Vorsicht bei der TCO-Berechnung im Datacenter!

Die Top 9 unter den Fehlern bei der Planung von Rechenzentren

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Rückfluß der Investitionen bleibt ungewiss

Genauso wichtig ist der zeitliche Horizont, der einem TCO-Bericht zugrunde liegt. Die Kostenhochrechnung kann bis zu sieben Jahre umfassen, sollte aber nicht unter drei Jahren liegen. Solche Kostenmodelle sind notwendig, um Aussagen über Amortisationszeiten – ROI (Return On Investment) – zu erhalten, die als Grundlage für Neuinvestitionen dienen.

Eine wichtige Kostenart innerhalb des TCO-Überblicks bildet der Energieverbrauch im Rechenzentrum. Wechselnde Rechenlasten durch unterschiedliche Leistungs- und Verfügbarkeitsanforderungen der Anwendungen rufen unterschiedlichen Stromverbrauch hervor. Das sollte sich in der TCO-Rechnung widerspiegeln.

Eine häufige Fehlerquelle sind Kostenbetrachtungen, bei denen es um zünftige Betriebsszenarien geht. Ungenaue oder intransparente Angaben sowie falsche Kapazitätseinschätzungen geben ein falsches Bild über die Kostenentwicklung der RZ-Ressourcen. Die Folge: Meist liegen die veranschlagten Aufwendungen unter dem tatsächlichen Bedarf.

Stimmt das Kriterium Kapazität?

Ein typischer Designfehler einer IT-Architektur liegt in der falsch dimensionierten Kapazitätsplanung. Tier-IV-Architekturen gehören zwar zur obersten Leistungsklasse sind aber nicht für jeden Anwendungsfall nötig.

Wer 300 Watt Strom je Quadratmeter plant, aber nur 200 Watt benötigt, gibt umsonst Geld aus. Am besten lässt sich gegensteuern, indem man sich die Leistungsparameter genauer ansieht und diese in Einklang mit den zu implementierenden Business-Prozessen bringt.

Eng damit verbunden sind auch falsch kalkulierte Räumlichkeiten oder Standorte. Faustregel Nummer eins: Vor dem Design-Plan muss man sich Gedanken über den Raumbedarf und die Örtlichkeit machen. Beispielsweise benötigt man genügend Raum für die Versorgungseinrichtungen. Ein ausreichender Brandschutz und die Begehbarkeit der Versorgungsräume durch Wartungspersonal sind eiserner Bestandteil jeder Gesamtkostenkalkulation.

Strom ist eine Basisressource, deren Verbrauch sich unmittelbar auf die Kostenbilanz niederschlägt. Ein modulares RZ-Design ist allerdings keine Garantie für einen Energie-effizienten Betrieb. Falsche Kapazitätsprognosen oder missverstandene Spezifikationen der USV-Anlagen, deren Wirkungsgrad vom Hersteller nur unter Best-of-Case-Bedingungen angegeben wird, treiben auch bei modularer IT-Architektur die Kosten nach oben.

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