Dezentrales Energie Management System im Einsatz bei Sappi Intelligente Planung für optimale Energieversorgung
Ein großer Teil der Betriebskosten in der Papierindustrie wird durch den hohen Energieverbrauch verursacht. Für eine bedarfsgerechte Planung und Steuerung der Energieerzeugung und -verteilung setzen die South African Pulp and Paper Industries (Sappi) deshalb auf das Dezentrale Energie Management System (DEMS) von Siemens IT Solutions and Services.
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Energieeffizienz und Ressourcenschonung sind zentrale Themen unserer Zeit und bieten für die Industrie Herausforderungen und Chancen zugleich. Immer strengere Umweltschutzauflagen, ein verschärfter Wettbewerb sowie steigende Strompreise lassen die Unternehmen nach innovativen Lösungen suchen. Besonders energieintensive Produktionsbetriebe wie Papierhersteller sehen Handlungsbedarf, denn die Aufwendungen für Energie machen etwa zehn Prozent ihrer Herstellungskosten aus.
Energiehunger der Produktion durch Selbstversorgung abfedern
Der Papier- und Zellstoffhersteller South African Pulp and Paper Industries (Sappi) verfügt deshalb in Gratkorn bei Graz über ein eigenes Kraftwerk, denn der Standort benötigt ganze 800 Gigawattstunden Energie im Jahr für die Papiererzeugung. Das entspricht in etwa dem Verbrauch einer mittleren Kleinstadt.
„Für die Produktion wird in Gratkorn Energie in Form von elektrischem Strom und thermischer Energie, das heißt Wasserdampf, in verschiedenen Druckstufen, benötigt. Mit dem Kraftwerk decken wir unseren Bedarf vollkommen selbstständig“, erklärt Herbert Habersatter, Technischer Leiter von Sappi Europe. „Denn wir gewinnen hier Energie aus Gas, Kohle und Lauge als Abfallprodukt aus der Zellstoffproduktion sowie aus Holzreststoffen.“
weiter mit: Sappi setzt auf Nachhaltigkeit und DEMS
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