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Profitbricks erfindet IaaS neu

AWS ist out, jetzt kommt Profitbricks - plant Achim Weiß

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Datenbank-Migration bei 80 Gb/s

Für die Kunden allerdings sieht das Netz so aus wie Ethernet, nur schneller. Zudem wird Infiniband bald noch schneller werden. Bereits im Kommen sind 112 Gb/s und 300 Gb/s sind in der Entwicklung.

„Wir haben uns bewusst gegen Ethernet entschieden, denn Infiniband bietet eine bislang nicht dagewesene Performance. Damit erreichen wir jetzt schon Übertragungsgeschwindigkeiten von 80 Gb/s. Das ist achtmal schneller als der gegenwärtige Ethernet-Standard erlaubt“, erklärt Weiß.

„Damit können wir IaaS für eine ganz andere Leistungsfülle anbieten“, wirbt Weiß. In Betracht käme nun auch IaaS für große Datenbanken oder Dokumenten-Management-Systeme. AWS hingegen sei etwa für die Blockverarbeitung viel zu langsam.

Storage ist sicher und flexibel

„Wir wollen auch SSD-Platten anbieten“, galoppieren seine Pläne davon. Zwar habe man das früher bereits mit Ethernet ausprobiert, doch das Protokoll arbeite schlichtweg zu langsam.

Der Profitbricks-CEO Achim Weiß hat 1995 sein Studium abgebrochen, um die Web-Hosting Firma "Schlund+Partner" mitzugründen. Von 1995 bis 2008 war er der verantwortliche technische Vorstand für mehrere starke Projekte: die weltweit größte Web-Hosting Plattform, die zweitgrößte DSL-Plattform, ein Video on Demand Delivery Network, den größten eMail Backend in Europa, ein universelles Billing System.
Der Profitbricks-CEO Achim Weiß hat 1995 sein Studium abgebrochen, um die Web-Hosting Firma "Schlund+Partner" mitzugründen. Von 1995 bis 2008 war er der verantwortliche technische Vorstand für mehrere starke Projekte: die weltweit größte Web-Hosting Plattform, die zweitgrößte DSL-Plattform, ein Video on Demand Delivery Network, den größten eMail Backend in Europa, ein universelles Billing System.
(Bild: Profitbricks)

Im Profitbricks-RZ hingegen kommen gespiegelte Raid 10 Systeme System zum Einsatz. Zudem werden die Storage-Server redundant gehostet. Ein virtuelles Storage, das im Planungs-Tool angelegt wird, entspricht einem iSCSI Block Device und verhält sich wie ein Direct Attached Storage. Sie sind beliebig skalierbar und werden getrennt von Servern verwaltet.

CD-ROM-Laufwerke, etwa für das Ablegen von VMware- oder Microsoft-Images, sind im Preis enthalten. Ansonsten bietet Profit Bricks bis zu 16 Terabyte pro Storage-Device auf einmal und bis zu 8 Ethernet-Interfaces.

Netzwerke nach Gusto

Darüber hinaus können die Kunden ihr Netzwerk so gestalten wie gewohnt. Jeder bekommt eine im Preis inbegriffene IP-Adresse, weitere kann der Kunde hinzu buchen. Es lassen sich aber auch verschachtelte Netze bilden, mit nach außen abgeschotteten Subnetzen beispielsweise. Weiß spricht von „freien Vernetzungsstrukturen durch echte Isolation des Kundennetzwerks im virtuellen Rechenzentrum.“

Screenshot des Data Center Designer (DCD) von Profitbricks
Screenshot des Data Center Designer (DCD) von Profitbricks
(Bild: ProfitBricks)

Für die Planung gibt es einen grafischen, intuitiv bedienbaren Editor, in dem sich auch sämtliche Verbindungen zwischen den Infrastruktur-Komponenten bezeichnen lassen. Über den „Data Center Designer“ (DCD) kann der Kunde somit sein komplettes virtuelles Rechenzentrum individuell zusammenstellen und per Mausklick die Konfiguration aktivieren oder beliebig ändern – egal ob es sich um Server, Storage, Loadbalancer, Firewalls oder die entsprechende Vernetzung handelt.

Vertikales und horizontales Wachsen sowie Schrumpfen

„Der Kunde kann sich quasi im Sekundentakt neue Ressourcen dazu mieten“, so der Profi-Bricks-Chef. Doch nicht nur das, auch das Schrumpfen habe er eingeplant.

Flexibilität zeige die Plattform etwa beim vertikalen Skalieren. Das sei bei Wettbewerb weitgehend ausgeschlossen. „Bei uns“, so Weiß, „können die Kunden einfach mehr Speicher in die Datenbank herein fahren, sollte das notwendig sein.“

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