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Intelligentes Management von Rechenzentren

In vier Schritten zu mehr Energie-Effizienz im Datacenter

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3. Freie Kühlung verwenden

Die so genannte freie Kühlung nutzt die Außenluft, um das Rechenzentrum zu kühlen. Das Konzept eignet sich für Bedingungen mit einer Außen-Lufttemperatur von maximal 15 Grad und kann automatisch erfolgen, sobald die Außentemperatur unter diesen Wert fällt. Dann wird das Kühlwasser durch ein Freikühlungssystem geführt und von der Umgebungsluft abgekühlt.

Aus dem Bitkom-Leitfaden: "Energie-Effizienz im Rechenzentrum, Band 2".
Aus dem Bitkom-Leitfaden: "Energie-Effizienz im Rechenzentrum, Band 2".
(Bild: Bitkom)

Bei der Freien Kühlung unterscheidet man zwischen der direkten und der indirekten Kühlung. Bei der direkten freien Kühlung wird die Außenluft direkt in das Rechenzentrum geleitet, wohingegen bei der indirekten freien Kühlung die Außenluft genutzt wird, um einem Kühlmedium Wärme zu entziehen.

4. Intelligente Beleuchtungssysteme nutzen

In den meisten Rechenzentren erfolgt die Beleuchtung noch über herkömmliche Leuchtstoffröhren mit hohem Stromverbrauch. Deutlich energiesparender ist der Einsatz von LEDs. Die Umrüstung auf die moderneren Leuchtmittel ist jedoch mitunter kostenintensiv.

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Das Fazit des Autors

Die Betriebskosten eines Rechenzentrums machen einen Großteil der Gesamtkosten des Datacenter aus. Mithilfe moderner Messtechnik und intelligenter Beleuchtungs- und Kühlsysteme lässt sich der Energiebedarf eines Rechenzentrums reduzieren und damit erhebliche Kosteneinsparungen erzielen.

So hilft eine Optimierung der Energie-Effizienz im Rechenzentrum beispielsweise dabei, infrastrukturbedingte Grenzen beim Stromverbrauch nicht zu erreichen und teure Neu-Investitionen zu vermeiden. Und nicht zuletzt stellen eine Reduktion des Energiebedarfs im Rechenzentrum und die damit verbundenen positiven Auswirkungen auf die Umwelt per se eine sinnvolle Investition in die Zukunft dar.

Wer diese Kosten scheut, kann mithilfe praktischer Energieregler auch bei herkömmlicher Beleuchtung Strom sparen. Der Trick: Herkömmliche Leuchtstoffröhren laufen zwar in der Praxis mit 230 Volt, funktionieren aber auch bei einer Spannung von nur 210 Volt.

Moderne ein- oder mehrphasige Energieregler verringern die Eingangsspannung und optimieren damit die Netzspannung für Beleuchtungsanlagen. Mit ihrer Hilfe lässt sich die Spannung im Beleuchtungsstromkreis um bis zu 43 Volt senken, ohne spürbare Veränderungen in der Lichtleistung. Werden Energieregler eingesetzt, sind Energie-Einsparungen von bis zu 30 Prozent möglich, ohne dass die bestehende Beleuchtung erneuert werden muss.

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Portfolio von Assmann Electronic für Energie-effiziente Rechenzentren
  • Metering Steckdosenleisten mit Aluminiumprofil, 7-fach, mit integrierten Mess-/Auswertungsmöglichkeiten für TCP/IP-Netzwerke
  • Seitenkühler für Kaltwasser- oder Kältemittelbetrieb (optional mit Stromerzeugung): Seitenkühler, offenes System, CW, 30 mm x 2000 mm x 1000 mm
  • Kalt- oder Warm-Gang-Einhausung: Schiebtüren, Gangdächer, aus Stahlblech und ESG/VSG-Glas, zur Abdichtung der Gänge, zur Befestigung am Rack
  • Lighting Energy Controller: Energieregler, der die Eingangsspannung verringert und somit die Netzspannung der Beleuchtungsanlage optimiert, ermöglicht Energieeinsparungen bis zu 30 Prozent,
  • •ktive Doppelbodenplatten mit Kaltwasser betrieben, für spezielle Anwendungen im Rechenzentrum, besonders für Rechenzentrums-Umbau und Erweiterung geeignet, 600 x 600 mm, 350 mm Plattenstärke (ohne Belag), Oberseite mit beliebigem Belag bestückbar, mit EC-Ventilator, Kühlmedium: Wasser oder Glykol-Gemisch.

Die Energieregler lassen sich darüber hinaus auch Klimageräten vorschalten. Lüfter laufen dadurch beispielsweise nicht mehr so heiß und haben somit eine längere Lebensdauer.

Der Autor:

Dirk Doormann ist Business Development Manager Datacenter bei der Assmann Electronic GmbH.

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