Grün und divers ist die richtige Strategie Zeag-Studie 2024: ESG-Strategien stärken den Unternehmenserfolg im Mittelstand

Quelle: Pressemitteilung Zeag GmbH 4 min Lesedauer

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Eine merklich ökologisch orientierte Führung steigert die Mitarbeitendenzufriedenheit und Unternehmensleistung zu je 20 und 21 Prozent. Diese Erkenntnis stammt aus der diesjährigen repräsentative Trendstudie des Zentrums für Arbeitgeberattraktivität, Zeag GmbH, in enger Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen zum Status quo im Mittelstand und darüber hinaus.

In Betrieben mit einem ausgeprägten Diversitätsklima fühlen sich Arbeitnehmende 30 Prozent weniger emotional erschöpft. (Bild:  frei lizenziert: pexels_fauxels / Pexels)
In Betrieben mit einem ausgeprägten Diversitätsklima fühlen sich Arbeitnehmende 30 Prozent weniger emotional erschöpft.
(Bild: frei lizenziert: pexels_fauxels / Pexels)

Die diesjährige Zeag-Studie untersucht ökologische und soziale Faktoren unter Berücksichtigung geltender und zuletzt verschärfter ESG-Kriterien. Dabei ist festzustellen, dass Insbesondere ökologische Führung und ein ausgeprägtes Diversitätsklima sich positiv auf den Unternehmenserfolg auswirken .

Gesetzliche Regelungen sowie gesellschaftliche Normen rücken Mensch und Umwelt zunehmend in den Mittelpunkt. Anfang 2024 verschärfte die EU die Richtlinien zum ESG-Reporting – vor allem die Verpflichtung auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit. Die Kriterien und Rahmenbedingungen für eine nachhaltige und ethische Unternehmenspraxis zu erfüllen, sollte für das Management heute als oberste Priorität ranken; Untätigkeit kann finanzielle und Reputationsschäden bedeuten.

Zur Methodik

Für die Trendstudie befragte die zeag GmbH im Rahmen der Arbeitgeberbewertung Top Job insgesamt 9.382 Mitarbeitende und Führungskräfte aus 73 deutschen Unternehmen. Die Auswertung übernahm das Institut für Führung und Personal-Management der Universität St. Gallen. Im Ergebnis entstand eine repräsentative Stichprobe der deutschen Arbeitnehmerschaft in einem diversen Spektrum kleiner (27 Prozent), mittelständischer (47 Prozent) und größerer Unternehmen (26 Prozent) mit einer Mitarbeitendenanzahl zwischen 11 und 1.387.

Vornehmlich nahmen Unternehmen aus dem Bereich Dienstleistungen sowie dem Produktionsbereich teil. Doch auch Finanzbetriebe sowie Firmen aus dem Groß- und Einzelhandel und dem Baugewerbe gehören zu den Befragten.

Die wichtigsten Erkenntnisse

Interessiert waren die Studienmacher insbesondere an folgenden Fragen:

  • Wie wirkt sich gelebte Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung auf den Unternehmenserfolg aus?
  • Wie können KMU ihre Unternehmenskultur unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten
  • verbessern?

Die Studie identifiziert Schlüsselbereiche, in denen Chancen und Handlungsbedarf liegen. Demnach steigern echtes Engagement für Nachhaltigkeit Wohlbefinden und emotionale Bindung der Mitarbeitenden. Daraus ergibt sich automatisch eine stark erhöhte Unternehmensleistung, wie die Studie unmissverständlich belegt. Sie verdeutlicht allerdings auch, dass bislang weniger als die Hälfte aller befragten Firmen die Kraft eines solchen Wertewandels erkennen:

