Klimaneutral, nachhaltig und wirtschaftlich Wie High Knowledge das „Blaue Rechenzentrum“ realisiert

Ein Gastbeitrag von High Knowledge GmbH 5 min Lesedauer

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Rechenzentren im Sinne des kommenden Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) sind keine Zukunftsmusik mehr. Mit ihren „Blue DC“-Methoden plant und realisiert die High Knowledge GmbH schon jetzt Datacenters für Unternehmen und Kommunen, die höchsten Ansprüchen an Verfügbarkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit genügen.

Die High Knowledge GmbH plant und realisiert mit ihrem "Blue DC"-Verfahren nachhaltige und leistungsfähige Rechenzentren.(Bild:  High Knowledge)
Die High Knowledge GmbH plant und realisiert mit ihrem "Blue DC"-Verfahren nachhaltige und leistungsfähige Rechenzentren.
(Bild: High Knowledge)

Gerade beim Bau eines Rechenzentrums gilt es von Beginn an alle Aspekte genau im Auge zu haben. „Die Planung ist das A und O und beginnt mit der Wahl des Standorts“, unterstreicht High-Knowledge-Geschäftsführer Harry Knopf. „Nur so lässt sich ein ‚Blaues Rechenzentrum‘ umsetzen und am Ende auch klimaneutral sowie nachhaltig betreiben.“

Zu einer umfassenden und erfolgreichen Projektausführung gehört, dass alle Partner - also Betreiber, Planer und Generalunternehmer - vom ersten Schritt an die passenden Weichen stellen. Anhand einer virtuellen Tour durch ein „Blaues Rechenzentrum“ besteht die Möglichkeit, sich jeden Aspekt genau vor Augen zu führen.

Jeder Raum im Fokus

Die VR-Experience nimmt den Nutzer mit in ein „Blaues Rechenzentrum“. Die Virtuelle Realität (VR) ist ein digitales, am Computer geschaffenes Abbild der Realität. Durch eine VR-Brille kann der Nutzer in eine künstlich erschaffene Welt eintauchen, die täuschend echt wirkt. „Wir nehmen den Rechenzentrumsbetreiber mit in eine Anlage, die in der Realität klimaneutral und gleichzeitig wirtschaftlich arbeitet“, so Knopf. Schon die Standortfrage wird virtuell beantwortet. Ist das RZ direkt an einem Gewässer oder an einem Wasserwerk ansässig, kann das Wasser zur Kühlung der Server genutzt werden.

Neben Standortfrage und Energieeffizienz sind natürlich Wirtschaftlichkeit und Sicherheit beim Bau eines Rechenzentrums zentrale Faktoren. Auch hier gibt die Tour einen umfassenden Einblick. „Das Thema Sicherheit ist natürlich für jeden Betreiber - egal ob es sich um eine behördliche, kommunale oder wirtschaftliche Einrichtung handelt - immens wichtig“, weiß Geschäftsführer Knopf. Damit die sensiblen Daten vor Cyberangriffen geschützt sind, greifen verschiedene Systeme ein. Das fängt bei der Einlasskontrolle an und hört bei der Verkabelung auf. Zudem wird bei einem „Blauen Rechenzentrum“ immer auf eine perfekte elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) geachtet. So ist jederzeit eine dauerhafte Verfügbarkeit der Komponenten durch Ausschluss elektromagnetischer Störungen gegeben.

Gerade bei einer behördlichen Nutzung der Anlage - etwa bei der Polizei oder der staatlichen Verwaltung - muss diese absolut abhörsicher sein. Auch diesem Aspekt wird ein nachhaltiges Rechenzentrum gerecht. Zudem gehört eine effektive Videoüberwachung dazu, damit jeder nicht autorisierte Zugriff lückenlos dokumentiert wird. Auf Nummer Sicher geht der Betreiber auch mit der elektronischen Zutrittskontrolle (RFID). Diese bietet eine Protokollierungs- und Videofunktion, Biometrie sowie LAN-Schnittstelle zur modularen Erweiterung.

Garantierte Stromversorgung

Die patentierten „Blue DC“-Lösungen sind für alle möglichen Rechenzentren-Größen umsetzbar. Das gilt für ein Edge Rechenzentrum beziehungsweise Micro Data Center, Modul-/Container-Rechenzentrum oder in der großen Lösung als sogenanntes Gebäude-RZ. Die hochverfügbare Stromversorgung ist bei allen Optionen Standard. Während der VR-Tour steht der Nutzer darum auch vor der Niederspannungshauptverteilung (NSHV). „Hier wird die grundlegende Netzstruktur für die allgemeine Stromversorgung und Sicherheitsstromversorgung aufgebaut“, unterstreicht Martin Vogt. Der Leiter Technik bei High Knowledge führt weiter aus: „Wir setzen dabei auf eine integrierte redundante Elektro-Unterverteilung nach EN 61439 sowie eine USV- und Notstromversorgung nach ISO 22237. Die Stromversorgung beinhaltet des Weiteren kompakte, aktive, redundante Rack-PDUs inklusive Energiemanagement, Auswertungsfunktion und Monitoring.“

