Die Verarbeitung und Speicherung riesiger Datenmengen ist für Unternehmen jeder Größe eine Herausforderung. Die Krise verstärkt sie wird. Die Migration von Rechenleistung auf ein Co-Location-Rechenzentrum löst diese Herausforderung und bietet zudem Skalierbarkeit, Flexibilität, Modularität und strenge Service-Level-Agreements (SLA).
Co-Location erhält aus dem Hause Corning den Ritterschlag.
(Bild: azboomer auf Pixabay)
Die Entscheidung über die optimale Umgebung für IT-Anwendungen und -Infrastrukturen kann zu einer komplizierten Angelegenheit werden. Die Wahlmöglichkeiten bei der Datenspeicherung reichen von Inhouse-, Co-Location-, über Cloud- bis hin zu Managed Services. In vielen Fällen kommt in der Unternehmensrealität auch eine Kombination aus allen zum Einsatz. Diese grundlegende Entscheidung hat in der jüngeren Vergangenheit zunehmend an Bedeutung gewonnen, da Unternehmen vor allem inmitten der COVID-19-Krise so stark wie nie zuvor auf Daten und Konnektivität angewiesen sind.
Unternehmen und Organisationen fordern jedoch schon seit langem, dass wichtige Daten in einer Umgebung gespeichert werden, die gegen größere, unvorhergesehene Ereignisse zuverlässig abgesichert ist. Somit stieg der Druck auf Rechenzentren, einen schnellen und reibungslosen Datentransfer zu ermöglichen, im letzten Jahr noch weiter an.
Unter anderem müssen Faktoren wie Bandbreite, garantierter Zugang zu unternehmenskritischen Anwendungen und mögliche Netzwerkbeschränkungen berücksichtigt werden. COVID-19 hat die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen in Krisenzeiten auf die Probe gestellt.
Die praktische Alternative
Co-Location-Rechenzentren bieten in diesen Fällen eine praktische Lösung. Das gilt insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen, die nicht unbedingt über die Ressourcen verfügen, um die Herausforderungen einer solchen Krise intern zu bewältigen. Die Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice zog stark wachsenden Anzahl an VPN-Verbindungen nach sich und Sicherheitsanforderungen und Veränderungen in den regelmäßigen Netzwerknutzungsmustern belasten unternehmenseigene Rechenzentrumsnetze zusätzlich.
Die IT-Teams vieler Unternehmen können die Mitarbeiter und Betriebsabläufe besser unterstützen, wenn sie den Rechenzentrumsbetrieb auslagern. Jedes IT-Team, das ein eigenes Rechenzentrum verwaltet, muss sich ständig auf Themen wie Modernisierung, Sicherheit, Wartung und einen reibungslosen Arbeitsablauf konzentrieren. Außerdem müssen Reserven vorhanden sein, um auf Nachfragespitzen reagieren zu können sowie Ausfallzeiten und Datenverluste zu bewältigen.
Mandantenfähige Rechenzentren bieten durch ihre hochwertige Infrastruktur große Vorteile in den Bereichen von Ausfallsicherheit, Redundanzen, Stromversorgung und Kühlung. Doch Co-Location bietet noch mehr Vorteile, die Unternehmen in Krisenzeiten einen erheblichen Vorteil verschaffen können:
Vernetzung mit externen Dienstleistern
Durch die Auslagerung an ein Co-Location-Rechenzentrum erhalten Unternehmen eine Verbindung zu Netzdienstleistern und Cloud-Anbietern. Auch hybride Cloud-Modelle sind in mandantenfähigen Rechenzentren realisierbar.
Skalierbarkeit: Co-Location-Rechenzentren haben in der Regel schnellere Bereitstellungszeiten.
Unternehmen, die auf Co-Location setzen, können so schneller ans Netz angeschlossen werden, denn sie müssen nicht erst eigene IT-Teams für Implementierung und Wartung einstellen oder zusätzliches Equipment bestellen. Außerdem spielt Skalierbarkeit spielt eine zentrale Rolle. Unternehmen müssen kurzfristig agil sein, besonders in Krisenzeiten. Ausgelagerte Dienstleistungen sind ein guter Weg, dieses Ziel zu erreichen.
