Trancparency Center gegen Spionage-Verdacht

Kaspersky baut erstes europäisches Rechenzentrum - in der Schweiz

| Redakteur: Ulrike Ostler

Kaspersky will den Spionage-Verdächtigungen mit Rechenzentrum in der Schweiz entgegentreten.
Kaspersky will den Spionage-Verdächtigungen mit Rechenzentrum in der Schweiz entgegentreten. (Bild: gemeinfrei - PixxlTeufel/Pixabay / CC0)

Wie die Nachrichtenagentur Reuters gestern berichtete, beabsichtigt Kaspersky Lab ein eigenes Rechenzentrum in der Schweiz eröffnen. Offenbar will das Unternehmen auch damit den Zweifeln westlicher Behörden und amerikanischer Verdächtigungen von Spionage durch die Russen entgegentreten.

Die amerikanischen Vorwürfe, dass Russland über Kaspersky-Software auf die Kunden des Sicherheitsunternehmens blickt, seien ein Grund für das europäische Rechenzentrum, so Reuters. Kaspersky hat jedoch immer bestritten, dass Russland in der Lage war, über die Sicherheitssoftware zu spionieren.

Das Unternehmen erwägt auch eine weitere Klage gegen die USA. Infolge der Vorwürfe durften US-Regierungsbehörden keine Kaspersky-Software mehr verwenden.

Doch diese Vorwürfe der russischen Spionage sind nicht der einzige Grund für die Einrichtung eines Rechenzentrums in Europa, beruft sich Reuters auf eine anonyme Quelle. Das Unternehmen sei dabei, seine F&E-Infrastruktur zu verändern, heißt es.

Bis jetzt will Kaspersky nicht auf die Nachrichten reagieren. In einer Verlautbarung des Unternehmens steht jedoch: „Um die Versprechen unserer Global Transparency Initiative auch weiterhin einzuhalten, schließen wir die Pläne zur Eröffnung des ersten Transparency Centers des Unternehmens in diesem Jahr ab. Das wird in Europa sein.“

Die ersten Arbeiten an dem Datacenter sollen in Kürze beginnen. Das Rechenzentrum soll dann bis Anfang 2020 fertig sein. Laut Reuters sollen in dem Schweizer Zentrum dann von den Anti-Virus-Programmen von Kaspersky als verdächtig eingestufte Dateien von Dutzenden Millionen Kunden in den USA und der Europäischen Union gesammelt und analysiert werden. Daten von Kunden aus anderen Ländern würden dagegen weiter über das Zentrum in Moskau laufen.

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