  • Eine merklich ökologisch orientierte Führung steigert die Mitarbeitendenzufriedenheit und Unternehmensleistung zu je 20 und 21 Prozent. Bisher schreiben sich lediglich 6 Prozent der Firmen ein solches Führungsklima auf die Fahne.
  • In Betrieben mit einem ausgeprägten Diversitätsklima fühlen sich Arbeitnehmende 30 Prozent weniger emotional erschöpft. Die Altersdiskriminierung nimmt um 60 Prozent ab. Ganz gleich veteilt findet sich aber nicht in allen Branchen. Zwar berücksichtigen in der Studie die über alle Branchen hinweg, so dass bereits zu 48 Prozent aller Studienteilnehmenden das Diversitätsklima als besonders stark und empfinden, aber das produzierende Gewerbe und der Handel bilden mit 27 und 29 Prozent die klaren Schlusslichter.

Der Status quo

Insgesamt etablierten 26 Prozent der KMU zwar Nachhaltigkeitsrichtlinien, konkrete Nachhaltigkeitsziele allerdings definierten nur 10 Prozent. Dabei attestieren sich 44 Prozent der Studienteilnehmenden ein stark ausgeprägtes ökologisches Mindset. Hier lässt die Mehrheit der Firmen Chancen im Hinblick auf emotionale Mitarbeiterbindung liegen: Diese steigt durch ökologisch orientiertes Leadership um 17 Prozent.

Mit Blick auf soziale Verantwortung stehen die meisten Unternehmen schon besser da. So erleben 37 Prozent der Arbeitnehmenden gesunde Führung, 39 Prozent eine gute Work-Life-Balance. 26 Prozent der KMU etablierte bereits Angebote für die Unterstützung bei der Kinder- und Seniorenbetreuung, 23 Prozent boten ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit, einen bezahlten Tag pro Jahr für ehrenamtliches Engagement zu nehmen.

Aus dem Satus quo leitet die Studie die Bereiche ab, in denen sich etwas tun muss.

Die zentralen Handlungsfelder

  • 1. Nachhaltigkeit muss zum Markenwert erwachsen - Die Festlegung und Kommunikation klarer strategischer Ziele ist entscheidend, um alle Mitarbeitenden auf den neuen Kurs auszurichten und sicherzustellen, dass ökologische Nachhaltigkeit integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie wird. Nachhaltigkeitsberichte machen Erwartungen messbar und Zielerfüllung kontrollierbar.
  • 2. Umweltbewusstes Verhalten gehört gefördert: Ein erhöhtes und diverses Schulungsangebot zu ESG-Thematiken zahlt auf Bewusstsein und Wissen der Arbeitnehmenden über ökologische Nachhaltigkeit ein. Gezielte Anreize begünstigen das Engagement der Mitarbeitenden.
  • 3. Ökologische Nachhaltigkeit muss vorgelebt werden: Indem sich die Führungsebene klimafreundlich verhält und in diesem Punkt selbst Leuchtturm ist, befeuert sie die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele durch die Mitarbeitenden.
  • 4. Diversitätsmaßnahmen sind zu erweitern: Ein positives Diversitätsklima verbessert die Gesundheit der Mitarbeitenden und Führungskräfte um acht Prozent. Maßnahmen wie Diversitäts-Workshops begünstigen den Austausch untereinander und schaffen Perspektivenreichtum.
  • 5. Die Analysen zeigen, dass sich Mitarbeitende in Firmen mit 'gesunder Führung' um acht Prozent vitaler fühlen als solche, die von ihren Arbeitgebenden wenig physische und psychische Unterstützung erhalten. 19 Prozent empfinden außerdem eine gesteigerte Work-Life-Balance. Teambuilding Events und regelmäßige Gesundheitschecks tragen unter anderem zum Employee Wellbeing bei.
  • 6. Soziales Engagement: Angebote für Kinder- und Seniorenbetreuung sowie bezahlte Tage für ehrenamtliches Engagement wirken sich auf das Wohlbefinden der Arbeitnehmenden aus. Während die emotionale Abgeschlagenheit um je sieben und vier Prozent nachlässt, legt das Gesundempfinden um jeweils 2 und 1 Prozent zu.

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