Geothermie für Rechenzentren lohnt sich, aber unter Bedingungen

Fallstricke beim Kühlen mit Erdsonden

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Genug Grundwasser vorhanden?

Stolperstein Numnmer eins für die geothermische Speicherbewirtschaftung sind die höheren Investitionskosten für die Bohrungen. RZ-Spezialisten wie die Karlsteiner bit weisen darauf hin, dass detaillierte Kenntnisse über die Bodenbeschaffenheit, das vorhandene Grundwasser und dessen Fließrichtung notwendig sind. Außerdem muss im Vorfeld geklärt werden, wie viel Sonden für den Direktkühlbetrieb von Server-Schränken oder zum Anschluss von Umluftkühlern und dementsprechender Druckbodenklimatisierung in kleineren Server-Räumen benötigt werden.

Einschränkungen ergeben sich auch bei der Größe des Bohrfeldes und der Anzahl der Bohrlöcher. Pro Bohrloch sind zwei Rohrleitungen für den Vor- und Rücklauf nötig, die mit Beton verpresst werden. Das wirft die Frage nach den Mindestabständen zwischen den Bohrlöchern und zu angrenzenden Grundstücken auf. Im Ernstfall kommt auf den Betreiber eine Auseinandersetzung mit der Genehmigungsbehörde oder dem Grundstücksnachbarn zu.

Planung für das Hier und Jetzt oder für die Zukunft?

Neben dem erhöhten Flächenbedarf ergibt sich ein weiteres Handicap durch spätere Erweiterungen der Server-Landschaft. In vielen Unternehmen ist der künftige Ausbau der IT-Infrastruktur die große Unbekannte, da abhängig von Geschäftsgang und wechselnder Wettbewerbssituation.

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Wer die IT-Ressourcen aufstockt braucht zusätzliche Kühlleistung, doch das erneute Tiefbohren für neue Sonden kann schnell an natürliche Grenzen stoßen. Einfachster Fall: Der Grundwasservorrat reicht nicht für den zusätzlichen Kühlbedarf.

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