Siemens und Mercedes-Benz setzen auf „Digital Energy Twin“ „Digitaler Energiezwilling“ soll Fabrikplanung erheblich verkürzen

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Siemens und Mercedes-Benz haben eine strategische Partnerschaft vereinbart, in deren Fokus ein „Digitaler Energiezwilling“ oder „Digital Energy Twin“ steht. Das System soll die Integration von Energieeffizienz- und Nachhaltigkeitsmaßnehmen in der Fabrikplanung und -modernisierung verbessern und die frühe Planungsphase signifikant beschleunigen.

So sieht ein Digital Energy Twin aus, der von Siemens und Mercedes-Benz gemeinsam für eine nachhaltige Fabrikplanung entwickelt wurde.(Bild:  Siemens)
So sieht ein Digital Energy Twin aus, der von Siemens und Mercedes-Benz gemeinsam für eine nachhaltige Fabrikplanung entwickelt wurde.
(Bild: Siemens)

Zielgruppe des „Digital Energy Twin“ sind vor allem Autohersteller, die ihre Produktionsstandorte weltweit mit erneuerbaren Energien betreiben wollen. Das gemeinsam von Siemens und Mercedes-Benz entwickelte Verfahren soll die Energieplanung in der Frühphase verbessern, vereinfachen und beschleunigen. Dies gilt sowohl für neue Fabriken als auch die Modernisierung bestehender Standorte.

Im Rahmen der Partnerschaft steuert Siemens sein Expertenwissen in den Bereichen Dekarbonisierung und digitale Energiezwillinge bei, während Mercedes-Benz fundiertes Know-how rund um den Automobilbau liefert. Siemens sorgt zusätzlich für Schulungs- und Supportleistungen sowie Wartung und Weiterentwicklung. Der Einsatz des „Digital Energy Twin“ ist zunächst im gesamten globalen Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz vorgesehen.

Reale Daten und Modelle als Grundlage

Der „Digital Energy Twin“ basiert auf Verhaltensmodellen von Gebäuden, technischen Anlagen und Energieerzeugungseinrichtungen. Das System verknüpft Informationen wie etwa Wetterdaten, Lastprofilsimulationen, Anlagenauswahl und Dimensionierung. Durch die Simulation eines physischen Energiesystems werden Planungsszenarien für den Energieverbrauch verifiziert und Optimierungsempfehlungen gegeben. Dies schließt auch Energieeffizienz, mögliche Kosteneinsparungen und Emissionsreduzierung mit ein.

Das Tool selbst entstand in der Factory 56 im Mercedes-Benz-Werk in Sindelfingen. Als Grundlage diente zudem die offene Businessplattform Xcelerator von Siemens. Das Unternehmen arbeitet auch mit anderen Partnern an Nachhaltigkeits- und Dekarbonisierungszielen – ebenfalls unter Einsatz von digitalen Energiezwillingen.

Schnellere und transparentere Entscheidungen

„Dank der genauen Modellierung von Betriebs- und Energienutzungsszenarien ermöglicht der digitale Energiezwilling eine schnellere und transparentere Entscheidungsfindung in frühen Planungsphasen“, erklärt Matthias Rebellius, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO von Smart Infrastructure.

„Der Digital Energy Twin ist unsere Antwort, um erfolgreich energetische Gebäudeprozesse zu visualisieren, zu analysieren und nachhaltig zu optimieren“, ergänzt Arno van der Merwe, Vizepräsident Produktionsplanung von Mercedes Benz Cars. Der innovative Ansatz ermögliche bestehende Fabrikgebäude besser zu verstehen und sie in lebendige Smart Buildings zu verwandeln.

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