Microsoft 365 Copliot Die nächste Welle von Funktionen für Microsofts KI-Assistenten

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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Microsoft baut Copilot 365 weiter aus. Die zweite Welle der KI für Business-User bringt neue Funktionen in die Office-Programme und zusätzlich die Copilot Pages. Zudem erweitert der Hersteller die Fähigkeiten der Copilot Agents.

Die nächste Welle in Microsoft Copilot soll die Produktivität in Office-Anwendungen mit KI-Hilfe weiter steigern. Zudem kommen als Neuheiten die Copilot Pages für Teamarbeit und die Copilot Agenten.(Bild:  Microsoft)
Die nächste Welle in Microsoft Copilot soll die Produktivität in Office-Anwendungen mit KI-Hilfe weiter steigern. Zudem kommen als Neuheiten die Copilot Pages für Teamarbeit und die Copilot Agenten.
(Bild: Microsoft)

Für Microsoft ist Copilot 365 ein zentraler Bestandteil der Workplace-Anwendungen und auch ein Umsatzbringer, da die KI-Funktionen für Business-User aufbauend auf Microsoft 365 als zusätzliches Abo gebucht werden müssen. Privatanwendern stehen sie teilweise über Copilot Pro als Erweiterung des kostenlosen Copiloten zur Verfügung.

Die zweite Copilot-Welle soll den Funktionsumfang der KI-Assistenten über die kommenden Monate hinweg noch erheblich ausbauen und eine Reihe neuer Anwendungen bringen.

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Copilot in Office-Anwendungen

Neben dem Chat mit der KI bietet Copilot 365 eine ganze Reihe intelligenter Assistenten in den einzelnen Office-Anwendungen. Copilot in Excel gab es bislang nur als Preview für einen eingeschränkten Nutzerkreis. Nun wird die Funktion allgemein ausgerollt. Die KI kann dem Anwender beispielsweise dabei helfen, die passende Formel für eine zu lösende Aufgabe zu finden oder bei der Visualisierung von Daten über Charts und Pivot-Tabellen. Microsoft erweitert zudem die Menge der unterstützen Formeln und führt für Copilot in Excel die Möglichkeit ein, nun auch mit Text zu arbeiten und nicht nur mit numerischen Daten. Die KI-Unterstützung für die nun verfügbare Python-Programmierung in Excel geht in die Public-Preview. Mit ihr können Anwender in natürlicher Sprache Aufgaben formulieren, die von der KI dann in Programmcode umgesetzt werden. Das soll die Erstellung anspruchsvoller Analysen und die Visualisierung komplexer Daten vereinfachen.

In Powerpoint wird der Narrative Builder nun allgemein verfügbar. Copilot kann hier alle Schritte bei der Erstellung von Präsentationen begleiten, beginnend mit der Erstellung der Gliederung auf Basis von Prompts, die dann vom User bearbeitet und ergänzt werden können bis hin zur visuellen Gestaltung passend zum Unternehmensdesign.

Demnächst soll es möglich sein, dass sich der Copilot selbst Bilder von einer dafür definierten Sharepoint-Bibliothek ziehen kann. In Teams kann Copilot auf Wunsch sowohl auf Transkripte als auch auf den Chatverlauf zugreifen. So soll es in Kürze möglich sein, den Assistenten beispielsweise nach unbeantworteten Fragen suchen zu lassen. In Outlook kann Copilot bei der Priorisierung der eingegangenen E-Mails helfen, abhängig von Inhalt und Absender. Dabei kann der KI-Assistent E-Mails nicht nur auflisten, sondern auch eine Zusammenfassung geben und begründen, warum die Nachricht als wichtig angesehen wird. In Word kann Copilot künftig nicht nur auf das Web und auf Dokumente zugreifen, sondern auch auf E-Mails und die Inhalte von Teams-Meetings, um basierend auf diesen Daten aus einem Prompt einen Textentwurf zu machen. Zudem gibt die KI Hilfen für die richtige Formulierung von Prompts. Copilot für Onedrive soll bei der Suche nach relevanten Dateien helfen. Dabei kann die KI Zusammenfassungen liefern und Unterschiede zwischen unterschiedlichen Versionen einer Datei auflisten.

Copilot Pages und Copilot Agents

Copilot Pages ist eine komplett neue Anwendung auf Basis von Microsoft Loop, die für Copilot-365-Kunden schon verfügbar sein soll. Mit ihr kann man aus einer Konversation mit dem Copiloten eine Seite erstellen und damit dauerhaft erhalten. Sie kann zudem verändert und ergänzt werden. Und es ist möglich, diese Seiten mit Kollegen zu teilen, gemeinsam in Echtzeit weiter zu bearbeiten und mit weiteren Informationen anzureichern. Microsoft bezeichnet das als Multiplayer-Mensch-zu-KI-zu-Mensch-Zusammenarbeit. Copilot Pages soll nicht nur zahlenden Kunden vorbehalten bleiben, sondern auch Nutzern des Gratis-Copilot, sofern diese über einen geschäftlichen Microsoft-Entra-Account verfügen.

Die im Mai dieses Jahres vorgestellten Copilot Agents sind nun ebenfalls allgemein verfügbar. Agents sind mit Copilot Studio erstellte KI-Agenten, die spezialisierte Aufgaben erfüllen sollen. Sie können mit unterschiedlicher Komplexität arbeiten, vom einfachen Agenten, der Informationen sucht und liefert, über fortgeschrittene Assistenten, die auch Handlungsempfehlungen geben können bis hin zu sehr komplexen Vertretern ihrer Art. Letztere arbeiten fast vollkommen autonom. Sie können eigene Entscheidungen treffen, andere Agenten in Anspruch nehmen und auch selbst Kontakt zu Usern aufnehmen, um Hilfe anzufordern. Laut Microsoft lernen Copilot Agenten durch Anwender-Feedback.

Copilot Studio soll keine tiefgreifenden Programmierkenntnisse erfordern, sondern nutzt selbst KI beim Entwurf von Assistenten. Die Agenten lassen sich mittels Copilot Studio in Microsoft Teams, in mobilen Apps oder in Webseiten einbinden. Bereits erstellte Agenten werden im App-Store von Teams angeboten. IT-Administratoren können den Store kuratieren. Mit der zweiten Copilot-Welle kommt zudem die Option, Agenten direkt aus dem Microsoft 365 Copilot Business Chat (BizChat) oder aus Sharepoint heraus zu erstellen. Bei Sharepoint genügt dafür ein Klick. Die BizChat-Option wird laut Microsoft in den kommenden Wochen ausgerollt, der Sharepoint-Agent geht im Oktober in die Preview-Phase.

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