Blindflug und sporadische Begrenzungen statt klare Richtlinien und Weitblick Kraut und Rüben im Umgang mit Künstlicher Intelligenz

Quelle: Pressemitteilung SAP Leanix 3 min Lesedauer

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In puncto AI Governance gibt es in internationalen Firmen dringenden Handlungsbedarf. Das zeigt eine SAP-Leanix-Umfrage. Zum Beispiel räumen 85 Prozent der Befragten ein, nicht gut oder nur teilweise auf die Einhaltung von AI-Regulierungen vorbereitet zu sein. Der Grund: die Unternehmen befinden sich im Blindflug: Aktuell haben nur 14 Prozent einen umfassenden Überblick über die Nutzung generativer AI.

KI, speziell GenAI, steckt noch in den Kinderschuhen. Und das ist etwa bei Governance-Themen erkennbar. Nur die wenigsten sind gut darauf vorbereitet, die bereits existenten und entstehenden gesetzlichen AI-Vorschriften einzuhalten, denn sie fliegen blind. (Bild:  © uismolinero - stock.adobe.com)
KI, speziell GenAI, steckt noch in den Kinderschuhen. Und das ist etwa bei Governance-Themen erkennbar. Nur die wenigsten sind gut darauf vorbereitet, die bereits existenten und entstehenden gesetzlichen AI-Vorschriften einzuhalten, denn sie fliegen blind.
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Generative AI ist in den Unternehmen angekommen: In 80 Prozent der Firmen nutzen Mitarbeitende bereits deren technologische Möglichkeiten – wenn auch meist noch in begrenztem Umfang. Grundsätzlich erwartet eine große Mehrheit mehr Effizienz durch den Einsatz künstlicher Intelligenz, knapp die Hälfte rechnet auch mit einer signifikanten Verbesserung der Arbeitsqualität.

Bei denen, die generative AI bislang gar nicht oder nicht intensiv nutzen, rangieren bei den Bedenken mögliche Risiken für die Datensicherheit und Unklarheit über die rechtlichen Auswirkungen ganz oben auf der Liste. Es ist daher nicht verwunderlich, dass drei Viertel der Firmen die Nutzung künstlicher Intelligenz durch Regelungen limitieren (siehe: Bildergalerie).

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In einem Punkt besteht unter allen Befragten große Einigkeit: 90 Prozent halten einen umfassenden Überblick über den Einsatz generativer AI im Unternehmen für wichtig. Relevanz und Realität liegen hier jedoch weit auseinander: Nur 14 Prozent verfügen aktuell über entsprechende Informationen.

Es mangelt an Daten und Zuständigkeiten

In mehr als einem Drittel der Firmen werden diese Daten gar nicht erhoben oder es mangelt an klaren Zuständigkeiten für die Nachverfolgung. Dabei geben fast alle Befragten an, dass sie sich im Unternehmen mit einem Rahmenwerk für AI Governance befassen oder befassen sollten.

Offenbar sind diese Aktivitäten aber nicht ausreichend oder zielführend; denn insgesamt sehen sich nur 15 Prozent der befragten Unternehmen gut darauf vorbereitet, die existierenden und gerade entstehenden gesetzlichen Richtlinien für den Einsatz künstlicher Intelligenz einzuhalten.

Die Einführung generativer AI ist in ihrer Bedeutung vergleichbar mit dem Entstehen sozialer Medien, dem Launch des Smartphones oder dem Start des Internets, urteilen die Analysten von Forrester. Sie erwarten für die Technologie bis 2030 jährliche Wachstumsraten von 36 Prozent.

Das sehen Analysten voraus

Auch die von Gartner im Jahr 2023 befragten CIOs setzen auf Künstliche Intelligenz: Drei Viertel werden schon 2024 ihre Investitionen in diesem Bereich steigern – und 80 Prozent berichten, dass ihre Unternehmen die vollständige Übernahme der Technologie innerhalb der kommenden drei Jahre planen. IDC geht davon aus, dass die weltweiten Ausgaben für AI-Lösungen in 2027 bei über 500 Milliarden Dollar liegen werden.

Doch die Experten weisen auch auf die Schwierigkeiten hin, die kurzfristig die Verbreitung und den Produktivitätsgewinn generativer AI behindern werden, zum Beispiel die Unklarheit über Regulierungen, mögliche Fragen zu Eigentumsrechten oder ethische Bedenken. Nach einer Untersuchung von McKinsey aus dem Jahr 2023, in der nur 21 Prozent der Befragten angeben, dass im Unternehmen bereits umfassende Richtlinien für die AI-Nutzung erstellt wurden (siehe: Bildergalerie).

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Zugleich wäre genau das aber wichtig. Gartner prognostiziert, dass weltweit die Hälfte aller Regierungen bis zum Jahr 2026 den Einsatz verantwortungsvoller künstlicher Intelligenz regulieren wird. Am weitesten fortgeschritten ist die Europäische Union: Das Europäische Parlament hat im März 2024 dem „EU AI Act“ zugestimmt, der zwei Jahre nach der offiziellen Veröffentlichung, die für diesen Sommer erwartet wird, vollständig in Kraft treten wird.

Sind die Unternehmen auf die Einhaltung der bereits bekannten sowie der gerade entstehenden Vorschriften gut vorbereitet? Bemerkenswert: Fast 20 Prozent der befragten IT-Experten wissen das nicht.

Von denen, die Auskunft geben können, verneint ein Drittel diese Frage komplett. Die Mehrheit von 52 Prozent fühlt sich zumindest teilweise gerüstet. Doch nur 15 Prozent bestätigen, auf die AI-Regulierungen in den Regionen vorbereitet zu sein, in denen das Unternehmen tätig ist.

Über die Studie „Leanix AI Survey 2024“

Unterschiedliche Fallzahlen in den Charts ergeben sich aus dem Ausschluss von Befragten, die zu einzelnen Punkten keine Angabe machen konnten/wollten. Für eine bessere Lesbarkeit werden die Ergebnisse in diesem Report mit Prozentwerten ohne Nachkommastellen dargestellt. Ergibt die Addition dieser Werte nicht exakt 100 Prozent, ist dies auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen.(Bild:  Leanix)
Unterschiedliche Fallzahlen in den Charts ergeben sich aus dem Ausschluss von Befragten, die zu einzelnen Punkten keine Angabe machen konnten/wollten. Für eine bessere Lesbarkeit werden die Ergebnisse in diesem Report mit Prozentwerten ohne Nachkommastellen dargestellt. Ergibt die Addition dieser Werte nicht exakt 100 Prozent, ist dies auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen.
(Bild: Leanix)

Leanix hat von Dezember 2023 bis Januar 2024 insgesamt 226 internationale Kunden online zum Einsatz generativer AI im Unternehmen befragt. Überwiegend arbeiten die Befragten in ihren Unternehmen als Enterprise Architekten und sind damit die Spezialisten für die IT-Landschaft ihrer Organisation.

Die meisten Teilnehmenden der Studie kommen aus Europa (71 Prozent) und den USA (19 Prozent). Im Hinblick auf die Unternehmensgröße stellt sich die Stichprobe ausgewogen dar.

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