rechenzentrum ist in verschiedene, einzelne Bereiche unterteilt, die auf unterschiedliche Weise konfiguriert werden können.

Tier-3 im Container

Die Kühlungs,- Stromversorgungs- und Energie-Management-Systeme sind in Bausteine und Module unterteilt. Dadurch wird ihr störungsfreier, voneinander unabhängiger Betrieb ohne geteilte Ressourcen sichergestellt.

Der große Vorteil dieses Baustein-Systems ist: Jedes Unternehmen kann unabhängig von Unternehmensgröße und Branche ein eigenes Rechenzentrum bauen und skalieren, um steigende IT-Anforderungen zu erfüllen. Das betrifft zum Beispiel eine schnelle Anpassung an wechselnde Geschäftsanforderungen wie Bereitstellung von Ressourcen auf Anfrage oder Energie-Einsparung und Reduzierung des Kohlenstoffausstoßes.

Modulare Rechenzentren sind dank eines modularen, standardisierten und hochintegrierten Designs stabiler und ermöglichen eine angemessene Abstimmung zwischen Kapazität und Arbeitslast der Energie- und Kühlsysteme, um die Effizienz zu verbessern und Überkonfiguration zu verringern. Die Benutzer sind bei modularen Rechenzentren in der Lage, Module nur für die erforderlichen Geräte bereitzustellen und so während der Lebensdauer des Rechenzentrum Stromkosten zu sparen.

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Aber auch die Planungszeit verringert sich. Das Rechenzentrum ist für die aktuellen IT-Anforderungen ausgelegt, es werden weniger und kleinere Infrastrukturen benötigt als beim herkömmlichen System, sodass die Inbetriebnahme beschleunigt wird. Darum ist bei modularen Rechenzentren die Bauzeit erheblich kürzer. Diese Vorteile weiß auch Eurofiber zu nutzen.

Maßgeschneiderte und doch von der Stange

Um den Betrieb weiter auszubauen, benötigte Eurofiber weitere ILAs. Der Glasfasernetzspezialist wollte jedoch keine standardisierten modularen Rechenzentren, sondern ein maßgeschneidertes Design, das auf möglichst niedrige Betriebskosten ausgerichtet ist.

Kein Problem für Delta Electronics, sagt Tihomir Biskupic, Senior Engineer EMEA Data Center Solutions: „Unsere Kundschaft kann sich darauf verlassen, dass wir sie über den gesamten Prozess hinweg begleiten, also jeden einzelnen Schritt vom Design, der Herstellung, der Installation bis hin zur Wartung betreuen.“

Während sich das Supply-Chain-Management-Team um die Beschaffung der benötigten Komponenten gekümmert hat, hat das technische Pre-Sales-Team von Delta Electronics hat die Standardlösung von Xubus Node entsprechend der Anforderungen komplett neu gestaltet und zahlreiche Designänderungen vorgenommen, unter anderem mit dem Ziel der Effizienzsteigerung. Die Anpassungen reichen von der USV und der Kühlung bis hin zur Beleuchtung und der Anzahl der Racks, ganz zu schweigen von der Verkabelung, die genau auf die Anforderungen des Kunden abgestimmt sind, ohne dabei die Stabilität oder Zuverlässigkeit zu beeinträchtigen.

Höhere Kosteneffizienz leicht gemacht

„Dieses spezielle Modul ist mit einer USV-Stromverteilung, einer Kühllösung und Datacenter Infrastructure Management (DCIM), unsere Delta-eigene Überwachung, ausgestattet. Darüber hinaus ist innerhalb des Moduls auch noch Platz für kundeneigene Data-Racks“, so Biskupic über das angepasste Rechenzentrum für Eurofiber.

Um die Betriebskosten dauerhaft zu senken, weisen die neu konfigurierten Xubus-Node-Container eine Reihe von Unterschieden zu den Standardmodellen auf. Um den Strombedarf zu reduzieren, werden in den neuen ILAs „Delta-DPH“-USV-Module in einer N+1-Konfiguration mit einer Nennleistung von 30 Kilowatt (kW) eingesetzt, die die ursprünglichen zwei 75-kW-USV-Module ersetzen. Auch die Anzahl der IT-Racks wurde entsprechend den Anforderungen des Kunden von 13 auf 4 reduziert.

Die USV-Module sind in einer N+1-Konfiguration mit einer Nennleistung von 30 Kilowatt (kW) eingebaut. (Bild:  Delta Electronics)
Die USV-Module sind in einer N+1-Konfiguration mit einer Nennleistung von 30 Kilowatt (kW) eingebaut.
(Bild: Delta Electronics)

Darüber hinaus tauschte Delta sein Standard-Kühlsystem in den Reihen gegen ein Energie-effizienteres R32-basiertes Deckenkühlsystem aus, um den Stromverbrauch zu minimieren. Auch der Brandschutz wurde entsprechend den Anforderungen von Eurofiber angepasst. Da vor Ort kein Personal tätig ist, wurde das Feuerlöschsystem durch einen normalen Feueralarm und ein kamerabasiertes Überwachungssystem ersetzt, das sich aus der Ferne bedienen lässt.

Ines Jentik ist der Standort-Teamleiter. Er sagt über die Zusammenarbeit mit Delta Electronics:„Die Expertise von Delta in der Herstellung von hocheffizienten und zuverlässigen Produkten, hat perfekt mit unseren Vorstellungen zusammengepasst und uns im gesamten Umsetzungsprozess einwandfrei unterstützt.“

Weitere Anpassungen

Aber nicht nur die Standard-Container wurden von Delta auf die Kundenwünschen von Eurofiber angepasst. Das Komplettangebot beinhaltete auch eine Software zur Überwachung aller Delta-basierten ILAs im Feld.

Das Delta-DCIM-System ermöglicht es den Kunden, die einzelnen Module in ihren mobilen Rechenzentren im Auge zu behalten und deren Echtzeit-Status über Kameras aus der Ferne zu überwachen – einschließlich einer Analyse des Stromverbrauchs. Die Statusberichte lassen sich an die individuellen Bedürfnisse des Kunden anpassen und werden auf einem Dashboard dargestellt.

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