Dezentrales Energie Management System im Einsatz bei Sappi

Intelligente Planung für optimale Energieversorgung

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Preisoptimierte Energieversorgung

Seit der Installation von DEMS ermittelt Sappi die Produktionsplanungsdaten für den nächsten Tag auf Basis empirischer Datenanalysen. Dabei erstellt die Anwendung Prognosen zum Strom-, Gas- und Dampfverbrauch für sämtliche Anlagen des Papierherstellers und bildet den Bedarfsverlauf in einem 15-minütigen Raster ab.

Das Besondere daran: In diesem wird auch die voraussichtliche Preisentwicklung für den Ein- und Verkauf von Strom über den gesamten Tag berücksichtigt. So kann es beispielsweise nachts günstiger sein, Strom einzukaufen, als ihn selbst herzustellen. In den Morgenstunden zwischen sieben und neun, wenn der Strombedarf Höchstwerte erreicht, lassen sich mit der Einspeisung ins Netz hingegen Gewinne erwirtschaften. Läuft Sappis Kraftwerk beispielsweise mit rund 110 Mega-Watt Leistung, verbraucht das Werk 90 bis 95 MW selbst. An die 15 MW gibt es an das öffentliche Netz ab.

All diese Faktoren zusammen genommen ermöglichen eine optimierte Planung für nachhaltige Energieeffizienz und -kosten. Zusätzlich lassen sich der Befüllungsgrad der vorhandenen Brennstoffe sowie die Informationen zu Emissionskosten und -auflagen abbilden. Da der Energiebedarf in 15-minütigen Zeitintervallen prognostiziert wird, Kann Sappi zudem seine einzelnen Brennanlagen punktgenau starten. Das senkt die Stand-by-Kosten auf ein Minimum.

Kosten sparen durch Optimierungsplanung

Von DEMS profitieren Werk und Umwelt gleichermaßen: Die vorausschauende Planung sorgt für maximale Kostenersparnis – sowohl hinsichtlich der eigenen Anlageneffizienz als auch hinsichtlich des An- und Verkaufs von Energie. „Das dezentrale Energiemanagementsystem hat einen wesentlichen Anteil daran, dass die Versorgungssicherheit für unsere Produktionsanlagen messbar gestiegen ist. Dadurch ist Sappi Gratkorn im Sinne der Umwegrentabilität in der Lage, Energie zu geringeren Kosten herzustellen als es vorher der Fall gewesen ist“, resümiert Habersatter. Dadurch erreichte das Unternehmen den Return on Invest (RoI) bereits nach dem ersten Jahr. Darüber hinaus funktioniert die Ressourceneinteilung effizienter, es wird weniger Brennstoff benötigt und der CO2-Ausstoß ist deutlich geringer.

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