Wachstumsschub für Rechenzentren durch KI Datacenter-Leerstand sinkt, Mieten steigen, neue Hotspots entstehen

Quelle: Pressemitteilung CBRE 2 min Lesedauer

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Das global tätige Immobiliendienstleistungsunternehmen CBRE verzeichnet in seinem aktuellen Bericht einen globalen Vermietungsrekord bei Rechenzentren. Der KI-Boom treibt die Nachfrage, Energie-Engpässe bremsen jedoch das Angebot in den Top-Märkten.

Leerstandsquote sinkt, Neubauten werden weniger: Das sind die Ergebnisse des „Global Data Center Trends“ des Immobiliendienstleisters CBRE.(Bild:  Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)
Leerstandsquote sinkt, Neubauten werden weniger: Das sind die Ergebnisse des „Global Data Center Trends“ des Immobiliendienstleisters CBRE.
(Bild: Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)

Die Künstliche Intelligenz (KI) sorgt weltweit für einen anhaltenden Boom im Rechenzentrumsmarkt. Laut dem neuen „Global Data Center Trends Report 2025“ des Immobiliendienstleisters CBRE führte insbesondere die starke Nachfrage von Hyperscalern und Cloud-Providern im ersten Quartal 2025 zu einem neuen Rekordwert bei der Vermietungsaktivität. Trotz anhaltender Energie-Engpässe sank die globale Leerstandsquote im Jahresvergleich auf nur noch 6,6 Prozent. Das ist ein ein historisches Tief.

Weil die primären Märkte zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, weichen Betreiber verstärkt auf Sekundärstandorte aus. Dazu zählen internationale Städte wie Richmond (USA), Santiago de Chile, Mumbai oder in Deutschland Berlin. Die Folge: Neue Hotspots entstehen, während die Preise in den etablierten Regionen weiter steigen.

Weniger Neubauten – und gleichzeitig Rekordtief des Leerstandes

In Europa blieb der Ausbau des Bestands im Vergleich zum Vorjahr zurück. Während die vier größten europäischen Märkte – Frankfurt, London, Paris und Amsterdam – 2023 noch um 20 Prozent gewachsen waren, lag das Plus 2024 nur noch bei 7,2 Prozent. Gründe dafür: Engpässe bei der Stromversorgung, die den Neubau ausbremsen. Laut CBRE wird dies in Amsterdam besonders deutlich. Hier wurden keine neuen Flächen fertiggestellt.

Gleichzeitig stieg die Netto-Absorption in Europa auf 300,5 Megawatt (MW) ; das ist der zweithöchste Wert in der Geschichte der Region. Unter Netto-Absorption versteht man einen Branchenkennwert, der angibt, wie viel Rechenzentrumsfläche unterm Strich neu vom Markt aufgenommen wurde.

Die Leerstandsquote in den Top-4-Städten sank auf 7,4 Prozent. Paris verzeichnete mit einem Rückgang um 8,4 Prozentpunkte auf 7,7 Prozent den stärksten Rückgang weltweit. Frankfurt erreichte mit 5,1 Prozent den niedrigsten Leerstand in Europa.

Preissteigerungen und Flächenverlagerung um Frankfurt

Steigende Baukosten und knappe Kapazitäten haben auch im ersten Quartal 2025 für weiter steigende Mieten gesorgt. In London stiegen die Preise auf bis zu 180 Euro pro Kilowatt (kW) und Monat. Amsterdam meldete einen Preisanstieg um 18 Prozent. Frankfurt bleibt der teuerste europäische Primärmarkt.

CBRE verweist darauf, dass Frankfurt als zweitgrößter Markt in Europa stark von seiner Rolle als Konnektivitätsdrehscheibe profitiert, unter anderem durch den DE-CIX mit einem Spitzenverkehr von 18,1 Terabit pro Sekunde. Doch auch hier wirkt sich der schleppende Netzausbau zunehmend limitierend aus. Betreiber verlagern ihre Aktivitäten daher zunehmend in das Umland.

Neue Dynamik in Sekundärmärkten wie Berlin, Brüssel und Zürich

Im Zuge dieser Entwicklungen rücken Sekundärstandorte verstärkt ins Blickfeld. In Deutschland wird Berlin laut CBRE zunehmend als Alternative zu Frankfurt wahrgenommen – insbesondere wegen verfügbarer Flächen und skalierbarer Leistung. Auch Brüssel und Zürich zählen laut dem Report zu den europäischen Märkten mit zunehmender Attraktivität.

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