Im IP-Insider-Test: Client-Management-Plattform ACMP 4.0.1 von Aagon

Automatisiertes Desktop-Management im Fokus

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Der Test

Im Test spielten wir ACMP 4.0.1 auf einem Windows Server 2012 ein und verwalteten Clients unter Windows 7, Windows 8 und Server 2008 R2 sowie Server 2012. Dabei legten wir ein besonderes Augenmerk auf die Neuerungen.

Installation und Einrichtung des Systems

Die Installation des Produkts lässt sich nach dem Einlegen der Setup-DVD über den Punkt "ACMP Setup" aufrufen. Dann kommt ein Wizard hoch, der die Anwender durch den Installationsprozess führt.

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Nach dem Aufruf der Verwaltungskonsole und dem ersten Login beim ACMP-Server startet automatisch eine Update-Funktion und bringt die Komponenten der Konsole auf den aktuellen Stand. Sobald das erledigt ist, erscheint ein Wizard, der den Anwender durch die Erstkonfiguration der Lösung führt.

ACMP im laufenden Betrieb

Die Konsole arbeitet – wie bereits erwähnt – mit einem Ribbon-Menü am oberen Bildschirmrand, einer Baumstruktur auf der linken Seite und dem Arbeitsbereich, der auf Schaltflächen setzt, die den Kacheln der Windows 8-Oberfläche ähnlich sind. Diese Schaltflächen verzweigen auf die gleichen Funktionen, die auch die Baumstruktur bereitstellt, während das Ribbon-Menü die im jeweiligen Kontext wichtigsten Befehle liefert.

Zum Funktionsumfang von ACMP gehört das so genannte Client Management. Dieses ermöglicht unter anderem das Verteilen des Agenten und das Durchführen der bereits angesprochenen Abfragen. Die Abfragen stellen eine der wichtigsten Funktionen von ACMP dar und durchsuchen den gesammelten Datenbestand nach Informationen, die Administratoren bei ihrer Arbeit weiterhelfen. So liefern sie beispielsweise einen Überblick über alle Computer, über die offenen Tickets des Helpdesk, über Inventory-Daten wie IP-Adress-Listen und Dienste sowie über die Lizenzverwaltung. Darüber hinaus existieren auch Abfragen in den Bereichen Sicherheit und Windows Updates. Abfragen lassen sich ebenfalls dazu nutzen, Client Commands zu starten, beispielsweise nach dem Schema "Wenn der freie Speicherplatz auf dem System kleiner als fünf Prozent ist, lösche alle temporären Dateien".

Gleichfalls von Interesse: die zuvor erwähnten Container. Sie ermöglichen es den Administratoren, Clients nach bestimmten Kriterien zu gruppieren. Die Container sind auch nutzbar, um das Client-Management weitgehend zu automatisieren. Sie eignen sich nicht nur dazu, Software im Netz zu verteilen, sondern auch zum Ausführen aller denkbaren Client Commands. Dadurch können auf den verwalteten Rechnen Dateien gelöscht und Drucker installiert werden sowie vieles mehr. Im Test funktionierte das ohne Probleme.

Systemverwaltung in eigener Sache

Unter "System" finden sich im Gegensatz dazu alle Punkte, die zum Verwalten von ACMP selbst relevant sind. Dazu gehört eine Update-Funktion, die das System auf dem aktuellen Stand hält. Diese nennt sich "Active Update" und lädt zunächst die vorhandenen Updates herunter. Danach werden die Updates auf dem Server geparkt, freigegeben und von dort aus in die ACMP-Umgebung verteilt, also auch auf die Clients. Damit bietet Active Update eine zentrale Aktualisierungsverwaltung, mit der sich das gesamte ACMP-System mit wenigen Mausklicks auf den aktuellen Stand bringen lässt und nimmt den Administratoren sehr viel Arbeit ab.

Noch ein Wort zur "Desktop Automation", also der Kombination der erweiterten Inventarisierungsmöglichkeiten mit Containern, Client Commands und der Software-Verteilung zum Automatisieren des Desktop Managements. Diese stellt sicher neben dem neuen Benutzerinterface die wichtigste Neuerung von ACMP 4 dar. Der Leistungsumfang der Client Commands ist beeindruckend, und die Administratoren erhalten damit und mit den Containern ein Werkzeug an die Hand, mit dem sie fast alle Verwaltungsaufgaben automatisieren können. Die damit zusammenhängenden Features wurden aber vollständig in die Gesamtfunktionalität der Management-Suite integriert, sodass sich die Vorteile der Desktop Automation erst bei der täglichen Arbeit mit dem Produkt zeigen.

Fazit

ACMP 4 hinterließ im Test einen durchweg positiven Eindruck. Die neue Benutzeroberfläche ist schnell, übersichtlich und benötigt kaum Einarbeitungszeit. Die Active-Update-Funktionalität nimmt den Administratoren einen Großteil der Arbeit ab, der normalerweise beim Aktualisieren verteilter Umgebungen anfällt.

Das eigentliche Highlight des Produkts ist aber die Desktop-Automation mit den extrem leistungsfähigen Containern und Client Commands, wobei letztere sich außerordentlich flexibel einsetzen lassen und eine Lösung für praktisch jede Managementaufgabe in einem Unternehmensnetz mitbringen können. Damit bleiben für die tägliche Arbeit kaum Wünsche offen.

Über das IAIT

Das Institut zur Analyse von IT-Komponenten (IAIT) erstellt qualitativ hochwertige, unabhängige Tests, Workshops, Video-Tutorials sowie Interviews zu neuen Produkten und Lösungen aus der Informationstechnologie, die anschließend in neutralen Medien erscheinen.

Dr. Götz Güttich ist Leiter des IAIT
Dr. Götz Güttich ist Leiter des IAIT

Über den Autor

Der Leiter des Instituts – Dr. Götz Güttich – verfügt über mehr als fünfzehn Jahre Branchenerfahrung als IT-Consultant und Fach- beziehungsweise Chefredakteur im IT-Umfeld. Aufgrund seiner langjährigen umfangreichen Testtätigkeit für führende deutsche Netzwerkmagazine beschränken sich seine Fähigkeiten nicht auf die Theorie des IT-Geschäfts.

Dr. Güttich bringt auch umfassende praktische Kenntnisse aus dem Einsatz unterschiedlichster Lösungen in Unternehmensnetzen mit. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Cloud, Mobile Computing, IT-Sicherheit, Storage, Netzwerkmanagement, Netzwerkbetriebssysteme, Terminalserver und Virtualisierung.

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