Building Circularity Passport vorgestellt Automatisierte Datenverarbeitung liefert ökologischen Fußabdruck

Von Martin Hensel

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Die Werkbank IT GmbH hat gemeinsam mit der Environmental Protection Encouragement Agency (EPEA) den „Building Circularity Passport“ (BCP) vorgestellt. Er ermöglicht die frühzeitige Berechnung von Ökobilanzen für Immobilien auf Basis automatisierter Datenverarbeitung.

Der Building Circularity Passport von Die Werkbank IT und der EPEA macht den ökologischen Fußabdruck eines Gebäudes bereits in der Planungsphase sichtbar.(Bild:  djedj /  Pixabay)
Der Building Circularity Passport von Die Werkbank IT und der EPEA macht den ökologischen Fußabdruck eines Gebäudes bereits in der Planungsphase sichtbar.
(Bild: djedj / Pixabay)

Der BCP soll Planern, Bauherren und Investoren unmittelbar Auskunft über CO2-Fußabdruck, Recyclingfähigkeit oder den verbauten Rohstoffrestwert eines Gebäudes geben. Laut den Partnern lässt sich bereits in der Planungsphase in wenigen Sekunden herausfinden, wie sich die eingesetzten Baustoffe auf die Ökobilanz des Projekts auswirken.

Bislang waren dafür aufwendige Berechnungen erforderlich. Nun stellt die EPEA die nötigen Daten und Algorithmen für den digitalen Abgleich in den CAD-Programmen bereit. Zudem lassen sich die monetären Werte der verbauten Konstruktionen in den Gebäuden ermitteln.

Lebenszyklus von Anfang an abbilden

Die EPEA verfügt über langjährige Erfahrung in der Bewertung von Produkten nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip und der Life-Cycle-Assessment-Methode (LCA). Hinzu kommt fundiertes Wissen über die Kreislauffähigkeit von Baustoffen und -produkten sowie deren ökologischen Fußabdruck.

Die Werkbank IT stellt mit der BIM-Infrastruktur die Technik zur Übertragung dieser Informationen in einen digitalen Zwilling zur Verfügung. Architekten und Fachplaner können per Klick in ihrem CAD-Programm einen BCP des Digital Twins ausweisen und auf dieser Basis das Ergebnis optimieren.

EPEA-Geschäftsführer Dr. Peter Mösle dazu: „Herstellung, Errichtung, Entsorgung beziehungsweise Recycling sind bisher im Energieausweis (GEG) unberücksichtigt. Diesen verengten Blick wollen wir aufbrechen, indem wir den gesamten Lebenszyklus der verwendeten Materialien in den Planungsprozess aufnehmen.“

Bilanzwerte verbessern

Geringe CO2-Emissionen und kreislauffähige Materialverwendung sind inzwischen wesentliche Sicherheitsfaktoren bei Investments – nicht zuletzt aufgrund der Forderungen des „Green Deals“ der EU. Um für Transparenz im kompletten Lebenszyklus zu sorgen, sind valide Daten und einfache Tool unumgänglich.

Zudem können Planer in frühen Leistungsphasen noch Variantenvergleiche zu Bauweisen und Materialeinsatz durchführen. Dies muss für die Anwender aber einfach umsetzbar sein. „Hierbei ist entscheidend, dass wir sowohl generische Daten als auch produktspezifische Daten der Hersteller zu jeder Zeit für den Architekten verfügbar sind“, betont Mösle. An dieser Stelle kommt die Werkbank IT ins Spiel, die mittels ihres BIM-Modells den BCP für Architekten und Planer verfügbar macht.

„Bisher war noch keine Kalkulation in CAD-Planungsprogrammen möglich und der Berechnungsprozess hat viel Zeit in Anspruch genommen, da er nicht automatisiert war“, erläutert Matthias Uhl, Geschäftsführer von Die Werkbank IT. Im Zuge der Kooperation mit der EPEA werden ökologisch relevante Daten gemeinsam mit Produktinformationen der Datenbank „BIM & More Harmony“ über ein Plugin in der digitalen Planungsumgebung zugänglich gemacht. „Dadurch können wir den Building Circularity Passport zum ersten Mal vollends skalieren“, so Uhl.

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