Ausbau der Hyperscaler-Infrastruktur im Rhein-Main-Gebiet Wohin fließen die 5,5 Milliarden Euro von Google?

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Bis 2029 investiert Google in einen Neubau in Dietzenbach, den Ausbau in Hanau sowie Energie- und Wärmeprojekte. Ziel: lokale Latenz für Künstliche Intelligenz (KI), höhere Leistung und Versorgung mit CO2-freier Energie.

V.l.: Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation; Lars Klingbeil, Bundesminister der Finanzen; Marianne Janik, Vice President, Google Cloud EMEA North; Philipp Justus, Vice President, Google Central Europe; bei der Pressekonferenz zur Investitionsankündigung.(Bild:  Google)
V.l.: Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation; Lars Klingbeil, Bundesminister der Finanzen; Marianne Janik, Vice President, Google Cloud EMEA North; Philipp Justus, Vice President, Google Central Europe; bei der Pressekonferenz zur Investitionsankündigung.
(Bild: Google)

Google setzt in der Rhein-Main-Region auf zusätzliche Cloud- und KI-Kapazitäten. In Dietzenbach entsteht ein neuer Rechenzentrumsstandort, Hanau wächst weiter. Beide stützen die zwei Google-Cloud-Regionen in Deutschland.

Für Betreiber und Industrie zählt die Nähe zu DE-CIX; kurze Wege senken Latenz und stabilisieren KI-Workloads für Training und Inferenz. Der Bundesminister der Finanzen, Lars Klingbeil, sagt zu dem Vorhaben: „Deutschland ist ein attraktiver Standort für Investoren aus aller Welt.“

Wärmerückgewinnung speist Fernwärme

In Dietzenbach startet ein Projekt zur Abwärmenutzung mit der Energieversorgung Offenbach. Die Rückwärme soll mehr als 2.000 Haushalte versorgen. Für den Strombezug weitet Google die Zusammenarbeit mit Strom - und Gasversorger Engie Deutschland aus. Der Betrieb soll hierzulande ab 2026 zu mindestens 80 Prozent mit CO2-freier Energie laufen. Ergänzend prüft Google Speicher, um Lastspitzen in der Region abzufedern.

Das Versprechen: Regionale Leistung für KI-Anwender

Von Mercedes-Benz bis Deutsche Bank profitieren Unternehmen von geringerer Latenz und mehr Durchsatz. Die zusätzliche Kapazität richtet sich an rechenintensive Dienste wie Vektordatenbanken, Modellfeinabstimmung und Echtzeit-Inference. So gelinge die Skalierung näher am Nutzer und laut Google sinken die Kosten pro Anfrage, heißt es.

Parallel modernisiert Google die Standorte München, Frankfurt und Berlin. In München entsteht an der „Arnulfpost“ zusätzliche Fläche für Entwicklungsteams. Das stärkt das regionale Fachkräfte- und Partner-Ökosystem, das bereits stark mit Cloud- und Co-Location-Anbietern vernetzt ist.

Die 5,5 Milliarden Euro fließen bis 2029 in Bau, Erweiterung und Energieverträge. Die politische Unterstützung war sichtbar, unter anderem mit Auftritten von Bundespolitikern und Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus, die regionale Rechenzentrumsstrategie voranbringt.

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