Reaktion auf geopolitische Risiken und Datenschutzbedenken Microsoft verdoppelt Rechenzentrumskapazitäten in Europa

Quelle: Paula Breukel dpa 1 min Lesedauer

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Bis 2027 plant Microsoft, seine Rechenzentrumskapazitäten in Europa im Vergleich zu 2023 mehr als zu verdoppeln. Allein in den nächsten zwei Jahren soll die Kapazität um 40 Prozent steigen. Der Ausbau betrifft laut Smith mehr als 200 Standorte in ganz Europa und unterstreicht Microsofts langfristige Wachstumsstrategie auf dem Kontinent.

Symbolbild: Brad Smith, der Microsoft Vice Chair and President auf dem „Web Summit 2019“ in der Altice Arena in Lissabon, Portugal. In einem jüngeren Blog-Beitrag gibt der Microsoft-Präsident seine Pläne für Europa bekannt.(Bild:  ©SPORTSFILE / Harry Murphy/Web Summit Flickr)
Symbolbild: Brad Smith, der Microsoft Vice Chair and President auf dem „Web Summit 2019“ in der Altice Arena in Lissabon, Portugal. In einem jüngeren Blog-Beitrag gibt der Microsoft-Präsident seine Pläne für Europa bekannt.
(Bild: ©SPORTSFILE / Harry Murphy/Web Summit Flickr)

Microsoft will die digitale Resilienz Europas angesichts wachsender geopolitischer Unsicherheiten aktiv sichern und verspricht europäischen Kunden mehr Kontrolle, Datenschutz und lokale Infrastruktur. In einem Blogeintrag kündigte Präsident Brad Smith eine umfassende Erweiterung der europäischen Rechenzentrumslandschaft und neue technische Schutzmaßnahmen an.

40 Prozent mehr Rechenzentrumskapazität: Fokus auf Vertrauen

Mit der Ausweitung seiner Infrastruktur und neuen Verschlüsselungslösungen reagiert der US-Konzern auch auf wachsende Zweifel europäischer Kunden, ob US-Anbieter langfristig den Anforderungen der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) gerecht werden können. Insbesondere angesichts politischer Entwicklungen in den USA. So hat Präsident Trump zuletzt zentrale Mitglieder der US-Datenschutzaufsicht entlassen, die für die Umsetzung des EU-US Data Privacy Frameworks zuständig ist.

Kontrolle liegt beim Kunden

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, will Microsoft zusätzliche Sicherheitsfunktionen einführen, die es Kunden ermöglichen, ihre Daten in vollständig kontrollierten Umgebungen zu verarbeiten – ohne Zugriffsmöglichkeiten durch Dritte, einschließlich Microsoft selbst. Diese Maßnahmen sollen insbesondere dem Schutz sensibler Daten im Cloud-Betrieb dienen.

Smith betont in seinem Blogpost, Microsoft werde europäische Gesetze „respektieren und einhalten“ – auch, wenn das in der Vergangenheit zu gerichtlichen Auseinandersetzungen geführt habe. Neben der DSGVO nennt er ausdrücklich den Digital Markets Act und das europäische Wettbewerbsrecht als rechtliche Grundlage für Microsofts Geschäftstätigkeit.

Obwohl sich Microsoft als transatlantisches Unternehmen versteht, positioniert sich der Konzern klar gegenüber politischen Risiken. „Wir unterliegen den örtlichen Gesetzen, Vorschriften und Regierungen“, so Smith. Damit signalisiert Microsoft rechtliche Compliance. Microsoft setzt nach eigener Intepretation ein starkes Signal für digitale Souveränität in Europa.

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