Die EU will, die Bundesregierung nicht Eco Allianz fordert Industrie­strom­preis für Rechenzentren

Quelle: Pressemitteilung Eco Verband der Internetwirtschaft e. V. 2 min Lesedauer

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Die EU-Kommission beabsichtigt, ihren Mitgliedstaaten zu ermöglichen, einen Industriestrompreis einzuführen. Nun fordert die Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen, eine seit 2018 bestehende Initiative des Eco – Verband der Internetwirtschaft e. V., die Bundesregierung möge rasch nachziehen und, wie im Koalitionsvertrag angekündigt, Rechenzentren in die Strompreiskompensationen einbeziehen.

Insbesondere Künstilche Intelligenz fordert Unmengen an Strom und der ist in Deutschland sehr teuer. Die Lösung der Eco Allianz: Industriestrompreise für Datacenter.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Insbesondere Künstilche Intelligenz fordert Unmengen an Strom und der ist in Deutschland sehr teuer. Die Lösung der Eco Allianz: Industriestrompreise für Datacenter.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

„Sollten Rechenzentren nicht beim Industriestrompreis berücksichtigt wären, wäre das für die Branche verheerend“, heißt es im entsprechenden Schrieben. Doch die Bundesregierung hat ihre zunächst zugesagte Senkung der Stromsteuer im Bundeshaushalt gestrichen. Die Folge aus Sicht der Allianz: Datacenter-Betreiber würden ohne einen Industriestrompreis aufgrund der hohen Energiekosten im internationalen Vergleich abgehängt. Aus Sicht der Initiative müsse jetzt auch der Bundestag von seinem Recht Gebrauch machen und einen starken Digitalhaushalt auf den Weg bringen.

Béla Waldhauser, Sprecher der Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen; die 2018 unter dem Dach des rund 1000 Mitglieder zählende Eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. gegründete Initiative will durch den Dialog mit Politik und Öffentlichkeit auf die Bedeutung digitaler Infrastrukturen für den Wirtschaftsstandort Deutschland aufmerksam machen. (Bild:  Eco - Verband der Internetwirtschaft e. V.)
Béla Waldhauser, Sprecher der Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen; die 2018 unter dem Dach des rund 1000 Mitglieder zählende Eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. gegründete Initiative will durch den Dialog mit Politik und Öffentlichkeit auf die Bedeutung digitaler Infrastrukturen für den Wirtschaftsstandort Deutschland aufmerksam machen.
(Bild: Eco - Verband der Internetwirtschaft e. V.)

Dazu sagt Dr. Béla Waldhauser, Sprecher der Allianz, sagt: „Dass die EU-Kommission grünes Licht für den Industriestrompreis gibt, ist ein starkes Signal aus Brüssel. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie muss jetzt nachziehen und die im Koalitionsvertrag auch für Rechenzentren angekündigten Strompreisentlastungen zügig umsetzen. Als Wachstumsmotor der gesamten Wirtschaft ist es nur folgerichtig, dass die Branche endlich beim Industriestrompreis berücksichtigt wird.“

Rechenzentren hälfen dem Wirtschaftsstandort Deutschland nicht nur dabei, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu steigern, sondern leisteten auch einen wichtigen Beitrag zu Digitaler Souveränität sowie auch beim Thema KI. Um dieses Potenzial auch in Zukunft weiter ausschöpfen zu können, brauche es wettbewerbsfähige Strompreise.

Zudem stiegen durch die wachsende Nachfrage von Rechenleistung durch KI, nicht nur die Anforderungen an Betreiber, sondern auch die Energiekosten. „Nachdem die Bundesregierung die Senkung der Stromsteuer wieder einkassiert hat, liegt es jetzt am Bundestag, hier gegenzusteuern. Ansonsten meint es Deutschland mit der KI-Transformation wohl nicht ernst genug“, so Waldhauser.

Rauf auf die Liste der Leitlinien für Klima-, Energie- und Umweltbeihilfen!

Der Verband und insbesondere die Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen plädieren für eine Anpassung der definierten Kriterien auf EU-Ebene, um auch eine Begünstigung digitaler Infrastrukturen mittels Energiepreisentlastungen zu ermöglichen. Um wettbewerbsfähige Strompreise im internationalen Vergleich gewährleisten zu können, müssten, so die Initiative, digitale Infrastrukturen auf die Liste der Leitlinien für Klima-, Energie- und Umweltbeihilfen (KUEBLL) aufgenommen werden.

Dies sollte die Bundesregierung im Rahmen der Anpassung des Beihilferechtlichen Rahmens (CISAF) zügig vorantreiben, so Waldhauser weiter: „Die aktuell stattfinde Abstimmung zu CISAF ist eine gute Gelegenheit, die die Bundesregierung nicht verstreichen lassen darf, wenn sie ihren Zielen im Koalitionsvertrag gerecht werden und Rechenzentren bei den Energiepreisen entlasten will.“

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