Damit die Flammen nicht hochschlagen und der Rauch schwelt Brandschutz im Datacenter - zwei Hersteller, zwei Konzepte
Steht ein Rechenzentrum in Flammen ist es zu spät: Die ohnehin Wärme-empfindliche IT-Infrastruktur überlebt Hitze und Rauchgas nicht und stellt den Betrieb ein. Getroffen ist das Nervenzentrum des Unternehmens. Sensible Datenspeicher und Unternehmensabläufe sind bedroht – ein Ereignis, das auch den betriebswirtschaftlichen Ruin des Betreibers auslösen kann.
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„Ein effizientes Brandschutzkonzept setzt weit vor den ersten Flammen an“, sagt Markus Kock, Bereichsleiter Anlagenbau Deutschland beim Brandschutzspezialisten Wagner, am besten in der Frühphase, wenn Kabel, Stecker oder Gehäuse wegen thermischer Überlastung erste Anzeichen eines Schwelbrandes zeigen.
Nur wie lässt sich feststellen, ob da wirklich etwas anbrennt? „Wir setzen dazu optische Sensoren ein, die schon kleinste, für den Menschen nicht sichtbare Rauchaerosole analysieren, auswerten und so bei einem Brand bereits in seiner Pyrolysephase alarmieren“, erläutert Kock.
Die Sensorik der Brandfrühesterkennung wurde bei Wagner über viele Jahre weiterentwickelt und perfektioniert. Täuschungsalarme sind aufgrund der integrierten „Logic Sens“-Technik so gut wie ausgeschlossen. Durch sekundenschnellen Abgleich von Messwerten der Partikeldetektion mit der Charakteristik eines Brandverlaufs erkennt das System bereits in der frühen Entstehungsphase den sich anbahnenden Brandausbruch. Entspricht die Detektion keinem tatsächlichen Brandverlauf unterbleibt die Alarmierung.
Wertvolle Minuten
Sehr viel spricht für eine präventive Früherkennung, denn je früher die Rauchgas-Sensoren anspringen desto besser. Schließlich verlängert sich die Zeitspanne um erste Gegenmaßnahmen einzuleiten. Mehr Zeit bleibt auch für die automatische Alarmierung der Feuerwehr oder eines Wachdienstes oder die Ansteuerung einer stationären automatischen Löschanlage zur sofortigen Bekämpfung des Brandes.

Hochsensible Rauchansaugsysteme sind nicht nur für die Partikeldetektion zuständig, sondern übernehmen zusätzlich Überwachungsfunktionen und dosieren die Sauerstoffkonzentration bis hin zur sogenannten Schnellabsenkung bei der innerhalb weniger Minuten eine Reduktion der Sauerstoffkonzentration von einem bereits verminderten Sauerstoffniveau von 17 Volumenprozent auf ein sicheres Sauerstoffniveau von 15 Volumenprozent oder darunter in der Raumluft erfolgt.
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