Suchen

Starke Hochverfügbarkeits-Features im jüngsten Microsoft-Datenbank-Server

AlwaysOn-Gruppen und -Cluster in SQL Server 2012

Seite: 3/3

Firmen zum Thema

Die Commit-Funktion

Der Verfügbarkeitsmodus legt fest, ob das primäre Replikat mit dem Commit der Transaktionen für eine Datenbank wartet, bis ein sekundäres Replikat die Transaktionsprotokoll-Datensätze auf den Datenträger geschrieben hat. AlwaysOn-Verfügbarkeitsgruppen unterstützen dazu zwei Verfügbarkeitsmodi, den asynchronen Commit-Modus und den synchronen Commit-Modus. Im Modus für asynchrone Commits führt das primäre Replikat einen Commit für Transaktionen aus, ohne auf die Bestätigung zu warten.

Im Modus für synchrone Commits wartet ein primäres Replikat mit synchronen Commits vor dem Commit für Transaktionen auf ein sekundäres Replikat mit synchronen Commits, um zu bestätigen, dass das Schreiben des Protokolls abgeschlossen wurde. Während eines Failovers wechselt das sekundäre Zielreplikat in die primäre Rolle und wird dadurch zum neuen primären Replikat.

Das neue primäre Replikat schaltet seine Datenbanken als primäre Datenbanken online. Client-Anwendungen können anschließend eine Verbindung mit ihnen herstellen. Wenn das primäre Replikat noch verfügbar ist, wechselt es in die sekundäre Rolle und wird dadurch zu einem sekundären Replikat. Die primären Datenbanken werden sekundäre Datenbanken.

Altbewährtes zur Hochverfügbarkeit

Wollen Unternehmen auf eine eingeschränkte Hochverfügbarkeit ohne Cluster setzen, verwenden Administratoren die bewährten Methoden Transaktionsprotokollversand, Replikation oder die Datenbankspiegelung. Diese Technologien sind auch Bestandteil der „Standard Edition“ von SQL Server 2012 und benötigen keine Cluster-Installation.

Sie lassen sich also auch mit der Standard Edition von Windows Server 2008 R2 oder Windows Server 2012 umsetzen. Außerdem besteht noch die Möglichkeit SQL Server 2012 in einem Hyper-V-Cluster zu betreiben. Das funktioniert aber auch mit anderen SQL Server-Versionen.

Datenbanken zwischen SQL Server 2012 und SQL Azure

Unternehmen können Daten zwischen „SQL Azure“ und SQL Server 2012 synchronisieren (siehe: Abbildung 3). Administratoren müssen dazu Tools von SQL Azure nutzen.

Um Daten zwischen lokalen SQL-Servern und SQL Azure zu synchronisieren, oder Datenbanken zwischen SQL Azure-Speichern, benötigen Unternehmen Synchronisierungsgruppen. Diese legen Administratoren im Bereich Datensynchronisierung in der Webverwaltungs-Oberfläche von Windows Azure an.

Bildergalerie

Zunächst muss in der Verwaltungsoberfläche von SQL Azure diese Funktion generell aktiviert werden. Danach bestimmen die Administratoren, dass lokale SQL-Server mit SQL Azure synchronisiert werden sollen. Auf den SQL-Servern ist dazu ein Agent notwendig, der SQL Server 2012 mit SQL Azure verbindet.

(ID:36234670)