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Quorums und Hyper-V Failover
Ein Hyper-V Failover-Cluster überwacht alle Komponenten und übernimmt bei Ausfall entsprechende Maßnahmen.
Hier spielt das Quorum eine wichtige Rolle. Ein Quorum ist eine Sammlung von Clusterelementen, die bestimmen, ob genügend Cluster-Ressourcen vorhanden sind, um ein einwandfreies Funktionieren zu garantieren.
Quorums entscheiden über „Abstimmungen“, ob ein Cluster online blieben soll. Es gibt mehrere Arten, diesen Abstimmungsprozess zu konfigurieren:
- Auszählung der Stimmungen jedes einzelnen Host
- Auszählung der Stimmungen der Hosts sowie des Shared Storage
- Auszählung der Stimmungen der Platten
- Node und File Share Majority: Auszählung der Hosts sowie eines dritten Beobachters der File Shares von einem anderen Standort aus . Der File Share sollte an einem Standort liegen, der an dem sich keine Cluster Nodes befinden.
Dieses Modell ist vor allem bei Ausfällen einer ganzen Site von Vorteil. Bei eine kompletten Ausfall eines Standortes kann es vorkommen, dass mehrere Standorte glauben, noch genügend Stimmen zu haben, um weiter aktiv zu bleiben. Dies führt aber zu Problemen, wenn die ausgefallene Site wieder online geht. Der File Share Witness verhindert dieses.
Domain Name Server nach Hyper-V Failover
Wenn eine virtuelle Maschine bei einem Failover auf eine zweite Site verschoben wird, muss die IP-Adresse der VM beim Failover rekonfiguriert werden. Zudem müssen Clients ihren Cache des Domain Name Server (DNS) löschen, um die neue Serveradresse zu empfangen.
Windows Failover Cluster ist in der Lage, Subnetze aufzuspannen sowie den Bereich der IP Adressen. Dieser Prozess vereinfacht die Cluster-Installation, weil die Subnetze nicht mehr zwischen einzelnen Standorten aufgespannt werden müssen. Doch wenn bei einem Failover VMs in einen neuen IP-Adressenbereich verschoben werden, kompliziert das die Namensauflösung.
Es lohnt sich, virtuelle Server so zu konfigurieren, dass sie das Dynamic Host Configuration Protocol nutzen. Damit vereinfacht sich das Updaten der Konfiguration. Bei Clients lässt sich dieses Problem lösen durch einen Reboot, oder durch Löschen des Caches mit den Befehlen “ipconfig” oder “flushdns”. Auch ist es möglich, die Einstellung für „Time-to-live“ der DNS-Einträge für Server zu minimieren.
Lesen Sie auch Hyper-V: Hochverfügbarkeit durch Cluster, Teil 2 und Hyper-V: Hochverfügbarkeit durch Cluster, Teil 1 .
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