Sysinternals Coreinfo 4.0 mit GUI CPU-Topologie, NUMA und Cache-Zuordnung in diversen Ansichten

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Coreinfo erweitert den „Sysinternals“-Werkzeugkasten um eine grafische Oberfläche und zeigt CPU-Topologien direkt aus dem „Windows“-Betriebssystem. Version 4.0 kombiniert CLI und GUI in einem Paket, unterstützt x86, x64 und Arm64 und visualisiert logische Prozessoren, Sockets, NUMA-Knoten und Cache-Hierarchien.

Coreinfo gibt einen Überblick zu den verbauten CPUs im Server oder PC. (Bild:  Thomas Joos)
Coreinfo gibt einen Überblick zu den verbauten CPUs im Server oder PC.
(Bild: Thomas Joos)

Coreinfonutzt Windows-APIs im User- und Kernel-Mode, um die Abbildung zwischen logischen Prozessoren und physischer Struktur auszulesen. Die grafische Oberfläche (GUI) ergänzt die vorhandene Ausgabe der CLI, ohne den Datenbestand zu erweitern. Der Mehrwert liegt in der Darstellung, da Topologien und Distanzrelationen in Rasteransichten und Heat-Maps sofort auffallen und sich für Analyse- und Tuning-Aufgaben einsetzen lassen.

Schneller Überblick zu allen Prozessoren

Nach dem Start zeigt die Oberfläche eine Core-Ansicht mit einem Raster aller logischen Prozessoren. Auf Bare-Metal-Systemen ordnet das Tool die logischen Prozessoren den physischen Kernen zu und bildet damit auch SMT-Layouts ab.

In virtuellen Maschinen erscheinen die der VM zugewiesenen vCPUs, wodurch sich die reale Host-Topologie nicht mehr vollständig ablesen lässt. Coreinfo weist außerdem Cache-Ebenen je logischem Prozessor aus und ordnet L1, L2 und L3 zu, was bei Performance-Analysen mit Cache-Sensitivität eine belastbare Grundlage liefert.

Die Socket-Ansicht zerlegt die Darstellung nach CPU-Sockeln und eignet sich für Multi-Socket-Server, auf denen Workloads über Sockelgrenzen hinweg Latenz- und Bandbreitenkosten erzeugen. Die NUMA-Ansicht gruppiert Kerne nach NUMA-Knoten und macht Speicherlokalität sichtbar, was bei Hypervisor-Hosts und datenintensiven Workloads die Zuordnung von Threads und Speicher beeinflusst. Eine zusätzliche NUMA-Performance-Ansicht stellt Zugriffskosten zwischen NUMA-Knoten als Matrix dar und unterstützt Entscheidungen für Affinität und Placement in Virtualisierungsszenarien.

Eine Core-Distance-Ansicht berechnet Kommunikationsdistanzen zwischen logischen Prozessoren und visualisiert sie als Heat-Map. Diese Darstellung unterstützt die Bewertung von Thread-Pinning, NUMA-Affinität und Cache-Domänen, wenn Anwendungen auf niedrige Latenz zwischen kooperierenden Threads angewiesen sind.

In der CPU-Features-Ansicht listet Coreinfo Instruction-Set-Erweiterungen und Plattformmerkmale und bietet eine Suche über die Merkmalsnamen. Die CLI liefert diese Informationen weiterhin über "Coreinfo64.exe -f" und eignet sich für Filterung und automatisierte Auswertung, da die textbasierte Ausgabe direkt in Skripte und Toolchains passt.

Die Installation erfolgt ohne Setup durch Entpacken eines ZIP-Archivs und Start aus dem Verzeichnis. Für die CLI dienen "Coreinfo", "Coreinfo64" oder "Coreinfo64a" abhängig von der Architektur, die GUI startet über "CoreInfoEx", "CoreInfoEx64" oder "CoreInfoEx64a".

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