Siemens-Studie stellt enormes ungenutztes Potenzial fest Mangel an relevanten Daten erschwert die Dekarbonisierung

Quelle: Pressemitteilung Siemens Smart Infrastructure 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz erfordern spezifische Daten und Datenquellen, Trotzdem oder gerade deshalb gelten Verfügbarkeit und Zugang zu den richtigen Daten als zentrale Herausforderung für Dekarbonisierungsmaßnahmen.

Der -Siemens-Bericht untersucht, inwieweit Informations- beziehungsweise Datentechnik die Dekarbonisierung beschleunigen kann.(Bild:  Siemens Smart Infrastructure)
Der -Siemens-Bericht untersucht, inwieweit Informations- beziehungsweise Datentechnik die Dekarbonisierung beschleunigen kann.
(Bild: Siemens Smart Infrastructure)

Siemens Smart Infrastructure hat eine neue Studie mit dem Titel „Digital Transformation, Sustainable Returns: The New Pathway of Infrastructure“ veröffentlicht, die auf einer Umfrage von 650 Führungskräften basiert. Die Studie untersucht, wie Digitalisierung die Dekarbonisierung beschleunigt und die weltweite Infrastruktur transformiert, insbesondere in den Bereichen Energie, Gebäude und industrielle Prozesse.

Die Ergebnisse verdeutlichen, wie intelligente Infrastruktur Dekarbonisierung, Ressourceneffizienz sowie Zusammenarbeit ermöglicht, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Trotz erheblicher Fortschritte in den letzten Jahren zeigt sich noch immer ein enormes ungenutztes Potenzial, insbesondere bei datengesteuerten Betriebsabläufen.

Digitalisierung ist für die Dekarbonisierung wesentlich

Einige der zentralen Fragen sind, inwieweit Digitalisierung eine nachhaltigere Infrastruktur ermöglicht, wie essenziell die richtigen Daten sind, um fundierte Entscheidungen auf dem Weg zu Netto-Null zu treffen, und welche Technologien von Führungskräften als besonders positiv und wirkungsvoll angesehen werden. Als bedeutender Vorteil für Unternehmen werden digitale Plattformen gesehen. Die Befragten heben vor allem Skalierbarkeit, Zeit- und Kosteneffizienz, schnellere Implementierung, Zuverlässigkeit und Interoperabilität als die fünf größten Pluspunkte bei einer Integration hervor.

Thomas Kiessling, CTO von Siemens Smart Infrastructure, erläutert: „Die Digitalisierung ist ein zentraler Treiber für Nachhaltigkeit, wobei die Dekarbonisierung unserer Gebäude, Netze und Infrastruktur bereits mit den heute verfügbaren Lösungen in greifbarer Nähe ist. Da beispielsweise das IoT die Kosten für intelligente Gebäudetechnologie reduziert, können wir Systeme vernetzen, den Energieverbrauch reduzieren und enorme Einsparungen erzielen.“

Um die Dekarbonisierung zu beschleunigen und wichtige Klimaziele zu erreichen, müssten digitale Technologien wie KI und IoT transformativ genutzt werden. „Die Lösungen dafür existieren bereits, die Einsparungen sind offensichtlich – es gibt keinen Grund, nicht jetzt zu handeln“, so Kiessling.

Datenmangel als große Herausforderung

Deutlich wird, dass digitale Technologien eine entscheidende Rolle dabei spielen, den CO₂-Fußabdruck zu reduzieren, den Ressourceneinsatz zu optimieren sowie erneuerbare Energien zu integrieren. 55 Prozent der Befragten geben an, dass digitale Technologien ein erhebliches oder enormes Potenzial haben, die Dekarbonisierung ihrer Betriebsabläufe voranzutreiben. Allerdings sehen 45 Prozent wenig oder gar kein solches Potenzial, was darauf hindeutet, dass das Zusammenspiel von Digitalisierung und Dekarbonisierung möglicherweise nicht vollständig bewusst ist.

Eien der Fragen der Studie lautet: Wie weit sind Organisationen bei der Entwicklung eines datengesteuerten Managements von Systemen, Ressourcen oder Infrastrukturen vorangekommen? (Bild:  Siemens Smart Infrastructure)
Eien der Fragen der Studie lautet: Wie weit sind Organisationen bei der Entwicklung eines datengesteuerten Managements von Systemen, Ressourcen oder Infrastrukturen vorangekommen?
(Bild: Siemens Smart Infrastructure)

Intelligentere, vernetzte Infrastruktur ist entscheidend für ein effizientes Energie-Management. Obwohl 54 Ürozent der Befragten angeben, dass ihre Unternehmen ausgereifte oder weit fortgeschrittene datengesteuerte Betriebsabläufe aufweisen, deckt die Studie auch auf, dass die Verfügbarkeit von Daten eine der größten Herausforderungen für Dekarbonisierungsmaßnahmen darstellt. Ein beträchtlicher Anteil der Befragten gibt an, dass nur wenige oder gar keine Daten in Bereichen verfügbar sind, die für die Förderung von Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz entscheidend sind: So mangelt es bei 44 Prozent der Unternehmen an Emissionsdaten, bei 46 Prozent an Leistungsdaten von Anlagen und Maschinen und bei 30 Prozent an Energieverbrauchsdaten.

Und auch wenn Daten verfügbar sind, sehen sich die Befragten mit Herausforderungen bei deren Nutzung konfrontiert. Ihre Unternehmen sind oft nicht in der Lage, Daten aus verschiedenen Quellen effektiv zu verwalten, zu analysieren und zu nutzen. Einigkeit herrscht darüber, dass die Datenmenge erhöht, sowie deren Qualität und die Verfügbarkeit verbessert werden müssen, um fundierte Entscheidungen für bessere Effizienz- und Nachhaltigkeitsergebnisse zu treffen.

KI als möglicher Schlüssel für die Energiewende

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich, dass KI die Technologie ist, von der die größte positive Auswirkung auf Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz erwartet wird. 33 Prozent der Befragten glauben, dass KI in den nächsten drei Jahren den größten Einfluss haben wird. Gegenwärtig tragen jedoch auch weitere Lösungen erheblich dazu bei, Emissionen zu reduzieren , darunter IoT, digitale Zwillinge, intelligente Netze und Edge-Technologien.

(ID:50250250)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu RZ- und Server-Technik

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung