EU-Vorgaben ziehen in den TÜV-IT-Kriterienkatalog ein TSE-Zertifikat bescheinigt Datacenter den Reifegrad in puncto Energie-Management

Quelle: Pressemitteilung TÜV Nord Group 2 min Lesedauer

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Rechenzentrumsbetreiber sollen mit dem TSE-Zertifikat der TÜV-IT GmbH, die zur TÜV Nord Group gehört, nachweisen können, dass sie in Bezug auf Energie-Effizienz nach den jüngsten EU-Vorgaben agieren.

Für Rechenzentren offeriert die TÜV-IT GmbH eine Zertifizierung der Energie-Effizienz  und Nachhaltigkeit dem Kriterienkatalog „TSE.Standard“ unter Berücksichtigung der jüngsten EU-Vorgaben. (Bild:  TÜV Nord Group)
Für Rechenzentren offeriert die TÜV-IT GmbH eine Zertifizierung der Energie-Effizienz und Nachhaltigkeit dem Kriterienkatalog „TSE.Standard“ unter Berücksichtigung der jüngsten EU-Vorgaben.
(Bild: TÜV Nord Group)

Die Digitalisierung sorgt in der Industrie, beim Verkehr und in der Energiewirtschaft für effiziente Prozesse, die helfen, die natürlichen Ressourcen zu schonen und schädliche Emissionen zu vermeiden („Grün durch IT“). Die dadurch stetig wachsenden Datenmengen steigern aber auch den Bedarf an Rechenzentren.

Und diese benötigen viel Energie. Die Politik schiebt Energiefressern mit neuen Vorgaben auf nationaler als auch auf EU-Ebene einen Riegel vor. TÜV-IT unterstützt Betreiber dabei, Rechenzentren nach den neuesten Richtlinien Energie-effizienter und nachhaltiger zu bauen und zu betreiben.

Die TÜV-IT GmbH bietet einen Kriterienkatalog für „Trusted Site Energy Efficiency„ (TSE) an. (Bild:  TÜV Nord Group)
Die TÜV-IT GmbH bietet einen Kriterienkatalog für „Trusted Site Energy Efficiency„ (TSE) an.
(Bild: TÜV Nord Group)

Die EU-Kommission hat im Rahmen des 'European Green Deal' ein „grünes“ Bewertungsschema eingeführt: die so genannte EU-Taxonomie für Rechenzentren. Dazu gehört, dass große Unternehmen über ihre Nachhaltigkeitsbemühungen Bericht erstatten (Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)) müssen, wenn sie mindestens 250 Beschäftigte oder einen Umsatz von mehr als 40 Millionen Euro beziehungsweise eine Bilanzsumme von mehr als 27 Millionen Euro aufweisen. Ab diesem Jahr, 2023, müssen Unternehmen auch über ihre Bemühungen, Rechenzentren nachhaltiger zu betreiben, berichten.

Von Anfang an dabei

Die EU hat Mitte März eine Zusammenstellung der entsprechenden Anforderungen veröffentlicht, um ein möglichst einheitliches Vorgehen bei den Prüforganisationen zu ermöglichen. Insgesamt wurden 106 technische und organisatorische Anforderungen aus dem 'EU Code of Conduct for Data Centers' abgeleitet, die nach dem 'Comply or Explain-Prinzip' begutachtet werden sollen.

Vor allem die Bereiche Kühlung, Abwärme und Stromversorgung bieten Potential, um Rechenzentren effizienter zu gestalten. Wenn man die Anforderungen als Unternehmen erfüllt, ist man mit seinem Rechenzentrum nachhaltig unterwegs.

TÜV-IT durfte auf EU-Ebene die Inhalte aktiv in der Expertengruppe mitgestalten. Damit war es möglich, die Anforderungen 1:1 in den TÜV-IT eigenen Kriterienkatalog „TSE.Standard“ einzuarbeiten und quasi zeitgleich mit der Veröffentlichung der EU bereitzustellen.

Der Katalog

Die TÜV-IT GmbH hat schon vor mehreren Jahren einen Kriterienkatalog erstellt, der nun in aktualisierter Form als „TSE.Standard V2.1“ in Deutsch und in Englisch vorliegt. Er versteht sich unter anderem als Baukastensystem mit dem sich alle relevanten Vorgaben je nach gewünschtem Fokus abbilden lassen, egal ob CSRD, EU Code of Conduct, EN 50600-5 (Maturity Model) oder ISO 50001.

Das Reifegradmodell der TÜV-IT GmbH in Sachen Energie-Effizienz. (Bild:  TÜV Nord Group)
Das Reifegradmodell der TÜV-IT GmbH in Sachen Energie-Effizienz.
(Bild: TÜV Nord Group)

Mit der TSE-Methodik (Trusted Site Energy Efficiency) und dem dazugehörigen Katalog gibt TÜV-IT nach eigenen Angaben den Akteur:innen am Markt ein effektives Werkzeug an die Hand, mit dem sie einen möglichst nachhaltigen und Energie-effizienten Betrieb ihrer Rechenzentren vorbereiten, umsetzen und nachweisen können. Das Besondere daran: Man kann mit dem TSE.Standard nicht nur dem CSRD entsprechen oder einen erreichten Reifegrad erzielen und mittels Zertifikat bestätigt bekommen, sondern die Methodik verheiratet das Reifegradmodell mit der Einführung eines Datacenter-spezifischen Energie-Management-Systems gemäß ISO 50001 und bringt somit auch einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Gang.

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