Das gesamte Produktportfolio entscheidet über TCO Ist Vmware zu teuer? Ein Vergleich der Virtualisierungsplatformen
Pünktlich zur Vmworld 2008 hat Microsoft eine marktschreierische Seite im Internet gepostet: VMwarekostetzuviel. Mit Kampfpreisen versucht Microsoft, zum Marktführer aufzuholen. Doch reine Produktkosten sind nicht alles.
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In der amerikanischen Presse wird oft der Vorwurf gegen Vmware, den Marktführer in Sachen x86-Virtualisierung, erhoben, seine Produkte seien zu teuer und würden Kunden auf eine Plattform festlegen. Vor allem der kostenpflichtige ESX-Server stand damit in der Kritik, während der Open-Source-Hypervisor XEN oder Virtual Box kostenlos war.
Das hat sich geändert, auch Vmware stellt in der Zwischenzeit seinen neuen embedded Hypervisor ESXi kostenlos zum Download zur Verfügung. Der Hypervisor ist ein reines Commodity-Produkt geworden, aber er ist der entscheidende Schlüssel für die Plattformwahl.
Ein einfacher Preisvergleich der Plattformen von Vmware, Citrix, Microsoft oder Virtual Iron greift zu kurz. Denn es spielen sehr viele Faktoren eine Rolle, die letztlich über die Total Cost of Ownership entscheiden. Daneben gibt es Xen-basierte Lösungen wie die xVM-Architektur von Sun, Oracle, Novell oder Red Hat oder die Betriebssystemvirtualisierung von Parallels, die jeweils auf ein spezifisches Segment beziehungsweise auf eine Herstellerplattform abgestimmt sind.
Leistung und Skalierung
Wer heute eine Lizenz von Vmwares Virtual Infrastructure Enterprise für 6.958 Dollar kauft, erhält einen Hypervisor plus die Lizenz für zwei CPUs und ein Jahr Support. Der Leistungsumfang ist unter allen Anbietern bisher der größte und deckt alle Anforderungen an eine Infrastruktur für Rechenzentren ab. Dazu gehört neben dem für einen geschäftskritischen Betrieb essentiellen Modul für Hochverfügbarkeit und automatischer Lastverteilung auch das Consolidated Backup und Unterstützung für symmetrisches Multiprozessing. Vmotion ist eine im Paket enthaltene Grundlagentechnologie, die es ermöglicht, virtuelle Maschinen im laufenden Betrieb zwischen Servern zu verschieben. Diese Technik ist die Grundlage für alle weiteren Managementfunktionen wie Hochverfügbarkeit.
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