Milliarden-Deal unter Netzwerkausrüstern HPE übernimmt Juniper für 14 Milliarden Dollar

Von Margrit Lingner 2 min Lesedauer

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Hewlett-Packard Enterprise (HPE) übernimmt den Netzwerkspezialisten Juniper für insgesamt 14 Milliarden Dollar. Damit will HPE vor allem seine Position im margenstarken Netzwerkgeschäft stärken und die KI-Entwicklung im Netzwerkbereich vorantreiben.

Die Übernahme von Juniper Networks durch HPE ist perfekt: HPE legt dafür rund 14 Milliarden Dollar auf den Tisch.(Bild:  HPE)
Die Übernahme von Juniper Networks durch HPE ist perfekt: HPE legt dafür rund 14 Milliarden Dollar auf den Tisch.
(Bild: HPE)

Der Technikkonzern HPE schluckt Juniper Networks, einen führenden Anbieter KI-nativer Netzwerke und zahlt dafür rund 14 Milliarden Dollar. Durch den Zusammenschluss von HPE und Juniper wird das Portfolio von HPE auf wachstumsstärkere Produkte umgestellt, das Netzwerkgeschäft gestärkt und die nachhaltige, Wachstumsstrategie von HPE beschleunigt, teilt das Unternehmen mit.

Durch die Übernahme wird sich das Netzwerkgeschäft von HPE voraussichtlich verdoppeln. Es entsteht vermutlich ein neuer Marktführer im Bereich Netzwerke. Dabei soll unter anderem die Kombination der komplementären Portfolios von HPE und Juniper die Edge-to-Cloud-Strategie von HPE stärken.

Gemeinsam wollen HPE und Juniper Kunden jeder Größe ein komplettes, sicheres Netzwerkportfolio anbieten. Durch den Einsatz von KI will der neue Netzwerkriese bessere Nutzererfahrungen schaffen. Nach Abschluss der Transaktion wird Rami Rahim, CEO bei Juniper, das kombinierte Netzwerkgeschäft von HPE leiten und an Antonio Neri, Präsident und CEO bei HPE, berichten.

Antonio Neri, President und CEO von HPE(Bild:  HPE)
Antonio Neri, President und CEO von HPE
(Bild: HPE)

„Die Übernahme von Juniper durch HPE stellt einen wichtigen Wendepunkt in der Branche dar und wird die Dynamik im Netzwerkmarkt verändern und Kunden und Partnern eine neue Alternative bieten, die ihren höchsten Ansprüchen gerecht wird“, sagt Neri. Er führt weiter aus: „Diese Transaktion wird die Position von HPE an der Schnittstelle der sich beschleunigenden Makro-AI-Trends stärken, unseren gesamten adressierbaren Markt erweitern und weitere Innovationen für Kunden vorantreiben, da wir dabei helfen, die AI-native und Cloud-native Welt zu überbrücken, während wir gleichzeitig einen erheblichen Wert für die Aktionäre generieren.“

Und im Hinblick auf die Zukunft der Mitarbeiter beider Unternehmen setzt er hinzu: „Ich freue mich, die talentierten Mitarbeiter von Juniper in unserem Team willkommen zu heißen, da wir zwei Unternehmen mit komplementären Portfolios und nachweislichen Erfolgen bei der Förderung von Innovationen in der Branche zusammenbringen.“

Rami Rahim, CEO bei Juniper Networks. Rahim ist überzeugt, dass durch den Beitritt zu HPE „Innovationen für Unternehmens-, Service-Provider- und Cloud-Kunden in allen Bereichen, einschließlich Campus, Zweigstelle, Rechenzentrum und Wide Area Network“ vorangetrieben werden können. Er sagt: „Unser Fokus auf innovative, sichere KI-native Lösungen hat die herausragende Leistung von Juniper Networks vorangetrieben.“

Rami Rahim, CEO von Juniper Networks(Bild:  2014 Miles Keep)
Rami Rahim, CEO von Juniper Networks
(Bild: 2014 Miles Keep)

Übernahmebedingungen

Geeinigt haben sich die Verwaltungsräte von HPE und Juniper darauf, dass die Aktionäre von Juniper nach Abschluss der Transaktion 40,00 Dollar pro Aktie in bar erhalten. Der Kaufpreis entspricht einer Prämie von rund 32 Prozent auf den Schlusskurs der Stammaktien von Juniper am 8. Januar 2024, dem letzten vollen Handelstag vor Medienberichten über eine mögliche Transaktion.

HPE will die Übernahme über befristete Kredite in Höhe von 14 Milliarden Dollar finanzieren. Der Abschluss der Transaktion wird für Ende des Kalenderjahres 2024 oder Anfang des Kalenderjahres 2025 erwartet, vorbehaltlich des Erhalts der behördlichen Genehmigungen, der Genehmigung der Transaktion durch die Aktionäre von Juniper und der Erfüllung anderer üblicher Abschlussbedingungen. Es wird erwartet, dass der Zusammenschluss innerhalb von 36 Monaten nach Abschluss eine betriebliche Effizienz und jährliche Kostensynergien von 450 Millionen Dollar erzielen wird.

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