Das europäische Quantencomputer-Projekt OpenSuperQPlus 7 Jahre Zeit für einen EU-eigenen Computer, der 1000 Qubits kann

Quelle: Pressemitteilung Forschungszentrum Jülich 2 min Lesedauer

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Gestern ist „OpenSuperQPlus“ gestartet. Beteiligt sind Insgesamt 28 Partner aus zehn Ländern: zentrale Einrichtungen der nationalen Initiativen in den Niederlanden, Frankreich, Finnland, Deutschland, Ungarn und Schweden sowie Start-ups für Quantencomputer. Das Forschungszentrum Jülich koordiniert.

Eine siebenjährige Agenda für eine Quantencomputer mit 1000 Qubits: Das gehört zu den Rahmenbedingungen von „OpenSuperQPlus“, genauso wie ein Budget von 20 Millionen Euro. (Bild:  Forschungszentrum Jülich/ Sascha Krelau)
Eine siebenjährige Agenda für eine Quantencomputer mit 1000 Qubits: Das gehört zu den Rahmenbedingungen von „OpenSuperQPlus“, genauso wie ein Budget von 20 Millionen Euro.
(Bild: Forschungszentrum Jülich/ Sascha Krelau)

Im Rahmen der Partnerschaft wurde eine ehrgeizige siebenjährige Agenda vereinbart, die zu einem Quantencomputer mit 1.000 Qubits führen soll. Die erste Phase wird auch als „OpenSuperQPlus 100“ bezeichnet und soll innerhalb von dreieinhalb Jahren mehrere Quantencomputer-Systeme zur Evaluierung von Hard- und Software sowie ein benutzerorientiertes 100-Qubit-System für erste Quantenanwendungen einführen. In der zweiten Phase stehen dann die kritischen Komponenten und technologische Entscheidungen auf dem Plan, die zur Realisierung des 1000-Qubit-Systems erforderlich sind.

Open Superconducting Quantum Computers (OpenSuperQPlus) wird von der Europäischen Union mit 20 Millionen Euro durch einen speziellen Quantum Grant innerhalb des europäischen Forschungsrahmenprogramms „Horizon Europe“ gefördert. Eine besondere Bedeutung gewinnt das Projekt zudem durch Synergie-Effekte, die sich aus der Verschmelzung lokaler und nationaler Initiativen ergeben sollen.

Professor Frank Wilhelm-Mauch vom Forschungszentrum Jülich soll as Koordinator den Überblick behalten.(Bild:  Forschungszentrum Jülich/Sascha Krelau)
Professor Frank Wilhelm-Mauch vom Forschungszentrum Jülich soll as Koordinator den Überblick behalten.
(Bild: Forschungszentrum Jülich/Sascha Krelau)

Koordinator Professor Frank Wilhelm-Mauch vom Forschungszentrum Jülich, erläutert, warum so viele beteiligt sind: „Wir bringen europäische Spezialisten für alle Komponenten eines solchen Quantencomputersystems in einem einheitlichen Rahmen zusammen, sei es im öffentlichen oder privaten Sektor. Die technologische Herausforderung ist enorm. Um die Fehlerrate in Quantencomputern zu minimieren und diese Systeme zu skalieren, ist die Zusammenarbeit aller Akteure erforderlich, die das hervorragende Quanten-Ökosystem in Europa derzeit zu bieten hat." Erste konkrete Anwendungen sind auf dem Gebiet der Quantensimulation für die chemische Industrie und die Materialwissenschaften sowie in der Lösung von Optimierungsproblemen und Aufgaben des Maschinellen Lernens zu erwarten.

Projektpartner in OpenSuperQPlus

In Deutschland:

  • Forschungszentrum Jülich GmbH
  • Bayerische Akademie der Wissenschaften
    - Walther-Meissner-Institute
    - Leibniz Supercomputing Centre
  • Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V.
  • Karlsruher Institut für Technologie
  • Qruise GmbH
  • Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG
  • Supracon AG
  • Zurich Instruments Germany
  • Eurice – European Research and Project Office GmbH

in Finnland:

  • Aalto University
  • BlueFors Cryogenics Oy
  • CSC – IT Center for Science Ltd.
  • IQM Finland Oy
  • Teknologian Tutkimuskeskus VTT Oy

in den Niederlanden:

  • Netherlands Organisation for Applied Scientific Research
  • Orange Quantum Systems
  • Quantware B.V.
  • Technische Universiteit Delft

in Frankreich:

  • Alice & Bob
  • Centre National De La Recherche Scientifique
  • Commissariat à l’Energie Atomique et aux Energies Alternatives

in Ungarn:

  • Budapest University of Technology and Economics
  • Wigner Research Centre for Physics

in Österreich:

  • Institute of Science and Technology Austria

in Schweden:

  • Chalmers Tekniska Högskola AB

in Estland:

  • Tartu Ülikool

in Spanien:

  • Universidad del País Vasco / Euskal Herriko Unibertsitatea

in Israel:

  • The Hebrew University of Jerusalem

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