Die Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) ist ebenfalls ein fester Bestandteil eines „Blauen Rechenzentrums“. Eine USV dient dazu, dass im Falle eines Stromausfalls des regionalen Stromnetzes die Stromversorgung sensibler IT-Systeme und Server jederzeit sichergestellt ist und kurzzeitige Unter- und Überspannungen abgefangen werden. Sicherheit bietet darüber hinaus ein hochsensibles und aktives Brandschutzsystem. „Diese beinhaltet eine automatische VdS-zertifizierte Feuerlöschanlage und Brandfrüherkennung mit Feuerlöschmittel Novec 1230 für Brände der Klassen A, B und C“, schildert Vogt. „Zudem bietet ‚Blue DC‘ auch Erderwärmungspotenzial (GWP) von kleiner eins oder unser aktives VdS-zertifiziertes Brandvermeidungssystem.“

Wasser- statt Luftkühlung

Bei der Kühlung der Server und IT-Anlagen kommt ein intelligentes System zum Einsatz. Denn eine Kopplung mit einem Wasserwerk bietet hier sehr große Schnittmengen. So kann das Wasser zur Kühlung der Server benutzt werden. Diese innovative Kältetechnik eines „Blauen Rechenzentrums“ sorgt für einen niedrigen Stromverbrauch und die umweltfreundlichen Energiespeicher ermöglichen die Integration erneuerbarer Energien. So lassen sich für die Stromgewinnung beispielsweise Fotovoltaik- oder Windkraftanlagen einsetzen. Damit machen sich Betreiber auch unabhängiger von externen Stromanbietern, wenn selbst Strom für das Rechenzentrum produziert wird.

Darüber hinaus lässt sich die Abwärme aus den Servern als Prozesswärme nutzen. Dann kann etwa zu bestimmten Jahreszeiten die Wärme des Trinkwassers erhöht werden, ohne dass ein weiterer externer Energiebedarf dafür nötig ist. Ein zusätzlicher Energieeinsatz ist bei einer Wasserkühlung außerdem nicht nötig. Ganz im Gegensatz zu der immer noch häufig vorkommenden Luftkühlung - hier muss die Luft mit dem Einsatz von Strom künstlich heruntergekühlt werden.

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Zertifiziertes „Blaues Rechenzentrum“

Die virtuelle Tour endet im Serverraum und stellt damit anschaulich die Möglichkeiten eines solchen nachhaltigen und klimaneutralen Rechenzentrums vor. Dabei setzt der Betreiber auch auf zertifizierte Sicherheit. Denn bereits seit 2011 können sich Rechenzentren mit dem Blauen Engel zertifizieren lassen. Das bekannte Umweltzeichen der Bundesregierung wird seit über 40 Jahren für nachhaltige Lösungen und Produkte vergeben. Seit 2020 ist es zusätzlich möglich, dass Colocation Rechenzentren ihre gute Umweltbilanz vom Blauen Engel bestätigen lassen können. In diesem Falle wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt. So steht hier nicht nur die Gebäudetechnologie und die für den Betrieb der IT erforderliche Infrastruktur im Fokus, sondern auch die IT-Komponenten wie Server, Speicher und Netzwerkkomponenten, die bei der Bewertung berücksichtigt werden.

Darüber hinaus bietet der TÜV Rheinland mit der „Sustainable Data Center“-Zertifizierung (SDC) einen fundierten Nachweis über die Klimaneutralität und Nachhaltigkeit des Rechenzentrums. Die Zertifizierung wurde unter anderem von High Knowledge konzipiert. „Wichtig ist natürlich noch zu erwähnen, dass durch all diese nachhaltigen Schritte die gesetzlichen Bestimmungen und politischen Ziele eingehalten werden können. Zudem ist absolut sichergestellt, dass die Rechenzentren ausfallfrei und damit wirtschaftlich arbeiten können“, unterstreicht Geschäftsführer Knopf abschließend.

Fazit

Eine nachhaltige und klimaneutrale Erfüllung bei Planung und Bau von Rechenzentren oder deren energieeffiziente Sanierung wird mit Methoden wie „Blue DC“ von High Knowledge möglich, die als innovative Ansätze zur Effizienzsteigerung und Förderung der Nachhaltigkeit in Rechenzentren fungieren. Wichtig ist, dass sich Betreiber schon vorab ein Bild über die Möglichkeiten machen. Hierbei helfen moderne Methoden wie ein VR-Experience, wie sie das Kölner Unternehmen anbietet.

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