Modulare Rechenzentren für KI und High Performance Computing Derz stellt schlüsselfertige KI-Container für Unternehmensinfrastruktur vor

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Mit der Produktreihe „Derz-KI“ adressiert der Anbieter Derz aus Siegen die steigende Nachfrage nach leistungsstarker KI-Infrastruktur. Die vorab konfigurierten Rechenzentrumscontainer lassen sich binnen sechs Monaten in Betrieb nehmen.

So sieht der schlüsselfertige Container von DeRZ aus. Ausgerichtet ist der Container für KI- und HPC-Workloads. (Bild:  DeRZ)
So sieht der schlüsselfertige Container von DeRZ aus. Ausgerichtet ist der Container für KI- und HPC-Workloads.
(Bild: DeRZ)

Die Derz Deutsche Rechenzentren hat mit „Derz-KI“ ein neues Infrastrukturangebot für den Betrieb von Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) und des High Performance Computing (HPC) vorgestellt. Dabei handelt es sich um vorab installierte, betriebsbereite Rechenzentrumscontainer, die sich wahlweise outdoor- oder in bestehenden Rechenzentren im Gebäude aufstellen lassen.

Die modularen Systeme sind auf kurze Rollout-Zeiten ausgelegt. Laut Anbieter beträgt die Bereitstellungsdauer etwa 26 Wochen. Voraussetzung ist ein geeigneter Aufstellort mit gesicherter Stromversorgung und Glasfaseranbindung. Für Unternehmen mit erhöhten Anforderungen an Datenhoheit, Performance und Sicherheit bietet Derz eine vollständig lokal betreibbare Alternative zu Public-Cloud-Modellen an.

Vergleichbare Systeme: Vertiv SmartAisle und German Edge Cloud Oncite

Ein vergleichbarer Ansatz stammt von Vertiv mit dem System „SmartAisle“: eine vorkonfektionierte Edge-Infrastruktur mit Einhausung, Racks, Kühlung, Stromversorgung und Monitoring. Ziel ist eine schnelle Implementierung und hohe Energie-Effizienz, etwa zur Einhaltung regulatorischer Power-Usage-Effectiveness -Vorgaben (PUE). Im Unterschied dazu ist Derz-KI auf GPU-dichte KI-Anwendungen ausgerichtet. Datensouveränität, IT-Security und lokale Steuerbarkeit stehen hier im Fokus.

German Edge Cloud (GEC) bietet mit „Oncite“ eine ebenfalls schlüsselfertige Infrastruktur, die speziell für industrielle Echtzeitdatenverarbeitung vor Ort (Heavy Edge) konzipiert ist. Während Oncite besonders mittelständische Fertigungsunternehmen adressiert und in Ökosysteme wie Catena-X eingebunden ist, positioniert sich Derz-KI als KI-Modul im Hochleistungsbereich, und das unabhängig vom Industriezweig.

Die technischen Details im Überblick: Cisco AI-PODs und Red Hat Enterprise Linux

Die IT ist bei dem Derz-Konzept gleich mitgedacht. Als Herzstück dienen Cisco „AI-Pods“ mit Red Hat „Enterprise Linux“. Die Hardware ist speziell für die thermischen und elektrischen Anforderungen großer KI-Workloads ausgelegt.

Ergänzt wird die Plattform durch Servicekomponenten wie Rund-um-die-Uhr-Support, Backup-Konzepte und optionales Co-Location-Management. Das integrierte Betriebsmodell orientiert sich an klassischen Managed-Hosting-Strukturen und schließt auch Sicherheitsfunktionen wie die Überwachung von Anfragen an KI-Systeme sowie Threat Detection ein.

Regionale Skalierung bei hoher Energie-Effizienz

Die Derz-Infrastruktur ist laut Anbieter auf Effizienz ausgelegt: Je nach Standort kann eine netzseitige Anbindung an erneuerbare Energien erfolgen. Die kompakte Containerbauweise ermöglicht eine Skalierung je nach Bedarf und flexible Standortwahl, etwa auf Betriebsgeländen, in Gewerbeparks oder im erweiterten Campusbereich. Die KI-Container lassen sich sowohl als Investitionsmodell (CapEx) als auch über Betriebskosten (OpEx) finanzieren.

Mit dem neuen Produkt erweitert Derz sein Portfolio rund um die Rechenzentrumsplattform „DeRZ 5.0“ und hilft Unternehmen, die nicht auf Hyperscaler-Infrastrukturen angewiesen zu sein.

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