Datensouveränität unter Druck Barc-Studie zu EU-Zentrierung und Multicloud-Strategien

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Eine aktuelle Barc-Studie im Auftrag der Exasol AG sowie den Partnern A1 Digital und Dataciders zeigt: 84 Prozent der befragten Unternehmen sehen Datensouveränität als einen zentralen Punkt ihrer Strategie, und 70 Prozent berichten von einer stark gestiegenen Relevanz in den vergangenen ein bis zwei Jahren.

In der DACH-Region planen 41 Prozent der Unternehmen den Wechsel zu europäischen Cloud- und IT-Lösungen, um Risiken zu minimieren und ihre digitale Unabhängigkeit zu stärken.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
In der DACH-Region planen 41 Prozent der Unternehmen den Wechsel zu europäischen Cloud- und IT-Lösungen, um Risiken zu minimieren und ihre digitale Unabhängigkeit zu stärken.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Den Hintergrund für den Wunsch nach mehr Kontrolle über Unternehmensdaten lieferten, wer hätte es nicht erwartet, die geopolitische Unsicherheiten sowie regulatorische Anforderungen wie die DSGVO und der EU Data Act. 46 Prozent der Befragten erkennen, so die Studie, Risiken in der uneinheitlichen US-amerikanischen Gesetzgebung, während 40 Prozent die Abhängigkeit von Public-Cloud-Anbietern kritisch sehen.

Als Lösung setzen Unternehmen zunehmend auf hybride und Muticloud-Strategien: Bereits 51 Prozent kombinieren Public- und Private-Cloud-Umgebungen, um mehr Kontrolle über sensible Daten zu gewährleisten.

Mathias Nöbauer, CEO von Exoscale, sagt: „Europa braucht souveräne Cloud-Lösungen, die nicht nur datenschutzkonform, sondern auch flexibel sind. Multicloud oder Hybrid-Ansätze ermöglichen Unternehmen Souveränität Stück für Stück zurück zu erlagen, ihre Daten strategisch zu nutzen, ohne sich von einzelnen Anbietern abhängig zu machen.“

In die gleiche Kerbe schlägt Carsten Bange, Gründer und Geschäftsführer von Barc: „Gerade in sensiblen Bereichen ist es entscheidend, wo die Daten liegen, wer darauf zugreifen kann und welchen Gesetzen sie unterliegen. Deshalb sehen wir eine klare Bewegung hin zu europäischen und souveränen IT-Lösungen – sowohl in der Cloud als auch bei lokalen Systemen.“

Laut Studie wollen 36 Prozent der befragten Unternehmen künftig verstärkt auf regionale oder lokale Anbieter setzen. Besonders deutlich wird dieser Trend in der DACH-Region: Dort planen 41 Prozent den Umstieg auf europäische Alternativen – deutlich mehr als im internationalen Vergleich, wo es nur gut ein Viertel ist. Ein zentrales Ziel: Abhängigkeiten von außereuropäischen Technologie-Anbietern zu reduzieren.

Über die Studie

Diese Studie basiert auf einer quantitativen Online-Befragung, die im April 2025 erhoben wurde. Ziel der Umfrage war es, ein detailliertes Verständnis der aktuellen Relevanz und strategischen Bedeutung von Datensouveränität in Unternehmen zu gewinnen. Insgesamt nahmen 295 Personen an der Umfrage teil. Die Teilnehmer kamen aus unterschiedlichen Branchen und Unternehmensgrößen und waren global verteilt, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Europa.

Strategisch und souverän handeln!

Die Studie empfiehlt Unternehmen, Datensouveränität fest in ihre Strategie zu integrieren – durch gezielte Kombination von Cloud- und On-Premises-Technologien und eine kritische Analyse sensibler Datenbestände. Bange kommentiert: „Unternehmen sollten den Umgang mit Daten nicht länger als reines IT-Thema betrachten. Es geht um digitale Selbstbestimmung – und damit um nicht weniger als die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells.“

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Die Studienautoren raten daher Unternehmen, Datensouveränität als festen Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie zu verankern. Eine Bestandsaufnahme kritischer Datenbestände, deren Klassifikation nach strategischer Relevanz sowie eine flexible IT-Infrastruktur bilden dafür die Grundlage. Dabei sollten Cloud- und On-Premises-Lösungen je nach Sicherheits- und Compliance-Anforderungen gezielt kombiniert werden. „Wir sehen einen klaren Trend: Wer Daten strategisch einsetzen will, braucht souveräne, hybride Systeme“, erklärt Jörg Tewes. „Regionale Anbieter wie Exasol ermöglichen diese Kontrolle – mit europäischen Werten, datenschutzkonform und technologischer Exzellenz.“

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