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Ein Messwert allein

Meist handelt es sich um einen Durchschnittswert, der Lastschwankungen nicht wiedergibt. Außerdem muss man sehr genau hinschauen, ob auch die tatsächlichen Kühlaufwendungen für die Server und Switches in die PUE-Berechnung mit einfließen - mancher Hersteller hängt seinem Cooling-Gerät einen Idealwert um den Hals.
Auf falsche Fährten aus TCO-Sicht können auch die LEED-Zertifizierungen (Leadership in Energy and Environmental Design) führen. Wer sein Datacenter mit dem LEED-Zertifikat schmücken will, soll sich genau überlegen, was auf ihn zukommt. Das Verfahren treibt den TCO-Wert nach oben; denn meist müssen externe Profis zugeschaltet werden.
Weniger ist mehr
Last but not least bewahrt ein simples Gebot vor üblen IT-Infrastrukturabenteuern: Finger weg von komplexen Projekten! Ein modulares Data Center kann schnell einen Komplexitätsgrad erreichen, der den Blick für die praktischen Anforderungen einer Rechenlandschaft im Unternehmen verliert.
Zuviel Redundanz auf Server-Ebene oder bei den Strom- und Klimatisierungssystemen gaukelt Sicherheit vor, die überflüssig ist, aber Geld kostet. Wer Wildwuchs bei Komponenten, Betriebssystemen und Klimatisierung schon im Planungsstadium zulässt, schafft die besten Voraussetzungen für ein böses Erwachen während der Projektphase.
Der Autor und die Quelle:
Andreas Beuthner ist freier Autor. Er hat ein aktuelle Whitepaper über gravierende Planungsfehler von Schneider Electric für DataCenter-Insider zu einem Artikel gemacht.
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