Genaue Kenntniss der ESX-Serveranforderung notwendig

I/O-Virtualisierung richtig anwenden und Kapazitäten sparen

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Anwender, die nur die Servervirtualisierung kennen, starten damit, vNICs zu erzeugen und sie dann unnötig einem physikalischen Ports zuzuweisen. Aber wieviel Bandbreite benötigt die ESX Service Console wirklich? Wie viele Service Consolen lassen sich mit auf einem Paar Gigabit-Ethernet-Links betreiben?

Die typische ESX Service Console erzeugt 50Mbps, also lassen sich leicht zehn Service Console über einen einzigen Gigabit Ethernet Link betreiben, wobei noch immer genügend Bandbreite übrig bleibt.

I/O-Virtualisierung implementieren

Dieses Beispiel nutzt einen Xsigo VP780 I/O Director in Verbindung mit VMware Infrastructure 3 (VI3). Das Konzept lässt sich aber auf alle Installationen übertragen. In einem Rechenzentrum sind beispielsweise zehn ESX-Hosts mit einem VP780 I/O Director verbunden. Ohne einen I/O Director würde man 60 Gigabit-Ethernet-Ports benötigen, (sechs Ports per ESX-Host).

Angenommen, die Service Console für jeden ESX-Host erzeugt durchschnittlich 60Mbps Traffic. Die zehn Service Consoles würden zusammen 600Mbps auf einem Gigabit-Ethernet-Port erzeugen. Verteilt man diese Last zusätzlich auf einen zweiten redundanten Gigabit-Ethernet-Port, muss jeder ungefähr 300 Mbps bewältigen.

Für jeden ESX-Server müssten also zwei vNICs definiert werden, vNIC1 und vNIC2. Jeder wird ein Port auf dem VP780-Chassis zugewiesen und jede vNIC hat einen Uplinks zum vSwitch0, der die Verbindungen zur ESX Service Console hostet. Die eine Hälfte der ESX-Server nutzt vNIC1 als primären Uplink für ihren vSwitch, die andere vNIC2. Diese Konfiguration stellt die Performanceanforderungen sicher und bietet gleichzeitig Redundanz. Dabei reduziert sie die benötigten Ports um 90 Prozent, von 20 auf zwei.

Die Netzwerkverbindungen für VMotion lassen sich in gleicher Art einrichten, allerdings muss ein anderer Faktor berücksichtigt werden. Der VMotion-Traffic spielt sich im Allgemeinen fast ausschließlich innerhalb einer Serverfarm ab.- Deshalb kann man die Funktion „Inter-vNIC Switching“ ausnutzen. Dabei switcht der VP780 den Verkehr zwischen vNICs auf derselben I/O-Karte und innerhalb desselben VLANs in einem Chassis. Dass reduziert die Zahl der benötigten Ethernet-Verbindungen. Werden beispielsweise 75 Prozent des VMotion-Traffic zwischen Host über den I/O Director geleitet, reduziert sich die Zahl der Verbindungen von 20 (zehn Server mit zwei Verbindungen) auf fünf, unabhängig davon, wie oft VMs verschoben werden.

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