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Eine Komponente kaputt. Na und?

„Als Anwender sieht man die Redundanz der „ftServer“ nicht, man hat nur ein einziges System vor sich, das seine Redundanzen vollständig intern regelt", erläutert Riedel. „Wir haben daher mit diesen Systemen keinen besonderen Schulungs- oder Administrationsaufwand und die Anwendungssoftware können wir auf dem Stratus-Server ohne Anpassungen betreiben.“ Damit unterscheiden sich fehlertoleranten Server deutlich von Cluster-Systemen.
ftServer auf allen Zechen
Die RAG hatte bei der Reorganisation der Bergwerks-IT zunächst nur den zentralen Betriebsdatenrechner auf einen Stratus-Server übernommen. „Nachdem wir hier gesehen haben, dass unsere Erwartungen an die Verfügbarkeit voll erfüllt wurden, haben wir die Aufgaben aufgeteilt und betreiben nun für jedes Abbaurevier auf einer Bergwerksanlage separate Stratus-Server“, erläutert Dietmar Misch, Automatisierungsingenieur im Bergwerk Auguste-Victoria.
Dabei stehen zusätzliche Server für die Steuerung und Kontrolle des Übergangs von stillgelegten zu neu eröffneten Revieren bereit. Nach diesem Schema sind heute die ftServer an allen Zechen der RAG strukturiert: Jeweils ein Server ist für die Betriebsdatenerfassung zuständig, die übrigen übernehmen die Steuerung der Anlagen entsprechend der jeweiligen Anzahl der Reviere des Bergwerks. Insgesamt setzt die RAG damit 38 Stratus ftServer ein, die zum Teil bereits seit neun Jahren ohne Ausfall in Betrieb sind.

Der Autor:
Rainer Doh ist Redakteur bei der Beratungsgesellschaft für strategische Kommunikation PR-COM in München.
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