Direkter Zugriff für Administratoren auf Server Im Test: KVM-Einschübe für 19-Zoll-Schränke von Element-One, Fokus-Technologies und Maxdata
Obwohl die Arbeit mit Rechnern in 19-Zoll-Schränken in der Regel remote über das Netz abläuft, ist es manchmal unverzichtbar, direkt über die lokale Konsole mit den Systemen zu kommunizieren. So bewähren sich die Lösungen von Element One, Fokus-Technologies und Maxdata in der Praxis.
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Die zu testenden Komponenten wurden in einen Knürr-Schrank eingebaut und mit dem Cybex-Switchview KVM-Switch verbunden, an den die im Schrank vorhandenen Rechner angeschlossen waren. Bei diesen Systemen handelte es sich um Computer mit Centos-, Fedora- und Ubuntu-Linux, sowie unter Windows Server 2003 R2 Service Pack 2 und Windows XP Professional Service Pack 2.
BTS von Element One
Nach dem Einbau des Element-One-KVM-Einschubs stellte sich heraus, dass das Bild auf dem dazugehörigen 15-Zoll-Display in der Auflösung von 1024 mal 768 Bildpunkten zwar sehr gut war, dass aber der Gehäuserahmen zu nah an der Tastatur lag, um ein angenehmes Arbeiten zu ermöglichen. Er kommt einem manchmal in den Weg und stellt ein ernst zunehmendes Hindernis beim Tippen dar. Da das Keyboard hauptsächlich zum Troubleshooting und nicht zum regelmäßigen Arbeiten gedacht ist, wollen wir diesen Kritikpunkt aber nicht zu hoch aufhängen.
Bei der Bedienung des Produkts im laufenden Betrieb ergaben sich keine wirklichen Überraschungen: Auf der Rückseite das Gehäuses finden sich Anschlüsse für Keyboard, Maus und Strom sowie der VGA-Eingang. Auf der Vorderseite wurde der Ein/Ausschalter positioniert, dazu kommt noch ein Kontakt, der das Display beim Schließen des Einschubs automatisch deaktiviert. Das Mauspad befindet sich unten rechts. Unserer Meinung nach wäre es in der Mitte vor der Tastatur angenehmer platziert, da man es an dieser Stelle von den meisten Notebooks her kennt.
Sämtliche Funktionen der Lösung lassen sich über ein On-Screen-Display (OSD) ansprechen, das über einige Knöpfe an der Unterseite des Displays gesteuert wird. Im Wesentlichen gibt es hier Tasten zum Aufrufen des Menüs, zum Bestätigen der Eingaben und zum Navigieren innerhalb der Menüstruktur. Dabei fiel uns auf, dass die Tasten zum Weiterspringen nach Links und Rechts falsch angeordnet waren: Die Taste zum Springen nach Rechts ist auf der linken Seite und umgekehrt. Das führt manchmal zu Verwirrung bei der Eingabe.
Das OSD bietet alles, was man von so einem Produkt erwarten kann: Es gibt sowohl Einstellungen zu Helligkeit, Kontrast, Farbe, Bildposition und Phase, als auch eine Autokonfiguration, die im Test sehr gut funktionierte. Es ist sogar möglich, Factory Resets durchzuführen, die OSD-Konfiguration wie beispielsweise die Position des Menüs auf dem Bildschirm zu beeinflussen und Gamma-Moire-Einstellungen vorzunehmen.
Fazit
Element One liefert mit dem BTS einen Konsoleneinschub mit guter Bildqualität, vielen Funktionen und einer einfachen Bedienerführung. Das Produkt konnte im Test voll überzeugen. Nur die Positionierung der Menütasten ist etwas verwirrend, das spielt aber keine allzu große Rolle, da Administratoren diese Tasten im Betrieb nach erfolgter Konfiguration wohl eher selten benötigen.
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