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Die Bedeutung von PDUs
Rechenzentren verfügen in der Regel über zwei vollkommen voneinander unabhängige Stromversorgungssysteme und haben außerdem verschiedene Möglichkeiten für eine Notstromversorgung. Diese teuren und aufwendigen Maßnahmen sichern eine schnelle Energieversorgung der Server, falls die reguläre Stromversorgung ausfällt.

Interessanterweise ist es eine einzige Komponente, die die Stromversorgung der Server im Rechenzentrum sicherstellt: die Power Distribution Unit (PDU). Sie nimmt die benötigte Energie aus der Stromversorgungskette des Rechenzentrums und leitet sie an die einzelnen Server oder andere IT-Komponenten weiter. Fällt die PDU eines Racks aus, gilt dies auch für alle angeschlossenen Geräte.
Die PDU des Racks ist also so etwas wie die letzte Verteidigungslinie der Techniker im Rechenzentrum bei ihrem Kampf gegen eine zufällige Stromüberlast oder gefährliche Ausfälle. Daher gibt es den meisten Ländern auch verpflichtende Industrienormen für die Leistungsfähigkeit einer PDU, die im Rechenzentrum eingesetzt werden darf.
Die Stromversorgung ist gefährdet
Einerseits sind im Lauf der Zeit die Server und sonstigen IT-Komponenten eines Rechenzentrums immer Energie-effizienter geworden, andererseits ist der gesamte durchschnittliche Stromverbrauch eines Racks in den letzten 15 Jahren drastisch gestiegen: von 1-2 Kilowatt auf jetzt 4-6 Kilowatt.
Einige Hochleistungs-Racks haben sogar eine Nutzleistung von 20 Kilowatt und mehr. In Folge des höheren Stromverbrauchs ist auch die zugeführte Strommenge stark angestiegen, was wiederum die ohnehin bereits strapazierten PDUs zusätzlich fordert.
Doch nicht nur die Situation bei den PDUs ist kritisch. Werden Stromkreise zu viel Strom oder zu hohen Temperaturen ausgesetzt, kann die Leiterisolierung schmelzen, Rauch, Feuer oder einen Stromausfall verursachen und damit den Betrieb im Rechenzentrum hochgradig gefährden.
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