Für die Zukunft der sicheren Quantenkommunikation TÜV Nord Group baut ein QKD-Forschungslabor auf

Quelle: Pressemitteilung TÜV Nord 2 min Lesedauer

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Die TÜV Informationstechnik (TÜV-IT), ein Unternehmen der TÜV Nord Group, hat den Startschuss für die Einrichtung gegeben. die sich mit Quantum Key Distribution (QKD) beschäftigt. Nach einem Jahr intensiver Planung und Entwicklung beginnt nun der Aufbau des Forschungslabors, das eine zentrale Rolle in der künftigen Zertifizierung von Quantenkommunikationstechnologien einnehmen soll.

An diesem optischen Tisch geht es mithilfe  simulierter Angriffe um die die Widerstandsfähigkeit eines Laserdetektors. (Bild:  TÜV Nord Group)
An diesem optischen Tisch geht es mithilfe simulierter Angriffe um die die Widerstandsfähigkeit eines Laserdetektors.
(Bild: TÜV Nord Group)

In einer zunehmend digitalisierten Welt, in der die Sicherheit von Datenübertragungen von entscheidender Bedeutung ist, bietet die Quantenkommunikation eine Revolution. Während zukünftige Quantencomputer herkömmliche Verschlüsselungsmethoden potenziell gefährden könnten, stellt der Quantenschlüsselaustausch (QKD) eine zukunftssichere Alternative dar. Entsprechende Technologien ermöglichen es, Informationen mit einem bisher unerreichten Maß an Sicherheit zu übertragen, indem sie auf den Prinzipien von physikalischen Gesetzen basiert.

Das Forschungslabor am Standort Essen werde eines der ersten seiner Art in Europa sein und setze neue Maßstäbe für die künftige Prüfung und Zertifizierung von Quantenkommunikationstechnologien, teilt das Unternehmen mit. Grundlage ist das Projekt „Blueprint eines Zertifizierungs-Eco-Systems für QKD-Systeme und -Anwendungen“ (Qunet+Bluecert).

Das hat das Ziel, die technologischen Grundlagen für die Prüfung, Qualifizierung und Zertifizierung von QKD-Komponenten und -Systemen zu schaffen. Sven Bettendorf, Projektleiter des QKD-Labor-Projekts bei TÜV-IT, erläutert: „Unser Ziel ist es, die Grundlagen eines exemplarischen Prüflabors zu erforschen, mit denen die Überprüfung von QKD-Komponenten ermöglicht und so ein Grundstein für die künftige Zertifizierung von QKD-Geräten gelegt wird.“

Partnerschaften und Pulver

Das lässt sich als TÜV-IT nicht alleine bewerkstelligen. So Bettendorf weiter: „Wir arbeiten eng mit nationalen und internationalen Partner:innen zusammen, um die notwendigen Testverfahren und Bewertungsmetriken zu entwickeln.“ Partner des Projektes sind: Bearingpoint GmbH, Frankfurt am Main, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Pixel Photonics GmbH, Münster, Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Braunschweig, Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF), Jena, Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC), Standort Berlin, Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut (HHI), Berlin, Quantum Optics Jena GmbH, Jena (assoziierter Partner) und Quantum Space Systems GmbH, München (assoziierter Partner).

Sven Bettendorf ist der Projektleiter des QKD-Labors bei TÜV-IT.(Bild:  TÜV Nord Group)
Sven Bettendorf ist der Projektleiter des QKD-Labors bei TÜV-IT.
(Bild: TÜV Nord Group)

Der Aufbau des QKD-Forschungslabors ist eines der größten Investitionsprojekte der TÜV-IT, mit einem Gesamtvolumen von über einer halben Million Euro. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Projekt finanziell. „Diese Investition ist ein klares Bekenntnis zur Innovationskraft der TÜV Nord Group und zur Stärkung der deutschen Industrie im Bereich der Quantenkommunikation“, sagt Bettendorf.

Das Labor wird mit Lasertechnologie ausgestattet, um realistische Angriffsszenarien zu simulieren und standardisierbare Verfahren für die Überprüfung der Sicherheit von QKD-Systemen zu erforschen. „Wir wollen sicherstellen, dass diese Systeme den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen und gegen potenzielle Angriffe geschützt sind“, betont Bettendorf.

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