AI-Infrastruktur soll massiv wachsen Trotz Klage investiert XAI zehn Milliarden in KI-Datacenter

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Elon Musks „XAI“ hat zehn Milliarden Dollar eingesammelt – für neue Rechenzentren, die Weiterentwicklung der KI-Plattform „Grok“ und einen Technologievorsprung in einem hart umkämpften Markt.

Das Wettrüsten in Sachen KI-Infrastruktur läuft auf Hochtouren – das sind die jüngsten Entwicklungen rund um xAIs Rechenzentren.(Bild:  Daniel Oberhaus (dmoberhaus) / CC BY 2.0)
Das Wettrüsten in Sachen KI-Infrastruktur läuft auf Hochtouren – das sind die jüngsten Entwicklungen rund um xAIs Rechenzentren.
(Bild: Daniel Oberhaus (dmoberhaus) / CC BY 2.0)

Das Elon-Musk-Unternehmen für Künstliche Intelligenz (KI) XAI hat sich über eine Kombination aus Fremd- und Eigenkapitalinvestitionen zehn Milliarden Dollar gesichert. Laut einer Mitteilung der Investmentbank Morgan Stanley entfallen jeweils fünf Milliarden Dollar auf gesicherte Anleihen und Kredite sowie auf strategische Eigenkapitalinvestitionen. Die Transaktion ist überzeichnet gewesen und von internationalen Investoren getragen.

Ziel der Finanzierungsrunde ist es, die KI-Infrastruktur von XAI massiv auszubauen. Ein erheblicher Teil des Kapitals soll in den Ausbau von Rechenzentren und die Weiterentwicklung der eigenen KI-Plattform Grok fließen. Laut Morgan Stanley plant XAI den Aufbau eines der weltweit größten Rechenzentren.

Memphis im Fokus: Expansion trotz Kontroversen

Bereits jetzt betreibt XAI ein Rechenzentrum im Südwesten von Memphis, Tennessee. Die Anlage wurde im Juli 2024 mit einer Kapazität von 150 Megawatt (MW) in Betrieb genommen. Wenige Monate später wurde das Cluster mit 100.000 „Nvidia-Hopper“-GPUs erweitert. Ein zweiter Campus ist ebenfalls in Planung – auf einem über 90.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Tulane Road.

Der Ausbau in Memphis geht allerdings nicht ohne rechtliche Auseinandersetzungen vonstatten: XAI steht wegen mutmaßlicher Verstöße gegen den US-amerikanischen „Clean Air Act“ unter Druck. Konkret geht es um den Betrieb von 26 Gas-Turbinen ohne gültige Genehmigungen.

Laut Umweltanwälten wurde die lokale Bevölkerung nicht informiert und nicht in den Prozess einbezogen. Die „National Association for the Advancement of Colored People“ (NAACP) und das „Southern Environmental Law Center“ (SELC) haben Klage eingereicht.

Technische Infrastruktur: Turbinen, GPUs und Batteriespeicher

Neben einem Netzanschluss über die Tennessee Valley Authority (TVA) setzte XAI also zunächst auf Gas-Turbinen mit insgesamt 422 MW Leistung. Inzwischen hat das Unternehmen damit begonnen, einzelne Anlagen zurückzubauen. Ein Grund hierfür ist, dass ein neues Umspannwerk in Betrieb genommen wurde. Zusätzlich wurden laut US-Medien 168 Tesla-Megapack-Batteriespeicher installiert, um Lastspitzen abzufangen und die Versorgungssicherheit zu verbessern.

XAI setzt bei Training und Inferenz der Grok-Modelle inzwischen auch auf Rechenkapazität von Oracle. Parallel dazu kursieren Berichte, dass das Musk-Unternehmen weitere 20 Milliarden Dollar an Eigenkapital einwerben will.

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