Diamant-NV-Spin-Qubit-Prozessoren aus Dresden Xeeq-Quantencomputer für indische Studenten

Von Ulrike Ostler 2 min Lesedauer

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Im Dezember 2021 war es soweit: Die Xeedq GmbH konnte den weltweit ersten mobilen Quantenprozessor vorstellen. Jetzt darf das Leipziger Unternehmen sich am Aufbau eines frühen Quantencomputing-Programms mit der Regierung von Tamil Nadu beteiligen. Ein Letter of Intent ist unterzeichnet.

Ein Quantencomputer auf Reisen: Der Xeeq- Quantencomputer ist vermutlich der erste, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln transportiert wurde,. Das Foto entstand auf dem Weg zur „Langen Abend der Wissenschaft 2025“ der Universität Ulm. (Bild:  Xeeq)
Ein Quantencomputer auf Reisen: Der Xeeq- Quantencomputer ist vermutlich der erste, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln transportiert wurde,. Das Foto entstand auf dem Weg zur „Langen Abend der Wissenschaft 2025“ der Universität Ulm.
(Bild: Xeeq)

Nach Angaben von Xeeq lässt sich das Quantenprozessor-System „XQ1“, ein 4+-Qubit-Prozessor, der auf Spins in Diamant basiert und bei Raumtemperatur betriebsbereit ist, über eine Steckdose mit Strom versorgen. Es soll robust genug für den Einsatz im Büro oder zu Hause sein.

XQ1 ist mobil, umweltfreundlicher als die tiefstgekühlten Quantencomputer und überwindet nach Unternehmensangaben die Barriere für die breite Einführung von Quantenprozessoren in Wertschöpfungsketten, um für die Chancen und Herausforderungen von morgen gerüstet zu sein.

Bei Xeeq ist man davon überzeugt, dass die disruptivsten Innovationen der Quantencomputing-Revolution von unbekannten 'Technopreneuren' stammen werden, die in ihrer Garage oder ihrem Studentenwohnheim arbeiten, so wie die Firmen wie zu Beginn der IT-Revolution. Das Unternehmen will Innovatoren und Early Adopters praktische Quanten-Edge-Systeme zur Verfügung zu stellen, um ihnen einen Vorsprung zu verschaffen und ihr „nächstes großes Ding“ voranzutreiben.

Im vergangenen Jahr hat die Xeeq GmbH die „Quantum Startup Pitch Competition" gewonnen. (Bild:  Xeeq)
Im vergangenen Jahr hat die Xeeq GmbH die „Quantum Startup Pitch Competition" gewonnen.
(Bild: Xeeq)

Gopi Balasubramanian, CEO und Mitbegründer der Xeedq GmbH formulierte 2021: „Die Entstehung von XQ1 ging auf die Kernidee zurück, dass jede wirkungsvolle Revolution auf einer Technologie beruhen muss, die praktikabel, skalierbar und nachhaltig ist. Festkörper-Spin-Qubits in Diamant funktionieren unter Umgebungsbedingungen außerordentlich gut, so dass wir natürlich den Rest innovativ gestalten und die Vorstellung überwinden konnten, dass Quantenprozessoren an Forschungslabore gebunden sein müssen.“

Er kündigte damals an, dass auf der Produkt-Roadmap bis 2026 die Bereitstellung von Quantenprozessoren mit 256+ Qubits stünden sowie „ultrahohe Rechenleistungen noch vor dem Ende des Jahrzehnts“. im vergangenen Jahr gewann Xeeq den „Quantum Startup Pitch Wettbewerb“ auf dem „Quantum World Congress“. Die Veranstaltung wir in diesem Jahr von 23. bis 25 September in "College Park", Maryland, stattfinden.

Gemeinsam mit der Regierung von Tamil Nadu beteiligt sich Xeeq  an Aufbau eines frühen Quantencomputing-Programms in Indien. (Bild:  Xeeq GmbH)
Gemeinsam mit der Regierung von Tamil Nadu beteiligt sich Xeeq an Aufbau eines frühen Quantencomputing-Programms in Indien.
(Bild: Xeeq GmbH)

Nun hat das Unternehmen mit der Regierung von Tamil Nadu und dem Tamil Nadu Technology Hub (iTNT) im Rahmen der Initiative „UmagineTN 2026" eine Absichtserklärung unterzeichnet. Der Zugang zu Quantencomputern wird damit erweitert. Das Programm soll Innovationen im indischen Deep-Tech-Ökosystem fördern.

Im Rahmen dieser Partnerschaft wird Xeedq eines der frühesten Quantencomputerprogramme Indiens starten und Studierenden, Forschenden sowie Start-ups direkten Zugang zu Quantenhardware ermöglichen. Die Initiative wird schrittweise umgesetzt, um eine breite Beteiligung und einen nachhaltigen Aufbau von Kompetenzen in ganz Tamil Nadu sicherzustellen.

In Phase eins erhalten die Teilnehmenden einen Fernzugang zu einem live betriebenen 4-Qubit-Quantencomputer, der es ihnen ermöglicht, reale Quantenaufgaben zu erproben und auszuführen. Phase zwei sieht den Aufbau eines Vor-Ort-Zugangs zu Quantencomputer-Hardware am iTNT Hub vor.

Das Programm legt den Schwerpunkt auf praxisorientierte Erfahrungen und ermöglicht es Lernenden und Innovatorinnen und Innovatoren, direkt mit realen Quantensystemen zu arbeiten, anstatt sich ausschließlich auf theoretische Studien oder Simulatoren zu stützen. Der iTNT Hub wird als zentrale Plattform für Outreach, Onboarding und Ressourcenzugang dienen und Institutionen sowie Innovatoren im gesamten Bundesstaat miteinander vernetzen.

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