Rechenzentrum unter Wasser Expansionskurs unter Was­ser - Forscher kritisieren

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Was wurde aus den Unterwasserrechenzentren? Im Jahr 2020 machte Microsoft Schlagzeilen mit seinem „Project Natick“. Trotz gemeldeter Erfolge versenkt Microsoft derzeit keine Datacenter mehr. Dafür wurde jetzt in China das erste kommerzielle Datacenter unter Wasser getaucht.

Das erste kommerziell-betriebene Unterwasser-Datacenter in China zeigt großes Potential, aber Forscher warnen vor Sicherheitsbedenken.(Bild:  Beijing Highlander Digital Technology)
Das erste kommerziell-betriebene Unterwasser-Datacenter in China zeigt großes Potential, aber Forscher warnen vor Sicherheitsbedenken.
(Bild: Beijing Highlander Digital Technology)

2020 sorgten Unterwasser-Rechenzentren für Aufsehen – Microsoft testete mit „Project Natick“ eine Serverfarm auf dem Meeresgrund. Die Idee dahinter war, Datacenter Energie-effizient zu betreiben und durch natürliche Kühlung den Stromverbrauch zu senken. Doch seitdem gab es keine neuen Updates zum Projekt (siehe: „Das Rechenzentrum im Meer; Nach 2 Jahren: Microsoft beendet Project Natick“. Ist es also gescheitert?

Nicht unbedingt. Microsoft konnte zeigen, dass Unterwasser-Datacenter technisch machbar sind. Doch in China wird die Idee nun weiterverfolgt: Geplante Unterwasserrechenzentren sollen Platz auf dem Land sparen, Energie-Effizienz steigern und erneuerbare Energien wie Offshore-Windkraft nutzen.

Das weltweit erste kommerzielle Unterwasser-Rechenzentrum befindet in der Provinz Hainan. Die Beijing Highlander Digital Technology betreibt zylindrischen Rechenmodule unter Wasser. Jedes Rechenmodul bringt rund 1.300 Tonnen auf die Waage.

Aber neue Sicherheitsrisiken tauchen bei dieser Methode auf: Forscher zeigen, dass gezielte Schallwellen die Speichersysteme stören und Server überlasten können – teils mit Leistungseinbußen von bis zu 100 Prozent. In Tests gelang es Angreifern, Datenbanken langsamer zu machen und kritische Ressourcen umzuleiten. Während China mit Hochdruck an der Umsetzung der Idee von Unterwasser-Datacenter arbeitet, arbeiten Sicherheitsexperten nun daran, Lösungen für diese unerwartete Schwachstelle finden.

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