Strategische Partnerschaft rund um Notstromversorgung vereinbart Vertiv und Ballard wollen Einsatz alternativer Energien vorantreiben

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Der Infrastruktur- und Business-Continuity-Spezialist Vertiv hat eine strategische Partnerschaft mit Ballard Power Systems vereinbart, einem Hersteller von PEM-Brennstoffzellen („Polymer-Elektrolyt-Membran“). Gemeinsam nehmen die Partner die Unterstützung alternativer Energien in europäischen und nordamerikanischen Rechenzentren in den Fokus.

Im Zuge einer strategischen Technikpartnerschaft setzt Vertiv auf die Brennstoffzellen von Ballard.(Bild:  Vertiv / Ballard)
Im Zuge einer strategischen Technikpartnerschaft setzt Vertiv auf die Brennstoffzellen von Ballard.
(Bild: Vertiv / Ballard)

Der Schwerpunkt der künftigen Zusammenarbeit von Vertiv und Ballard liegt auf Notstromanwendungen für Rechenzentren und kritische Infrastrukturen, die von 200 Kilowatt bis hin zu mehreren Megawatt skalierbar sind. Um die technische Machbarkeit und die Vorteile wasserstoffbetriebener Brennstoffzellensysteme zu demonstrieren, hat Vertiv entsprechende Stromversorgungsmodule von Ballard mit dem unterbrechungsfreien Stromversorgungssystem „Vertiv Liebert EXL S1“ im Rahmen eines Proof of Concept kombiniert.

Nicolas Pocard, Vice President Marketing und strategische Partnerschaften von Ballard, erläutert:„Da die rasante Zunahme der Datennutzung den Strombedarf und den Ausbau der Rechenzentrumskapazitäten weltweit in die Höhe treibt, ist ein effektives Management des Stromverbrauchs und des CO2-Fußabdrucks dieses energieintensiven Sektors von entscheidender Bedeutung, um die Netto-Null-Ziele zu erreichen.“ Die strategische Partnerschaft ermögliche es beiden Parteien, dank ihrer jeweiligen Stärken kosteneffiziente, treibhausgasfreie und skalierbare Brennstoffzellen-Backup-Stromversorgungslösungen anzubieten, um den wachsenden Energiebedarf von Rechenzentren zu decken.

Emissionsfreie Stromversorgung

In seiner Anlage in Delaware stellte Vertiv die „Power Module H2“-Lösung vor. Sie basiert auf industrietauglichen Komponenten und umfasst zwei Ballard-„PowerGen“-Brennstoffzellenschränke mit je 200 Kilowatt, die ein vollständig funktionsfähiges, dekarbonisiertes Backupsystem versorgen. Zudem sind ein komplettes Kühlsubsystem, Stromaufbereitungsanlagen und eine Wasserstoffspeicherinfrastruktur vorhanden.

Letztere arbeitet im Zusammenspiel mit „HPL“-Lithium-Ionen-Batterien von Vertiv, dem „Liebert EXL S1“-USV-System sowie dem „Dynaflex Energy Management Controller“. Das Gesamtpaket ist Teil eines 1-Megawatt-Microgrid-Systems, zu dem auch eine leistungsfähige Solar-PV-Anlage und das Vertiv „Dynaflex-Batterie-Energiespeichersystem“ (BESS) zählen.

Ersten Validierungen und Tests zufolge, hat die Notstromversorgung ohne Treibhausgasemissionen erfolgreich realisiert werden können. Das „Power Module H2“ von Vertiv wird vorgefertigt und werkseitig getestet angeboten, um schnell einsetzbar zu sein. Es eignet sich sowohl für den Einsatz in Neubauten als auch zur Nachrüstung bestehender Standorte.

Eine Umrüstung der vorhandenen elektrischen Infrastruktur ist dazu nicht erforderlich. Laut Vertiv besteht zudem nur geringer Wartungsaufwand, insbesondere im Vergleich mit Dieselgenerator-Backups. Die Laufzeit der Notstromversorgung ist nur durch die vorhandene Kraftstoffspeicherkapazität begrenzt.

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