Bloom positioniert Generatoren als primäre Stromerzeuger Bloom Energy versorgt OCI mit Brenstoffzellen-Generatoren

Quelle: Pressemitteilung Bloom Energy 2 min Lesedauer

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Bloom Energy wird Brennstoffzellen-Generatoren für mehrere US-Datacenter von Oracle Cloud Infrastructure (OCI) liefern. Während Bloom-Produkte in Rechenzentren bislang eher ergänzend zum öffentlichen Netz genutzt werden, verspricht das Unternehmen nun, binnen 90 Tagen die primäre Energieversorgung eines ganzen Rechenzentrums sicherstellen zu können.

Bloom Energy beliefert OCI mit Brennstoffzellen-Generatoren und bewirbt diese verstärkt als primäre Stromquelle für Datacenter.(Bild:  Bloom Energy)
Bloom Energy beliefert OCI mit Brennstoffzellen-Generatoren und bewirbt diese verstärkt als primäre Stromquelle für Datacenter.
(Bild: Bloom Energy)

Die modularen Generatoren von Bloom Energy („Energy Servers“) wandeln mithilfe von Festoxid-Brennstoffzellen gängigen Brennstoff ohne Verbrennung bei Temperaturen über 800 Grad Celsius in Strom. Bei dem Brennstoff kann es sich um Biogas und Wasserstoff handeln, momentan kommt aber meist Erdgas zum Einsatz. In diesem Fall wird bei der Stromproduktion zwar weiterhin (in etwas geringerem Ausmaß) CO2 freigesetzt, Luftschadstoff-Emissionen fallen aber sehr gering aus.

Die Energy Server mit je 325 Kilowatt Maximalleistung sind auf bis zu 500 Megawatt skalierbar. Als Ergänzung für das öffentliche Netz stellt Bloom 75 Megawatt Leistung für 19 Equinix-Datacenter in den USA bereit, weitere 30 Megawatt sollen noch 2025 hinzukommen. Die größte Installation baut das Unternehmen gerade in Südkorea auf mit zwei Brennstoffzellen-Kraftwerken mit je 40 Megawatt.

27 Prozent der Datacenter könnten bis 2030 auf Eigenproduktion wechseln

Bei diesen Leistungen bietet Bloom Energy seine Energy Server verstärkt als primäre Stromquellen für Datacenter an. Eine von Bloom Energy beauftragte Erhebung im April 2025 habe gezeigt, dass Datacenter-Verantwortliche angesichts des knappen Stroms, langer Anschlusszeiten und hoher Stromkosten mittlerweile erwarten, dass 27 Prozent der Rechenzentren 2030 ihren Strom zu 100 Prozent eigenständig erzeugen werden. 2024 lag die Prognose bei nur 1 Prozent.

Insbesondere könne „das öffentliche Netz nicht mit KI-Anforderungen [Künstliche Intelligenz] mithalten“, so der Bloom-CCO Aman Joshi. „Damit holt sich die Branche mit Energie-Erzeugung vor Ort Kontrolle zurück“. Primärversorgung über Generatoren ermögliche „einen sofortigen Zugang zu Strom“, was „zukunftsfähige Projekte von gescheiterten“ unterscheide.

Strom für ein ganzes Datacenter in 90 Tagen

Nun hat Bloom Energy angekündigt, Generatoren für „ausgewählte OCI-Datacenter in den USA“ zu liefern. Diese sollen insbesondere den steigenden Strombedarf durch KI- und Cloud-Computing-Workloads decken. Der Hersteller verspricht dabei, „kosteneffizienten, vor Ort produzierten Strom für ein gesamtes Datacenter innerhalb von 90 Tagen [zu] liefern“.

Ob die Energy Server von Bloom damit tatsächlich die primäre Energieversorgung der OCI-Datacenter übernehmen oder, wie bei Equinix, unterstützend eingesetzt werden, blieb offen. Die Aussage von Mahesh Thiagarajan, EVP bei OCI, der zufolge „die Brennstoffzellen-Technologie von Bloom sich zum breiten Energie-Portfolio von OCI gesellen wird“, spricht eher für einen ergänzenden Einsatz.

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