Auf Dauer unterstützt die Skalierbarkeit innerhalb des Rechenzentrums eine einfache Migration zu Technologien und Anwendungen mit höherer Geschwindigkeit. Das Hinzufügen von Server-Racks ist in den meisten Co-Location-Verträgen festgelegt und funktioniert meist kurzfristig und ohne Probleme.
Cindy Ryborz: „Die vergangenen Monate haben gezeigt: Co-Location erlaubt, dass sich Kunden zurücklehnen und darauf vertrauen können, dass die Betreiber der Sites ihre Dienste schnell an den Kundenbedarf anpassen können.“
(Bild: Corning Optical Communications)
So kann schneller auf Kundenanforderungen reagiert und schnell mehr Bandbreite und höhere Übertragungsgeschwindigkeiten realisiert werden. In dem Maße, in dem Daten kontinuierlich generiert werden und der technologische Fortschritt weiter zunimmt, wird auch das Bedürfnis der Unternehmen nach einem latenzfreien Zugriff auf Daten in Echtzeit zunehmen.
Im Rahmen von COVID-19 standen viele Industriezweige und Unternehmen unter Druck, ihre Räumlichkeiten zu schließen und die Arbeit vor Ort weitestgehend einzuschränken. In vielen Märkten wurden die Betreiber von Rechenzentren jedoch als systemrelevant eingestuft und konnten ihre Arbeit fortsetzen und die Infrastrukturen ihrer Kunden wie gewohnt weiter betreiben, was deren Geschäftsbetrieb sicherstellte.
Stand: 08.12.2025
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Flexibilität: Unternehmen können ihr Netz ganz nach ihren eigenen Wünschen und Anforderungen einrichten und den Netzanbieter (in einer Carrier-neutralen Rechenzentrum) schnell wechseln.
In einem Co-Location-Standort können Servicepakete individuell auf Kunden zugeschnitten und personalisiert werden. Dadurch können Unternehmen taktisch flexibel agieren und ihren Kunden gleichzeitig eine konsistent gute Leistung garantieren. Co-Location-Standorte befinden sich außerdem näher am Endkunden als Hyperscale- und Cloud-Rechenzentren. Somit können kurze Latenzzeiten garantiert werden.
Co-Location bedeutet außerdem, einen genauen Überblick über die Kosten zu behalten. Es gibt unzählige Pakete und Modelle, so dass Unternehmen aus der Menge der Anbieter denjenigen wählen können, der ihren Anforderungen am meisten entspricht. Die Kosten für Strom, Personal und Räumlichkeiten sind dabei schon enthalten und Unternehmen müssen keine kostspieligen Investitionen, beispielsweise in spezielle Kühlsysteme tätigen.
Compliance: Seit der Einführung der Datenschutzgrundverordnung 2018 müssen sich auch kleine und mittelständische Unternehmen mit dem Thema Datenschutz auseinandersetzen. Viele haben nach wie vor Probleme, die Vorschriften umzusetzen und hinzu kommen die Anforderungen, dass bestimmte Dokumente wie Rechnungen und Lieferscheine bis zu zehn Jahre aufbewahrt werden müssen.
Co-Location bietet hier eine einfache Lösung. Die Daten liegen nach wie vor auf eigenen Servern, doch die Co-Location-Zentrumsbetreiber erfüllen meist dezidierte Datensicherheitsstandards und es schadet nie, unternehmenskritische Backups nicht nur auf separaten Datenträgern, sondern zusätzlich an anderen Orten aufzubewahren.
Sicherheit: Compliance ist allerdings nur ein Sicherheitsaspekt.
Besonders physische Sicherheit lässt sich durch Co-Location oft besser umsetzen. Eintrittsbarrieren und Einbruchschutz werden in Rechenzentren oft besser umgesetzt, weil die Gruppe an Personen, die Zugang benötigt, viel kleiner ist als in Unternehmensräumlichkeiten oder unternehmenseigenen Rechenzentren.
So können sich Kunden zurücklehnen und darauf vertrauen, dass Colocation-Betreiber die Dienste schnell an den Kundenbedarf anpassen kann, je nachdem, wie sich die Geschäftssituation ändert. Das haben die positiven Erfahrungen vieler unserer Kunden während der letzten Monate gezeigt.
* Cindy Ryborz ist Marketing Manager DC EMEA bei Corning Optical Communications.