GPUs als Beschleuniger gefragt wie nie Die Halbleiterumsätze steigen 2024 um 17 Prozent

Quelle: Pressemitteilung Gartner Inc. 2 min Lesedauer

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Laut der jüngsten Prognose von Gartner-Analysten kletert der weltweite Umsatz mit Halbleitern im Jahr 2024 um 16,8 Prozent auf 624 Milliarden Dollar - nach einem Rückgang im laufenden Jahr von 10,9 Prozent auf 534 Milliarden Dollar.

In diesem Jahr geht laut Gartner-Analysen der Umsatz mit Halbleitern um fast 11 Prozent zurück, doch für 2024 wird  ein Aufschwung prognostiziert, in dem der Umsatz für alle Chiptypen steigen wird. Allerdings explodieren die Zahlen für DRAM und NAND-Speicher geradezu.  (Bild:  frei lizenziert: Gerd Altmann /  Pixabay)
In diesem Jahr geht laut Gartner-Analysen der Umsatz mit Halbleitern um fast 11 Prozent zurück, doch für 2024 wird ein Aufschwung prognostiziert, in dem der Umsatz für alle Chiptypen steigen wird. Allerdings explodieren die Zahlen für DRAM und NAND-Speicher geradezu.
(Bild: frei lizenziert: Gerd Altmann / Pixabay)

Alan Priestley, VP Analyst bei Gartner, gibt zunächst wieder, was sich in diesem Jahr abzeichnet: „Wir befinden uns am Ende des Jahres 2023 und die starke Nachfrage nach Chips zur Unterstützung von künstlicher Intelligenz (KI), wie Grafikprozessoren (GPUs), wird nicht ausreichen, um die Halbleiterindustrie vor einem zweistelligen Rückgang im Jahr 2023 zu bewahren.“ Denn, und das dürfte schon aufgrund der Prognosen für die Zunahme von Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) nicht überraschen, wächst der Einsatz von Workload-Beschleunigern in Servern. Laut Gartner beläuft sich das Wachstum bis 2027 auf mehr als 20 Prozent.

Der Umsatzrückgang kommt aus einer anderen Ecke, wie Priestly verrät: „Die geringere Nachfrage von Smartphones und PC-Kunden sowie die Schwäche bei den Ausgaben für Rechenzentren/Hyperscaler beeinflussen den Umsatzrückgang in diesem Jahr.“

Umsatzprognose für Halbleiter, weltweit, 2021-2025 in Milliarden Dollar(Bild:  Gartner, Dezember 2023)
Umsatzprognose für Halbleiter, weltweit, 2021-2025 in Milliarden Dollar
(Bild: Gartner, Dezember 2023)

Aber auch das sieht im kommenden Jahr ganz anders aus. Für 2024 wird ein Aufschwung prognostiziert, in dem die Umsätze für alle Chiptypen wachsen (siehe: Abbildung ), angetrieben durch ein zweistelliges Wachstum im Speichermarkt.

Speicherumsatz erholt sich 2024 nach zweistelligem Rückgang

Der weltweite Speichermarkt wird im Jahr 2023 voraussichtlich einen Rückgang von 38,8 Prozent verzeichnen und im Jahr 2024 mit einem Wachstum von 66,3 Prozent wieder anziehen. Die schwache Nachfrage und der Preisverfall aufgrund des massiven Überangebots werden dazu führen, dass der Umsatz von NAND-Flash um 38,8 Prozent zurückgeht und 2023 bei 35,4 Milliarden Dollar liegt.

In den kommenden drei bis sechs Monaten erreichen laut Grtner die Preise in der NAND-Branche die Talsohle. Danach aber verbessern sich die Bedingungen für die Anbieter. Die Analysten prognostizieren eine kräftige Erholung im Jahr 2024 mit einem Umsatzwachstum auf 53 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 49,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Im Speichersegment DRAM drücken die Anbieter derzeit die Marktpreise aufgrund des hohen Überangebots; sie wollen ihre Lagerbestände reduzieren. Im vierten Quartal 2023 wird das Überangebot auf dem DRAM-Markt anhalten. Das hat eine Preiserholung zur Folge. Die volle Wirkung der Preiserhöhungen wird sich jedoch erst 2024 zeigen, wenn die DRAM-Umsätze voraussichtlich um 88 Prozent auf insgesamt 87,4 Milliarden Dollar steigen werden.

Die Integration von KI-Techniken führt zu neuen Servern

Die Entwicklungen im Bereich der generativen KI (GenAI) und großer Sprachmodelle steigern die Nachfrage nach leistungsstarken GPU-basierten Servern und Beschleunigerkarten in Rechenzentren. Dadurch entsteht ein Bedarf an Workload-Beschleunigern, die in Rechenzentrumsservern eingesetzt werden, um sowohl das Training als auch die Inferenz von KI-Workloads zu unterstützen.

Die Analysten von Gartner schätzen, dass bis 2027 die Integration von KI-Techniken in Rechenzentrumsanwendungen dazu führen wird, dass mehr als 20 Prozent der neuen Server Workload-Beschleuniger enthalten werden.

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