Fehlerkorrektur im Holozän IQM bringt eine neue Produktlinie von Quantencomputern auf den Markt

Quelle: Pressemitteilung IQM 2 min Lesedauer

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Das finnische Unternehmen IQM bringt mit „Halocene“ eine neue Produktlinie von Quantencomputern zur Fehlerkorrektur auf den Markt. Sie beginnt mit einem 150-Qubit-System, das bis Ende 2026 ausgeliefert werden soll, und wird bis zu 1.000 Qubits erweitert.

IQM hat den Quantencomputer „Halucene“ entwickelt, um Quantenfehlerkorrekturen zu ermöglichen. (Bild:  IQM)
IQM hat den Quantencomputer „Halucene“ entwickelt, um Quantenfehlerkorrekturen zu ermöglichen.
(Bild: IQM)

IQM beschäftigt über 300 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in Finnland sowie Niederlassungen in Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Polen, Spanien, Singapur, Südkorea und den Vereinigten Staaten. Das Ziel des Anbieters von supraleitenden Quantencomputern ist es, Anwendern aus Supercomputing-Zentren, Forschungseinrichtungen und Universitäten die Möglichkeit zu geben, mit einer offenen Plattform Innovationen in der Quantenfehlerkorrekturforschung zu entwickeln.

Das Holozän

Halocene, zu Deutsch: das Holozän, ist die geologische Epoche, die seit dem Ende der letzten Eiszeit vor rund 11.000 Jahren andauert und als Warmzeit oder Nacheiszeit gilt. Es ist geprägt von einem relativ stabilen Klima, das die Entwicklung menschlicher Hochkulturen begünstigte.

Bis jetzt habe das Unternehmen weltweit mehr lokale Quantensysteme verkauft als jeder andere Hersteller und erwartet, dass die neue Halocene-Produktlinie das Umsatzwachstum des Unternehmens weiter beschleunigen wird. Nach Herstellerangaben basiert die neue Produktlinie auf einem offenen und modularen Fehlerkorrektur-Stack, der es Endnutzern ermöglicht, verschiedene Funktionen zur Quantenfehlerkorrektur zu testen und auszuführen. Die Anwendern können ihre Fehlerkorrekturfähigkeiten und ihre Fehlerkorrekturforschung voranzutreiben und mit logischen Qubits geistiges Eigentum zu schaffen.

Darüber hinaus wird die Halocene-Produktlinie die Ausführung von Noisy Intermediate Scale (NISQ)-Algorithmen und die Entwicklung von Techniken zur Fehlerminderung ermöglichen. Die erste Version von IQM Halocene wird ein 150-Qubit-Quantencomputer mit dieser Fehlerkorrekturfunktion sein und soll bis Ende 2026 auf den Markt kommen.

Dr. Jan Goetz ist Quantenphysiker, Co-CEO und Mitbegründer von IQM Quantum Computers. Jan Goetz promovierte an der TU München über supraleitende Quantenschaltungen und arbeitete als Marie-Curie-Stipendiat in Helsinki an der Aalto-Universität, wo er den Titel eines Dozenten innehat. Im Jahr 2018 gründete Dr. Goetz zusammen mit anderen IQM als Spin-off der Aalto-Universität und des VTT Technical Research Center of Finland und hat seitdem über 600 Millionen Dollar Kapital für das Unternehmen aufgebracht.(Bild:  IQM)
Dr. Jan Goetz ist Quantenphysiker, Co-CEO und Mitbegründer von IQM Quantum Computers. Jan Goetz promovierte an der TU München über supraleitende Quantenschaltungen und arbeitete als Marie-Curie-Stipendiat in Helsinki an der Aalto-Universität, wo er den Titel eines Dozenten innehat. Im Jahr 2018 gründete Dr. Goetz zusammen mit anderen IQM als Spin-off der Aalto-Universität und des VTT Technical Research Center of Finland und hat seitdem über 600 Millionen Dollar Kapital für das Unternehmen aufgebracht.
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Jan Goetz, Co-CEO von IQM Quantum Computers, sagt: „Halocene ist das Ergebnis der gemeinsamen Entwicklung unserer Technologieplattform mit unseren Partnern und Kunden, während wir gemeinsam ein florierendes Quanten-Ökosystem aufbauen. Unser Ziel ist es, unseren Anwendern die beste Leistung und Kontrolle auf Systemebene zu bieten, um komplexe Probleme zu lösen.“

In Zukunft wird IQM Halocene-Produkte mit mehr als 1.000 Qubits auf den Markt bringen, kündigt er an. Dieser Zeitplan stehe im Einklang mit der ehrgeizigen Roadmap des Unternehmens, die wichtige Meilensteine für Demonstratoren der Quantenfehlerkorrektur und einen Weg zur Verwirklichung fehlertoleranter Quantencomputer bis 2030 umreißt.

Dr. Välimäki ist Co-CEO von IQM Quantum Computers. Er hat mehrere Technologieunternehmen gegründet und geleitet und war Vorstandsmitglied sowohl in Start-ups als auch in börsennotierten Unternehmen. Nach der Gründung war er Vorsitzender von IQM und gehörte dem Vorstand an, bis er als Co-CEO in die Geschäftsleitung eintrat, um das Unternehmen zu vergrößern.(Bild:  IQM)
Dr. Välimäki ist Co-CEO von IQM Quantum Computers. Er hat mehrere Technologieunternehmen gegründet und geleitet und war Vorstandsmitglied sowohl in Start-ups als auch in börsennotierten Unternehmen. Nach der Gründung war er Vorsitzender von IQM und gehörte dem Vorstand an, bis er als Co-CEO in die Geschäftsleitung eintrat, um das Unternehmen zu vergrößern.
(Bild: IQM)

Mikko Välimäki, Co-CEO von IQM, der die Geschäftsfunktionen des Unternehmens leitet, sagt: „Wir sind bereit, IQM Halocene-Vor-Ort-Systeme weltweit zu bauen und auszuliefern, wobei die ersten Installationen bereits Ende 2026 beginnen sollen,“

Das Neuartige

Mit dieser Ankündigung vollziehe das Unternehmen den Übergang zum Aufbau fehlertoleranter Systeme, die Zugang zu Quantenfehlerkorrektur bieten, heißt es von IQM. Das Halocene-System baut auf der bestehenden „IQM Radiance“-Produktlinie auf, die für die NISQ-Quantenberechnung entwickelt wurde.

Doch das erste Halocene-System wird eine IQM Crystal-Quantenprozessoreinheit (QPU) enthalten, die eine physikalische Zwei-Qubit-Gattertreue von 99,7 Prozent und zusätzliche Fehlerkorrekturfunktionen anstrebt.

Die neuen Fehlerkorrekturfunktionen können die Systemsoftware und -hardware verbessern und die Forschung an bis zu fünf logischen Qubits sowie die Implementierung von Clifford-Gates ermöglichen. Darüber hinaus enthält das System einen offenen und transparenten Quantenfehlerkorrektur-Stack, eine modulare Decoder-Architektur und Unterstützung für „Nvidia NVQLink“.

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