Die Menge an ausrangierten IT Geräten hat sich im letzten Jahrzehnt sowohl im privaten als im ökonomischen Sektor mehr als verdoppelt (siehe: Link unten). Angesichts dieser Tatsache und dem stetig voranschreitenden Klimawandel, steigt die Notwendigkeit für Unternehmen, ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und nachhaltigere Lösungen für Geschäftsprozesse zu finden.
Ein Beispiel für Nachhaltigkeitsbestrebungen: Auf der Veranstaltung „Dell Technologies World 2025“, die kürzlich in Las Vegas stattgefunden hat, zeigt der Herstteler unter anderem, welche Materialien seiner Hardware sich zurückgewinnen und neu verwenden lassen und welche eher umweltfreundlich, weil sie weniger giftig, sind.
(Bild: uo/ Vogel IT-Medien GmbH)
Für Unternehmen ist es jetzt und in Zukunft entscheidend, nachhaltige Praktiken nicht nur als vorübergehenden Trend, sondern als langfristige Verantwortung begreifen, die sie auch ernst nehmen müssen. Ökologische Verantwortung wird sowohl zu einer immer häufigeren regulatorischen Anforderung als auch zu einer fast selbstverständlichen Erwartung auf Kundenseite.
Nachhaltigkeit kann so nicht nur das Image einer Marke verbessern, sondern echte Wettbewerbsvorteile durch Innovation und Ressourceneffizienz schaffen. Nicht umsonst haben etwa 90 Prozent aller S&P500 Unternehmen in den USA ESG-Initiativen eingeführt, so McKinsey. Das betrifft grundsätzlich alle Unternehmensteile, besonders in der IT liegen viele Potentiale, um nachhaltiger zu handeln.
Logo auf der Website „McKinsey Sustainability“
(Bild: McKinsey)
Hier kommt das Asset Lifecycle Management ins Spiel: Es hilft Unternehmen, ihre Assets gezielt und nachhaltig zu verwalten – von der Anschaffung bis zur Entsorgung – und so die Umweltbelastung zu minimieren. Durch bewusste Verwaltung und Wiederverwertung von technologischen Assets kann diesem „Elektroschrott“ effektiv entgegengewirkt werden und einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft geleistet werden.
Technologischer Fortschritt optimiert das Asset Lifecycle Management
Die fortschreitende Digitalisierung eröffnet Unternehmen neue Wege, ihre IT Geräten effizienter und nachhaltiger zu managen. Moderne Technologien und smarte Software machen es möglich, den gesamten Lebenszyklus von IT Geräten ganzheitlich, transparent und gezielt zu steuern. Dank intelligenter Software lassen sich etwa Bestände an Hardware automatisch erfassen und tracken.
So wird sehr genau sichtbar, welches Asset gerade genutzt wird, wo sich ungenutzte und überflüssige Geräte befinden und wie lange sie noch funktionstüchtig sind. Beispielsweise können obligatorische Wartungszyklen oder die Entsorgung von IT Geräten frühzeitig geplant und umgesetzt werden.
Künstliche Intelligenz und Blockchain bieten Unternehmen zudem erweiterte Möglichkeiten für ihr Asset Lifecycle Management. Sie ermöglichen es unter anderem alle Assets in Echtzeit zu überwachen, zu analysieren und die Lieferkette transparent nachzuvollziehen. So können Unternehmen die Nutzung ihrer IT Geräte effizienter gestalten und entsprechenden Berichtspflichten einfacher nachkommen.
Beispiel: Materialien für die Hardware von Dell Technologies
(Bild: uo/Vogel IT-Medien GmbH)
Das alles erhöht die Rentabilität der einzelnen Assets und sorgt dafür, dass funktionsfähige Geräte so lange im Zyklus verweilen können, wie es möglich ist und im besten Falle auch wiederverwertet werden und über viele Jahre genutzt werden können.
Einfluss auf die Energiebilanz
Durch die verlängerte Lebensdauer von IT Geräten können Unternehmen ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren, da die Klimabilanz zur Produktion und Lieferung neuer Geräte mittelbar auf ihre eigenen Nachhaltigkeitswerte wirkt. Viele Unternehmen sind mittlerweile auch gesetzlich verpflichtet, Kennzahlen zu ihrem Nachhaltigkeitsengagement veröffentlichen. Durch Anpassungen in der Entsorgung oder der Weiterverwendung ihrer elektronischen Geräte können sie nicht nur ihre Zielvorgaben einhalten, sondern diese sogar übertreffen. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.
Im Rahmen der Kreislaufwirtschaft, die auf Dauerhaftigkeit, Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit abzielt, gewinnt die effiziente Verwaltung von IT Geräten zunehmend an Bedeutung. Die Wiederverwertung und das Recycling von Komponenten tragen erheblich zur Reduzierung von Abfall und zur Verringerung des Rohstoffverbrauchs bei.
Unternehmen, die solche Praktiken in ihr Asset Lifecycle Management einbinden, leisten einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und können gleichzeitig ihre Umweltbilanz nachhaltig verbessern. Indem wertvolle Elektronikprodukte im Kreislauf verbleiben, wird weniger Abfall erzeugt. Die Vermeidung von Elektroschrott und das gezielte Recycling haben zudem positive Auswirkungen auf den ökologischen Fußabdruck.
Wirtschaftliche und rechtliche Effekte
Neben den ökologischen Vorteilen bietet das Asset Lifecycle Management auch ökonomische Chancen. Durch die Implementierung nachhaltiger IT-Strategien lassen sich auf Dauer Kosten eingesparen. Eine vorausschauende Planung und das kontinuierliche Überwachen des gesamten Lebenszyklus eines Assets schont bei Unternehmen Ressourcen, etwa bei den Anschaffungskosten für Hardware. Die ordnungsgemäße Entsorgung und das sichere Recycling von IT Geräten sind nicht nur aus ökologischen und ökonomischen Gründen wichtig, sondern auch entscheidend für den Schutz sensibler Daten.
Beispiel Hardware von Dell Technologies: Auch hier spielt das Recycling eine große Rolle.
(Bild: uo/ Vogel IT-Medien GmbH)
Unternehmen und Verbraucher:innen produzieren eine enorme Menge an Daten. Daher ist es unerlässlich, dass sensible Informationen, die auf alten Geräten gespeichert sind, nicht in die falschen Hände geraten. Vor allem betrifft dies Festplatten aller Art, Mobiltelefone und andere Speichermedien.
Stand: 08.12.2025
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*Der Autor Martin Ha ist Mitglied der Geschäftsleitung und Vertriebsleiter von Iron Mountain für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Digitalen Transformation begann seine Karriere bei IBM als IT-Techniker und Lösungsarchitekt. Weitere Führungspositionen folgten bei der Deutschen Telekom und Wipro. Zuletzt war er Geschäftsführer eines weltweit führenden Produktionsunternehmens. Er fasst zusammen: Jedes Jahr werden mehrere Millionen Tonnen Elektroschrott verursacht – eine Zahl, die stetig steigt und uns als Gesellschaft vor große Herausforderungen stellt. Unternehmen sehen sich zunehmend dem Druck ausgesetzt, nachhaltige Geschäftspraktiken in ihre Prozesse zu integrieren. Angesichts hoher gesetzlicher Vorgaben und wachsender gesellschaftlicher Erwartungen wird ein nachhaltiges Konzept für Unternehmen zunehmend unverzichtbarer. In der Informationstechnik bietet das Asset Lifecycle Management einen guten Hebel mit ökologischem und ökonomischem Einfluss.