CERN hilft mit ‚openlab’ bei der Entwicklung des Datenspeichers der Zukunft

Materie besteht zu 99,99 Prozent aus Leere. Wie speichert man den Rest?

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Kann Speicher-Hardware Speicherprobleme des CERNs lösen?

Das LHC-Experiment läuft seit drei Jahren und hat noch viele Jahre vor sich, und Dissertori schätzt, dass das CERN bisher erst 1 Prozent aller Daten daraus gesammelt hat. Um die Daten möglichst optimal zu nutzen, ist das CERN daran interessiert, intensiv an allen Entwicklungen in den Bereichen Datenspeicherung, Cloud-Technologien, Datenanalysen und Datensicherheit beteiligt zu sein, die die Grenzen der bekannten Techniken überschreiten.

Eine 45 minütige Präsentation von Guenther Dissertori über die Leere des Raumes, der Materie und der Kräfte, die das Universum gestalten.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat das CERN „openlab“ eingeführt, eine einzigartige öffentlich-private Partnerschaft zwischen dem CERN und allen interessierten IT-Unternehmen, um die Entwicklung innovativer Lösungen für die weltweite LHC-Community zu beschleunigen.

Im Rahmen dieser Initiative erhält das CERN Zugang zu frühen Entwicklungen neuer Techniken und kann mit Partnern zusammenarbeiten, um erstens die technischen Grenzen auszureizen und sich zweitens zu vergewissern, dass die jeweilige Technik für das CERN die akuten Speicherprobleme lösen könnte.

Eine klassische Win-Win-Situation, da die Testzyklen sehr kurz sind und Unternehmen von den strengsten Testumgebungen für ihre Technologien profitieren, um dann CERN-gestählte Produkte einem großen Markt anbieten zu können.

Speichern respektive aktiv Archivieren

Das CERN ist sicherlich das Extrembeispiel für wachsende Datenmengen, aber Unternehmen aller Arten stehen vor ähnlich generellen Herausforderungen: Sie müssen riesigen Datenvolumen verarbeiten und die Daten auf sichere, flexible und erschwingliche Weise speichern.

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Unabhängig davon, ob das Ziel darin besteht, 14 Millionen Selfies, 14 Milliarden Tweets oder 14 Millionen Forschungs-Heuhaufen zu speichern, können Unternehmen wie auch die Forscher beim CERN im Rahmen des openlab-Programms, bessere Lösungen für alle entwickeln. Auf Open Source basierende Lösungen, die den Weg zum softwaredefinierten Rechenzentrum beschreiten, scheinen die besten Voraussetzungen dafür zu haben.

Tarkan Maner, CEO von Nexenta und Moderator des OpenSDx Summit, kommentierte nach der Präsentation, die viele der Zuhörer sehr beeindruckte: „Ich bin erstaunt, was für großartige Leistungen im Laufe vieler Jahre am CERN erbracht worden sind.

Wir bei Nexenta wissen bereits viel darüber, wie wir die Datenflut der Zukunft angehen sollten. Die Präsentation von Professor Dissertori hat meine Überzeugung bestätigt, das nur offene, softwaredefinierte Lösungen in der Lage sein werden, datenhungrige Unternehmen oder Forschungsprojekte wie die des CERN zu unterstützen.“

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